Der Weg ist das Ziel: Falsches Fahrverhalten zerstört mehr als nur Trails  (gelesen 2813 mal)

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Offline f2thelo

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Neben der Flora die kaputtgefahren wird kannst da täglich tot, bzw. meist erst halbtot gefahrenes Kleingetier aufsammeln. Die biker checken das gar nicht, dafür sind sie zu schnell vorbei oder es ist halt egal.

Nee, sorry Entspannung ist da bei mir nicht. Verantwortungsbewusstsein ist schließlich auch keins da.

Seid mir nicht böse Jungs, aber alle Radler die in den Bergen unterwegs sind so über einen Kamm zu scheren finden ich nicht ok.

Wie Kristian schon gesagt hat, es gibt genug Regionen die ein Miteinander auch hinbringen, siehe auch bei unseren Nachbarn im Süden, z.B. in Nauders. Faire Preise, tolle Anlagen und gute Infrastruktur gepaart mit der Tatsache, dass Biker dort wirklich willkommen sind.

Von kaputter Flora und Fauna zu sprechen und das den Radlern in die Schuhe zu schieben find ich schon echt übel und kann ich so auch nicht stehen lassen. Nimm den Schrecksee: kann mich nicht erinnern, dass ich dort jemals Müll zurückgelassen hätte als wir mit dem Rad oben waren. Wir haben auch keine Tiere überfahren, waren höchstens zu zweit unterwegs, an Tagen wo wenig bis nichts los war und haben uns IMMER auf Wanderwegen befunden und nie abseits. Und in derartigem Gelände sprechen wir von 99% Wanderern und 1% Radlern, ergo kommt die Vermüllung wohl eher vom wandernden Volk.

Nimm anderen Wanderwege wie z.B. die in der Nagelfluhkette: Ich lass mir doch nicht nachsagen, dass wir Radler die Wege zerstören mit unseren Reifen. Wir sind schuld? Und nach uns treibt der Älpler seine 50 Schumpen über den selben nassen und matschigen Wanderweg auf seine Alpe oder ins Tal ... genau ... und die Biker warens, die den Weg kaputt gemacht haben. Netter Versuch ...

Ich weiß wirklich nicht wo ihr immer diese "Über-Bergwiesen-Radler-und-alles-Kaputtmacher-Fahrer" seht oder herholt? Ich kenne weder solche, noch habe ich jemals jemand gesehen der freiwillig über eine Bergwiese mit dem Bike durch Kuhfladen und die Botanik mäht. Warum auch wenn der Trail direkt daneben ist?
« Letzte Änderung: 12. Apr 2018 - 15:12 Uhr von f2thelo »
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Offline Whans

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Kann man das Ganze nicht entspannter sehen? Geht woanders auch. Siehe Piemont, aber auch Balkan. Schon das weitgehende Fehlen von Verbotsschildern, Schranken, Parkautomaten  wirkt sympathisch und führt dazu, dass ich dort lieber und großzügiger in der Freizeit mein Geld ausgebe, als in der Heimat und der unmittelbaren Nachbarschaft.

Hallo,
ich bin seit 15 Jahren immer wieder im Piemont unterwegs. Dort gibt es einerseits 100te Km alte Militärstraßen aus der Mussolinizeit, andererseits relativ wenig Menschen. Und selbst dort wird bereits reguliert:

"Seit Anfang Juli 2016 ist dies auf der Strecke zwischen dem Colle di Tenda und Monesi entlang des italienisch-französischen Grenzkamms jetzt Realität geworden:
Bis Ende September ist die Straße montags und dienstags für den motorisierten Verkehr gesperrt. An allen anderen Tagen wird auf der strada ex militare. Limone-Monesi – die im deutschen Sprachraum als „Ligurische Grenzkammstraße“ bezeichnet wird – die Zahl der Fahrzeuge begrenzt und eine Maut für Kraftfahrzeuge, Motorräder und Quads erhoben." Quelle: https://westalpen.wordpress.com/2016/07/11/ligurische-grenzkammstrasse/
Die Verkehrsdichte ist einfach geringer. Wenn ich aus den Cottischen Alpen nach Hause komme und am Wochenende irgendwo in den Allgäuern was mache, kriege ich einen Kulturschock. Die Gegend ist einfach völlig überlaufen. Außerdem ist halt das Allgäu (und auch die Lechtaler) geomorphologisch viel problematischer als andere Alpengegenden.
Und vielleicht noch ein Aspekt: Ich hab letzlich ein sehr teueres E-Mountainbike hoch gehoben und dann den Verkäufer gefragt, was das Ding wiege. Antwort: Ohne Akku knapp 20kg. Wenn ich mich jetzt mit meinen 90kg da drauf hocke, dann sind wir bei ca. 115 kg. Plus Stollenreifen. Das tut den Wegen einfach nicht gut.
@f2thelo (hast du auch einen normalen Namen?): Du kannst nicht immer von dir ausgehen. Es sind einfach 80% *zensiert*en unterwegs.

Gruß
Hans

Offline f2thelo

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Ich hab letzlich ein sehr teueres E-Mountainbike hoch gehoben und dann den Verkäufer gefragt, was das Ding wiege. Antwort: Ohne Akku knapp 20kg. Wenn ich mich jetzt mit meinen 90kg da drauf hocke, dann sind wir bei ca. 115 kg. Plus Stollenreifen. Das tut den Wegen einfach nicht gut.
@f2thelo (hast du auch einen normalen Namen?): Du kannst nicht immer von dir ausgehen. Es sind einfach 80% *zensiert*en unterwegs.

Gruß
Hans

Auf 115kg komm ich mit meinem Körpergewicht und Rad wohl auch - und das ist kein E- Bike :-)

Spaß beiseite: Wir reden immer von Individualisten und Bergnostalgikern, also gehe ich natürlich immer nur von mir aus und verhalte mich "berganständig". Was die breite Masse macht ist mir a) reichlich egal und b) von mir so oder so nicht zu ändern.

Wege und Platz gibt es m.E. genug, wenn sich alle respektvoll verhalten, sich gegenseitig und der Natur gegenüber. Mit bissl Hirn und Anstand sollte des zu machen sein.
« Letzte Änderung: 16. Apr 2018 - 10:29 Uhr von f2thelo »
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Offline Xander

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"Der 50-jährige Urlauber wurde anschließend ins Immenstädter Krankenhaus gebracht. Der Mountainbiker war am Samstagabend mit seinem E-Mountainbike um 17:30 Uhr zu einer Tour Richtung Tiefenbacher Eck aufgebrochen. Gegen 20:30 Uhr telefonierte er mit einem Bekannten und teilte ihm mit, dass er wegen des Schnees nicht mehr weiterkomme und auch nicht genau wisse, wo er sei. Danach brach er Kontakt ab."

Ich sag' doch: den Sommer knallt es raus. Das ist genau die Klientel vor der man die Welt und sie sich vor sich selbst schützen muss. Verbote machen es möglich  ;)

https://www.all-in.de/immenstadt-sonthofen/c-rundschau/35-bergwachtmaenner-bergen-verunglueckten-mountainbiker-50-nachts-am-tiefenbacher-eck-bei-bad-hindelang_a5002592
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Offline f2thelo

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Ich sag' doch: den Sommer knallt es raus. Das ist genau die Klientel vor der man die Welt und sie sich vor sich selbst schützen muss. Verbote machen es möglich  ;)


Folgende "krasse" Berge und Routen schlage ich somit für Verbote vor - sowohl für Touris als auch für Einheimische:

- Bildstöckle
- Altstädter Hof
- Mittag
- Tiefenbacher Eck
- Grünten
- Hauchenberg
- Immenstädter Horn
- Falkenstein

Ganz ehrlich? Das war doch hoffentlich ein schlechter Scherz der Vorschlag oder? Derartige Vorfälle, dass ortsunkundige Touris immer wieder in solche Notsituationen geraten, passieren doch dutzende male jeden Sommer wie Winter, sowohl bei den Radlern aber als auch bei den Wanderern und Skifahrern. Vor knapp 2 Wochen ist ein Pärchen am Grünten in ein Schneefeld geraten und musste von der Bergwacht gerettet werden ...

Willst du nun den Wächter auch sperren und mit Verboten belegen?
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Offline Xander

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Das war doch hoffentlich ein schlechter Scherz der Vorschlag oder?

JaEin  :) Vielleicht wäre ja ein Führerschein eine Lösung?  :-X

Laß dich doch nciht ärgern, mir gehts auch um das Thema E-bike oder glaubst du der Kollege wäre mit einem echten Fahrrad ohne umweltschädlichen Akku auch da oben herumgeradelt?

Warte es ab wie der Sommer sich entwickelt, ein Glück für die Höfats dass der Sattel vorgelagert ist.
Wenn dann die Anzahl der Bergwachtler nimmer ausreicht um die Akkuradler zu retten wird vielleicht auch der Kristian umdenken. Wenn nicht, soll's mich freuen. Achja, nen Taser wollte ich mir noch zulegen  ;)
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Offline Kristian

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Die große Masse der Bergwachteinsätze >80% finden immer noch im Pistenskigebiet statt.
Zitat
Der 50-jährige Urlauber wurde anschließend ins Immenstädter Krankenhaus gebracht. Der Mountainbiker war am Samstagabend mit seinem E-Mountainbike um 17:30 Uhr zu einer Tour Richtung Tiefenbacher Eck aufgebrochen. Gegen 20:30 Uhr telefonierte er mit einem Bekannten und teilte ihm mit, dass er wegen des Schnees nicht mehr weiterkomme und auch nicht genau wisse, wo er sei. Danach brach er Kontakt ab."

Das muss man erst mal schaffen. Am Tiefenbacher Eck, letzlich nicht mehr als ein großer Wald-und Wiesenhügel eine Stelle finden, an der es so steil ist, dass eine seiltechnische Bergung erforderlich ist. Das schaffen wirklich nur Touris.

Noch was: Ein Bild,  dass verdeutlicht, wie bei Naturbelastung mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird.
Ein ein Meter breiter Streifen! Wieviele Pflanzen müssen wohl dafür sterben?  Wenn das vom Mountainbiker, Kletterer, Biwakierer, Diesel- oder Motorradabgasen kommen würde. Da wäre was geboten!
Ich bitte daher um eine angemessene Empörung.
« Letzte Änderung: 20. Apr 2018 - 11:00 Uhr von Kristian »
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Offline Kauk

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Nein da darf man sich nicht empören, dafür muss man Verständnis haben ;).

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Offline Xander

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Das schaffen wirklich nur Touris.

Achtung Neuspeak: Word  ;D

Ein ein Meter breiter Streifen! ...Ich bitte daher um eine angemessene Empörung.

Nicht Meter breit aber Meter tief. Naja, bissl Schwund ist immer wie der Abgeordnete aus dem Unterjoch ganz richtig bemerkt:
https://www.br.de/nachrichten/moutainbiker-sollen-umgelenkt-werden-100.html

Egal, der Zoff kommt eh:
https://www.merkur.de/bayern/muenchen-aichach-mountainbiker-erobern-alpen-furcht-vor-radler-plage-9792418.html

Woiza bolza, Hüttengaudi, Malle-Spaß ja für was sind sie denn sonst gut, die Berge. Stehen eh bloß dumm herum... jetzt halt noch rotgesichtige akku-biker, Touris. Ist eh auch schon egal.

Hoffe mich angemessen genug empört zu haben. Ach Mist, falsches Objekt gewählt :-)
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