Wolf  (gelesen 2691 mal)

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Offline Bergbär

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Re: Wolf
« Antwort #10 am: 15. Jan 2016 - 15:37 Uhr »
Danke Kalle für den ausführlichen Pressebericht. Ich bin oft im Bayerischen Wald unterwegs, auch dort wurde kürzlich wieder ein Wolf per Fotofalle gesichtet, wie die Website des Grafenauer Anzeigers berichtet: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_freyung_grafenau/grafenau/1933401_Erneut-tappt-ein-Wolf-im-Nationalpark-in-eine-Fotofalle.html
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Offline Pauly

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Re: Wolf
« Antwort #11 am: 15. Feb 2016 - 15:44 Uhr »
Die Meldung hat mich ganz schön überrascht:

"Wolf-Beratungszentrum für ganz Deutschland gestartet

15 Jahre nach der Rückkehr des Wolfs in Deutschland startet das Bundesumweltministerium mit dem Aufbau eines Beratungszentrums. Das von vier Institutionen mit hohem wissenschaftlichen Anspruch getragene Zentrum im sächsischen Görlitz soll bei Konflikten mit den Raubtieren helfen und Daten zu deren Ausbreitung sammeln, erklärte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch. Laut Lupus-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung sind in den östlichen Bundesländern außer Berlin und in Niedersachsen 31 Rudel und acht Paare registriert. Die Tiere sind streng geschützt."

Quelle: Berliner Morgenpost, 11.02.2016

Was sagt ihr dazu?
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Offline kalle

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der Wolf und sein Image
« Antwort #12 am: 19. Mär 2016 - 20:28 Uhr »
Artikel im Merkur

Immer wieder führen Fotofallen-Bilder von zurückkehrenden Wildtieren in die vom Menschen besiedelten Gebiete zu teils heftigen Diskussionen. Der Autor Dr. Alexander Pschera versucht in diesem Artikel im Konflikt zwischen Zivilisation und Natur zu vermitteln und das Image des Wolfs als blutrünstige Bestie zu entzerren.
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Offline DonaldDuck

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Re: Wolf
« Antwort #13 am: 19. Mär 2016 - 21:46 Uhr »
Kleiner Ausschnitt banaler Standard-Wolfstätigkeit aus 2015:

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/52-tote-Laemmer-und-Schafe-Es-war-ein-Wolf,wolf1572.html

http://www.lr-online.de/regionen/hoyerswerda/Woelfe-reissen-19-Schafe-auf-gesicherter-Weide;art1060,5149033

Offizielle Statistik Sachsen: http://www.wolfsregion-lausitz.de/index.php/schadensstatistik

Das Imagepflege/Propaganda "pro-Wolf" betrieben wird, wird in jedem Fall bitter nötig bleiben.

Der Artikel aus dem Merkur ist schwach!

"Wir haben heute einen durch und durch positiven Begriff von Natur. Natur steht für Erholung, Regeneration, Gesundheit. Als der Mensch noch um sein Überleben kämpfen musste"

Das sagt nichts anderes aus, als dass wir heute eine weichgespülte, realitätsferne Sichtweise der Natur haben. Man muss sich nur mal bei Starkwind an einem Grat aufhalten. Dann merkt man woher der Wind weht, nämlich wenn man nicht den Naturgewalten aus dem Weg geht, wird man in ein paar Stunden vernichtet.

Und bei dieser naturfernen weichgespülten Sicht durch die Brille von Unwissenheit und romatischer Verklärung wird aus dem aggressiven, blutrünstigen Wolf mal eben schnell ein Kuscheltierwolf.

"Daher hatte man Angst vor ihm und erzählte sich blutrünstige Geschichten über seine Gräueltaten, die meist der Fantasie entstammten."

Er hätte sich besser mal die Berichte der blutigen "Overkills" (Wölfe töten alles was sie können, nicht nur was sie essen wollen) nur aus Deutschland durchgelesen, und aus dem Rest der Welt.

"Das ist absoluter Unsinn. Obwohl wir es alle in den Romanen von Jack London anders gelesen haben, sind keine Fälle bekannt, in denen Wölfe von sich aus Menschen angegriffen haben."

Naja. http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/2002.Review.wolf.attacks.pdf

"Wie haben es arme Schafszüchter in den vergangenen Jahrhunderten, in denen es in Europa von Wölfen nur so wimmelte, geschafft, Ihre Herden zu schützen? Damals gab es noch keinen Ausgleichsfond..."

Nun, in den vergangenen Jahrhunderten, als man naturnäher lebte, und den Wolf kannte, da kämpften die Schäfer mit Hunden und Waffen und unter Einsatz ihres eigenen Körpers gegen wilde Tiere. Darüber hinaus war es Konsens in der Gesellschaft, dass der Wolf eine Bedrohung ist. Er wurde nicht zufällig zurückgedrängt und ausgerottet. Denn das war damals der Weg seine Herden zu schützen. Er wird mit seinem Zynismus sicher keine Herden von irgendwelchen Landwirten verteidigen. Allgemein brauchen uns solche Kollateralschäden ja auch nicht zu stören, wir sind ja keine Schafhlater, nicht wahr.

Es wird sich weiter herausstellen, dass die Mär vom lieben Wolf eine Mär ist. Allerdings wer das wissen will konnte es schon lange wissen.

Der Artikel ist wirklich schwach.

(Quelle der Zitate in Anführungszeichen: http://www.merkur.de/leben/tiere/dr-alexander-pschera-so-koennen-mensch-und-wolf-in-bayern-zusammen-leben-6218858.html)
« Letzte Änderung: 19. Mär 2016 - 23:23 Uhr von DonaldDuck »
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Offline kalle

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Wolf tappte im Tannheimer Tal in Fotofalle
« Antwort #14 am: 07. Dez 2017 - 14:09 Uhr »
Wolf tappte im Tannheimer Tal in Fotofalle

Nun ist es Fakt, auch für die Experten vom Tiroler Jägerverband, die das Foto ausgewertet haben. Die Fachleute gehen mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um einen Wolf handelt und nicht um einen wolfsähnlichen Hund.
« Letzte Änderung: 07. Dez 2017 - 14:27 Uhr von kalle »
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Offline Lampi

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Re: Wolf
« Antwort #15 am: 07. Dez 2017 - 18:38 Uhr »
Sehr gut. Jemand schon mal probiert wie Wolf schmeckt?
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