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"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)  (gelesen 2337 mal)

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Wagner Alex

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Wieder mal etwas aus der Lokalpresse:
http://www.meinbezirk.at/kaisers/magazin/schwieriger-bergrettungseinsatz-d500658.html

Erinnert mich irgendwie an eine "Es war einmal..." Geschichte  ;)

Vlt. kann man ja "In der Stube" einen Thread einrichten, in welchem man Forumsgebiet-bezogene Zeitungs-, Internetberichte, etc. posten kann? Oder passt "Off-Topic"?

Gruß,
Alex


PS: Von mir aus muss nicht jedes Mal aufs Neue über Sinn oder Unsinn solcher Aktionen diskutiert werden. Ich verlinke dies eigentlich nur, da ich mir denke, dass dies den einen oder anderen interessiert...
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Offline bergler1962

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #1 am: 08. Mär 2013 - 11:35 Uhr »
Da weist nicht ob  :o ;D oder  :no(  :ohmann: sollst...
Leichtsinnig und Glück gehabt
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Offline sven86

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #2 am: 08. Mär 2013 - 16:20 Uhr »
Glück gehabt, aber bringt ja wenig da noch weiter draufzuhauen.

Was mich an der Stelle aber mal interessieren würde:

"„Auf gut Glück“ wurden sie von der Einsatzleitung per SMS aufgefordert die GPS-Daten ihres Standortes aus ihrem modernen Mobiltelefon auszulesen und an die Einsatzleitung zu senden. "

Mit klassischen Handys, also Nicht-Smartphones geht das aber nicht oder? Kann denn nicht auch der Standort direkt festgestellt werden, wenn man mit dem Handy anruft? Wäre mal interessant zu wissen wie da technisch vorgegangen wird, damit man sich dann auch optimal verhalten kann.
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Offline Flo

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #3 am: 08. Mär 2013 - 16:56 Uhr »
Mit klassischen Handys, also Nicht-Smartphones geht das aber nicht oder? Kann denn nicht auch der Standort direkt festgestellt werden, wenn man mit dem Handy anruft? Wäre mal interessant zu wissen wie da technisch vorgegangen wird, damit man sich dann auch optimal verhalten kann.

Bei Handys ohne GPS kannst du soviel ich weiß lediglich eine Position festlegen, indem man schaut in welcher Funkzelle das Handy gerade eingeloggt ist.
In Stadtgebieten bzw. Empfangstechnisch gut ausgebauten Gegenden hat man so einen ungefähren Anhaltspunkt, in den Bergen ist die Sache anderst.
Im vorliegenden Fall wars ja so, dass die Bergwacht ja schon schreie gehört haben, also eine grobe Richtung wussten, da hätte die Funkzellenortung dann auch nicht mehr viel gebracht.
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Offline Snowfinchen

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #4 am: 08. Mär 2013 - 18:22 Uhr »
Das mit der Funkzelle isch in den Bergen wirklich ein kleines Lottospiel  :(
Jedoch gibt es bei der Polizei ein Projekt, bei dem die Mitarbeiter in ihrer Freizeit - vorausgesetzt sie gehen in die Berge - insgesamt sechs Handys mitnehmen können. Der genommene Weg wird aufgezeichnet und ein Abgleich mit sechs (?) Handynetzen gemacht .... so kann im Vermisstenfall und falls in dem Bereich bereits einer unterwegs war das Gebiet besser eingegrenzt werden.

Daneben gibt es die Möglichkeit mit einem IMSI-Catcher ein Handy zu orten. Das Handy muss jedoch in diesem Fall an sein und das Ganze macht nur Sinn unter Hubschraubereinsatz. Was im vorliegenden Fall offensichtlich auf Grund der Gegenheiten nicht mehr möglich war ...

Fazit: Zum Glück mal wieder für alle Beteiligten - auch die Retter - alles gut ausgegangen!
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Offline kalle

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #5 am: 09. Mär 2013 - 00:25 Uhr »
Vlt. kann man ja "In der Stube" einen Thread einrichten, in welchem man Forumsgebiet-bezogene Zeitungs-, Internetberichte, etc. posten kann? Oder passt "Off-Topic"?

Off-Topic passt genau :-L)
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Offline Kristian

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #6 am: 10. Mär 2013 - 18:34 Uhr »
Abgesehen davon, dass so ein Vollmondeinsatz durchaus cool sein kann (davon erzählt man dann immer wieder gerne) fragt man sich, wegen welchem Mist heut zu Tage schon die Rettung gerufen wird.  Wenn man ohne entsprechende Ausrüstung irgendwo hinunter fährt muss man halt auf die Karte schauen, wo man hin fährt oder wieder hinauf stapfen, bzw. in einer Schneehöhle biwakieren.  In meiner Jugendzeit, als der Alpenverein noch ein Verein für klassisches Bergsteigen war, haben wir die Situation auch geübt.
Zitat
Über Handy erhielten sie von einem Bekannten ferndiagnostisch die Information, dass sie einfach den Abfahrtshang aufsteigen sollten, um so zum Ausgangspunkt zu kommen. Der zweite fatale Fehler der Unwissenden.

Warum Fehler. 3 Personen die sich zu Fuß im Pulverschnee abwechseln, sollten ca. 200 hm pro Std. schaffen. Damit wäre in zwei bis drei Std. das Valfagehrjoch erreicht. Bei Vollmond spielt dabei auch die Uhrzeit keine Rolle. Eine Vollmondabfahrt hinab nach St. Anton wäre wikrlich cool gewesen.
Zitat
Rasch gelang es ihnen die Verirrten oberhalb der Felsabfälle im „Gamskar“ im Auslauf der Bacherspitze auszumachen. Dorthin hatten sich die Opfer zwischenzeitlich durch Abfahren bzw Abrutschen begeben. Leichtsinnig waren die Schneesportler sogar über einen ausgesetzten Felsabbruch in eine Felsnische abgerutscht, von wo sie weder vor noch zurückkamen


Über diesen Weg sind sie nicht heruntergekommen, sie hätten einfach nur dort hinaufsteigen müssen, wo sie abgefahren sind.
Zitat
Trotz Vorkehrungen seitens der Arlberger Bergbahnen müssen während der Wintersaison im Almajurtal mehrmals auf „Irrwege“ geratene Wintersportler aus aller Herren Länder – meist durch leichtsinniges Unterschätzen der topografischen Lage – von der Bergrettung Steeg-Kaisers geborgen werden

Das führt dann dazu, dass man wieder Verbote fordert, die dann auch die treffen, die sich verantwortungsvoll abseits der Piste bewegen. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass mindestens das halbe Skigebiet im "Land der Bergsteigerverbote" liegt. Am Vallugagipfel ist es ja schon so weit. Nur in Begleitung eines Bergführers, darf man die Ski mit auf den Gipfel nehmen. :down:. Das ist zumindest am Arlberg gleichbedeutend mit"sich in gefährliches Gelände begeben", da man ja dann für unberührten Powder bezahlt hat.
http://www.google.de/search?q=lech+geborgen+vol.at&rls=com.microsoft:de:IE-SearchBox&ie=UTF-8&oe=UTF-8&sourceid=ie7&rlz=1I7SUNA&redir_esc=&ei=58I8UbqwFcfntQaQmIDYCQ

Scheint aber der ganz normale Wahnsinn zu sein. Im Prinzip zum Kotzen die Vollkaskomentalität.  Man fährt völlig hirnlos ins Gelände und ruft die Rettung, weil man zu faul ist, vielleicht ein zwei Std. wieder zurück auf die Piste zu steigen, wenn man sich verfahren hat.

Will man nicht wieder aufsteigen, wäre halt ein Talhatscher nach Kaisers die Alternative. Zurück dann mit Gaunertaxi Feurstein.

50,--  € für 11 km das hieße dann für die drei  ca. 550 ,--€ für die 122 Straßenkilometer zurück nach St. Anton. Teuer zwar, aber billiger wie ein solch unnötiger Einsatz

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Offline Bergfex33

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Re:"Schwieriger Bergrettungseinsatz" im Almajurtal (Feb. 2013)
« Antwort #7 am: 10. Mär 2013 - 22:46 Uhr »
Völlig richtig.
Das ist die Mentalität, die mir auch schon lange auf den Keks geht.
Ein bißchen Versteigen, und man ruft die Bergrettung.
Das ganze sollte viel teurer gestaltet werden, wenn keine akute Gefahr gegeben ist.

LG
Bergfex
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