Kontrollen am Schrecksee  (gelesen 900 mal)

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Offline eddyoy

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Kontrollen am Schrecksee
« am: 11. Aug 2017 - 20:20 Uhr »
Heute wieder Polizeikontrolle am Schrecksee. Anzeigen erstattet und Bußgelder verhängt.
Artikel unter www.all-in.de
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Offline Andi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #1 am: 11. Aug 2017 - 21:47 Uhr »
Man kann es auch übertreiben. Einfach nur mit dem Schlafsack hinlegen und pennen ist doch kein Umweltverbrechen.

Wenn sie nur mal mit gleicher Entschlossenheit gegen Ackergifte (80% der Insekten in Bayern im Bezug auf das Jahr 1982 existieren nicht mehr), Einfuhr von vergiftetem Genfutter für die Tiermast, Tierfabriken mit hochproblematischen oft medikamentenbelasteten Abwässern, Verklappung von unserem Müll im Meer bzw. dessen fachgerechte Entsorgung in Schwarzafrika, problematische Zunahme von Flugverkehr, Flächenverlust durch immer mehr Fabriken usw. vorgehen würden.

Meiner Meinung nach zeigt dieser Aktionismus nur die völlige ideologische Vermessenheit und die Hilflosigkeit unserer Obrigkeiten angesichts unserer tatsächlichen Umweltprobleme und der globalen ökologischen Verwahrlosung, auf die wir unaufhaltsam zusteuern, auf.

Offline Lampi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #2 am: 12. Aug 2017 - 14:10 Uhr »
Wg. des Artikels:
1. Was ist "früher Morgen"?
2. Für Leute, die dort Party machen und alles versauen, sind 300 Oiro zu wenig.

@Andi: Dem ist nixxx hinzu zufügen.
« Letzte Änderung: 12. Aug 2017 - 14:13 Uhr von Lampi »
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Offline Bergfex33

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #3 am: 12. Aug 2017 - 18:07 Uhr »
Ich bin letztes Jahr mal an einem Freitag recht spät runter, frage nicht was da noch schwerst beladen hoch ging.
Also ich hab mich echt gefragt wo die noch alle hin wollen, jetzt weiß ich es  ;)
Heute stand noch ein Artikel über diese Problematik in der Allgäuer Zeitung, da werden sogar die Zaunpfosten rausgerissen und am Lagerfeuer verbrannt.
Der Hirte da oben ist ziemlich angefressen über diese zunehmende Ausartung.

Also ich finde alles in Maßen, nichts gegen Biwakieren am See, aber rausgerissene Zaunpfosten, lautstarke Partys und Abfall in rauhen Mengen, das geht gar nicht.
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Offline Andi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #4 am: 15. Aug 2017 - 12:35 Uhr »
So sieht die Umweltpropagande im Weltbild der CSU aus:

Mit etwas Umweltaktionismus schlachtet man dieses Schrecksee - Thema aus. So kann man den dummen Wählern ein gutes Gewissen machen und u. A. auf der anderen Seite des Illertals hektarweise intakten Bergwald roden, platt planieren, Kunstschneeseen anlegen, zahlungskräftiges, mit dicken SUVs anreisendes Publikums anlocken und die Natur kurzfristig noch ein paar Jahrzehnte kapitalistisch ausschlachten, bis der Klimawandel auch am Riedberger Horn keinen planbaren Wintersport mehr zulassen wird, der sich im kurzlebig - kapitalistischen CSU - Weltbild amortiersiert. "Umweltschutz" immer dann, wenn er den kurzlebigen CSU - Kapitalismus nicht beschneidet. Die Gleichen, die sich über diese Camper aufregen, setzen sich glechzeitig z.B. für das Liftprojekt am Riedberger Horn ein. Wie passt das zusammen?

Schade, dass diese Politiker sich in 50 - 100 Jahren in einer ökologisch verwahrlosten Welt nicht mehr auf die eigene Schulter klopfen können werden und sagen: "Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, denn immerhin haben WIR die im Schlafsack auf einer Kuhwiese pennenden Umweltfrevler vom Schrecksee vertrieben."

« Letzte Änderung: 15. Aug 2017 - 14:47 Uhr von Andi »
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Offline Kauk

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #5 am: 15. Aug 2017 - 18:47 Uhr »
Andi du darfst eins nicht vergessen...Übernachten ist am Schrecksee und in den Allgäuer Hochalpen verboten, so steht es in den Paragrafen. Niemand außer der König dürfte sich darüber erheben.

Dagegen ist am Riedberger Horn alles streng nach Vorschrift verlaufen, das Projekt wurde vom  bedeutenden Gemeinderat beschlossen und der Alpenplan vom Hofnarr des Königs nach dessen huldvoller Entscheidung offiziell außer Dienst gestellt. So und nicht anders gehen gottgewollte Projekte ihren geregelten Gang.

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Offline Lampi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #6 am: 16. Aug 2017 - 12:50 Uhr »
Vorsicht

Der Staatsschutz liest überall mit.

Wer auffällt, fällt der heiligen Inquisition anheim!
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Offline Kristian

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #7 am: 16. Aug 2017 - 17:49 Uhr »
Zitat
Dort aber ist das Campen und Biwakieren generell verboten, wie im gesamten Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Einzige Ausnahme: Notbiwaks von Bergwanderern oder -steigern, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr weiterkommen.

Der Artikel tendiert in Richtung Lügenpresse! Wohl, weil das ganze Biwakthema tonagebenden Kreisen einfach ein Dorn im Auge ist.

Die Verordnung zum Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen verbietet das Biwakieren nicht im felsigen oder felsnahen Bereich.


Zitat
Im Naturschutzgebiet ist es gemäß Art. 7 Abs. 3 Satz 2 Halbsatz 2 BayNatSchG verboten:......... zu zelten oder außerhalb felsiger oder felsnaher Bereiche zu biwakieren;.


Qualitätsjournalismus sieht anders aus.


Mit einer guten Isomatte auf der Staumauer oder der Kiesfläche vor der Hütte (felsnah im Sinne der Bodenbeschaffenheit) hätte es nichts gebraucht. Außer vielleicht einer lästigen Diskussion.

@Andi: Veröffentlich doch deinen Beitrag auch im Gipfelbuch.ch. Dort wird er mit Sicherheit auch von den Kreisen gelesen, die du auf diesen ganzen Widerspruch hin, erreichen willst.


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Offline nuddy

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #8 am: 17. Aug 2017 - 13:54 Uhr »
Meine 2 Cent: Ich möchte nur betonen - es ist dort keine fantastische ursprüngliche natürliche Ecke dort, (obwohl schön mit den umliegenden Bergen) - es ist eine Kuhwiese! So ähnlich wie mir jemand einmal gesagt hat, ich sollte nicht abkürzen (normalerweise korrekt) - nur es war eine total von den Kühen ruinierte Ecke!
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Offline Andi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #9 am: 18. Aug 2017 - 21:47 Uhr »
Heute ein Leserbrief zu dem Thema in der Zeitung. Einerseits hat die Leserbriefschrieberin durchaus recht, wenn sie sich über den Müll über den Bergen und verbrannte Zaunpfähle ärgert. Andererseits ist es bedauerlich, dass nun diejenigen bestraft wurden (300 €), die vermutlich mit dem Vandalismus gar nichts zu tun hatten und einfach nur brav auf der Kuhwiese gepennt haben und hoffentlich keinen Müll hinterlassen haben.

Wenn z.B. die Parkplatzgebühren auch an heimischen Badeseen direkt in Müllbeseitigung, Sauberkeit und Umweltschutz investiert würden, dann würde ich auch deutlich lieber bezahlen.

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