Kontrollen am Schrecksee  (gelesen 862 mal)

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Offline Kauk

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #10 am: 31. Aug 2017 - 23:19 Uhr »
Auch ich habe die massiven Spuren der Verwüstung gefunden, die die Wildcamper hinterlassen haben 8) Oder waren das etwas gar nicht die bösen Wildcamper  :o. Macht euch im Anhang selbst ein Bild!



Das Video aus 2016 ist auch ganz geil...von 85 Rindern wird berichtet. Die vergraben zum Glück ihre Ausscheidungen :bravo Aber der böse Wildcamper verrichtet einfach überall seine Notdurft :no(

2017: Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es bereits mind. 100 Rinder am Schrecksee.

Offline Lampi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #11 am: 01. Sep 2017 - 08:56 Uhr »
... Pfadfinderjugend ...
Von dem mal abgesehen, dass das eine Tautologie (weißer Schimmel) ist.

Auch wenn meine aktive Zeit in der Bewegung schon seit 3 Jahrzehnten vorbei ist, möchte ich das nicht auf ihnen sitzen lassen.

Wir waren eigentlich immer wild im Wald unterwegs. Aber schon bevor es die Grünen gab, legten wir größten Wert darauf, keinen Müll zu hinterlassen. In stehende Gewässer sind wir uns nur ohne Seife rein. (altersbedingt haben wir uns ohnehin eher selten gewaschen.)

Oberhalb der Waldgrenze gab es nur den (Spiritus-) Kocher, Lagerfeuer nur weit weg vom Wald, nicht in Senken (aus Eigeninteresse) aber auch nicht an exponierten Stellen. Und das war nur so, dass man darauf kochen konnte, nicht, um die Landschaft auszuleuchten.

Wir waren die älteste Umweltschutzbewegung, auch schon, als es dieses Wort noch nicht gab.
« Letzte Änderung: 01. Sep 2017 - 08:58 Uhr von Lampi »
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Offline Zwack

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #12 am: 01. Sep 2017 - 09:14 Uhr »
Zitat
von 85 Rindern wird berichtet. Die vergraben zum Glück ihre Ausscheidungen :bravo Aber der böse Wildcamper verrichtet einfach überall seine Notdurft

Kauk, von Dir hätte ich eigentlich so eine Äusserung nicht erwartet.

Die Situation am Schrecksee ist für Natur, Ökosystem und die Alpwirtschaft einfach nur katastrophal. Hier kommen (sorry) irgendwelche Großstädter, die mal im Freien übernachten wollen, ohne Sinn und Verstand für Berge und Umwelt, versauen und vermüllen alles und ziehen damit alle anderen mit in den Dreck. So gehts einfach nicht.

Eine Bekannte, die letztes Jahr auf der Willersalpe gearbeitet hatte, erzählte mir von einem Pärchen, dem man schon an der Ausrüstung ansah, daß sie wohl zum ersten Mal im Outback unterwegs waren, die abends ankamen und nachfgragten, wo es denn zu diesem Schrecksee ginge (wohlgemerkt: an der Willers!). Sie wurden dann höflich darauf hingewiesen, daß das für sie wohl noch 4 Stunden Marsch über die Berge bedeuten würde, worauf sie wieder zurück ins Tal seien.

Das zeigt doch, was sich da am Schrecksee alles "rumtreibt"...

Daß auch Weidevieh die Grasnarbe beschädigt, ist unbestritten. Der Nutzen der Beweidung (ja, auch für die Besitzer der Kühe) für die Natur da oben überwiegt aber ja wohl. Und wer sich über Kuhfladen in den Bergen mokiert, bleibt besser in der Stadt.
« Letzte Änderung: 01. Sep 2017 - 11:30 Uhr von Zwack »

Offline Kauk

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #13 am: 01. Sep 2017 - 15:02 Uhr »
Kauk, von Dir hätte ich eigentlich so eine Äusserung nicht erwartet.

Die Situation am Schrecksee ist für Natur, Ökosystem und die Alpwirtschaft einfach nur katastrophal. Hier kommen (sorry) irgendwelche Großstädter, die mal im Freien übernachten wollen, ohne Sinn und Verstand für Berge und Umwelt, versauen und vermüllen alles und ziehen damit alle anderen mit in den Dreck. So gehts einfach nicht.

Eine Bekannte, die letztes Jahr auf der Willersalpe gearbeitet hatte, erzählte mir von einem Pärchen, dem man schon an der Ausrüstung ansah, daß sie wohl zum ersten Mal im Outback unterwegs waren, die abends ankamen und nachfgragten, wo es denn zu diesem Schrecksee ginge (wohlgemerkt: an der Willers!). Sie wurden dann höflich darauf hingewiesen, daß das für sie wohl noch 4 Stunden Marsch über die Berge bedeuten würde, worauf sie wieder zurück ins Tal seien.

Das zeigt doch, was sich da am Schrecksee alles "rumtreibt"...

Daß auch Weidevieh die Grasnarbe beschädigt, ist unbestritten. Der Nutzen der Beweidung (ja, auch für die Besitzer der Kühe) für die Natur da oben überwiegt aber ja wohl. Und wer sich über Kuhfladen in den Bergen mokiert, bleibt besser in der Stadt.

Ich sage ja nicht dass dort oben alles vermüllt werden soll.
Was mich einfach stört ist, dass diejenigen die dort oben auch einfach vernünftig übernachten (ob jetzt erlaubt oder nicht) und nichts hinterlassen als evtl. doch mal die eine oder andere Ausscheidung (wer noch nie in den Bergen gepinkelt hat, werfe den ersten Stein...), alle über einen Kamm geschoren und verteufelt werden! Und die Ausscheidungen von 100 Kühen sind wohl ökologisch wesentlich kritischer zu sehen, als die von 20 Menschen die dort übernachten! Alles aus den Hängen wird in den See gespült, da würden mich mal die Wasserproben interessieren. Mich stört der Kuhfladen nicht, im Film beschweren sich die Protagonisten halt, dass die Menschen dann dort in der freien Natur ausscheiden...

Da steht ein Henning Werth und nickt alles ab...zum Schutz der armen Vögel...als ob die nicht davonfliegen, wenn eine Herde von 100 Kühen über die Wiese zieht. Ich vermute auch einfach mal, dass Kühe nicht auf Nester achten, der eine oder andere Übernachtungsgast würde sein Lage aber verlegen, wenn er auf ein Nest stößt.
Und das die Gämsen dort nicht zu sehen sind liegt an ihrem Fluchtinstinkt, der durch Jagddruck erzeugt wird. Dies den Wildcampern und Wanderern anzulasten ist lächerlich.
Der nichtbejagte Steinbock hat diesen Instinkt nicht, der bleibt ruhig liegen bis man kommt und macht dann einige Schritte zur Seite.

Von dem mal abgesehen, dass das eine Tautologie (weißer Schimmel) ist.

Auch wenn meine aktive Zeit in der Bewegung schon seit 3 Jahrzehnten vorbei ist, möchte ich das nicht auf ihnen sitzen lassen.

Meine angehängten Bilder sind natürlich die pure Ironie (mir fiel einfach niemand anderes ein, der ein großes Zeltlager veranstalten könnte ;) ) und hinter der stehe ich auch voll. Nur wenn man sich diese Schäden für Flora und Fauna anschaut, da kann man doch nicht einfach sagen jemand der übernachtet ist böse und die Kühe sind gut, weil sie das Gras kurzweiden und damit evtl. Lawinenschäden verhindern. Wenn solche Spuren unterhalb der Älpelespitze bspw. durch Unwetter rückschreitende Erosion verursachen, wandern die Schäden die Flanken hinauf und diese werden nach und nach abgeschwemmt...das gelingt keinem Wildcamper!

Würde in diesen ganzen Berichten ein kritisches Wort zum Thema Be- oder Überweidung erwähnt, ich würde damit gar kein Problem haben und würde mich über die ausgewogene Berichterstattung freuen. So ist es halt nur Lobbyarbeit für bestimmte Klientel, die die Menschen in den Bergen am liebsten nur im Bus zwischen Hinterstein und Giebelhaus bzw. dort im Biergarten hätten.

Offline Lampi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #14 am: 01. Sep 2017 - 16:47 Uhr »
Entschuldige, mir ist die Ironie entgangen.
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Offline Lampi

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #15 am: 01. Sep 2017 - 16:53 Uhr »
Weil ich immer erst 1-2 Stunden nach dem Frühstück kacken kann (dann aber auch muss), ist es bei mir auch bei Hüttenübernachtung üblich, dass ich irgendwo am Wegesrand (d.h. ein paar Meter daneben) eineN NegerIn abseile. 
  • Bin ich deswegen auch böse?
  • Wenn nein, was ist der Unterschied zwischen meinem Haufen und dem Haufen derer, die draußen genächtigt haben?
  • Vielleicht, weil deren Haufen gleich haufenweise auftreten?
  • Wenn ja, was soll ich sonst machen?
« Letzte Änderung: 11. Sep 2017 - 10:41 Uhr von Lampi »
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Offline servus

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #16 am: 02. Sep 2017 - 08:00 Uhr »
Unangenehm bei der ganzen Sache sind vor allem die danach herum liegenden Zellstofftücher, auch wenn diese als weiß leuchtende Warnzeichen dienen. Am besten wäre es, alles so gut es geht zu vergraben. Mit einem Ast/Zweig ausheben, mit dem Schuh zuschieben.
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Offline Kristian

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Re: Kontrollen am Schrecksee
« Antwort #17 am: 12. Sep 2017 - 17:50 Uhr »
Leserbrief inkl. Bild mit falscher Behauptung. Biwakieren ist im felsigen und felsnahen Bereich erlaubt.

Biwakieren gehört zum Bergsteigen dazu. Punkt!
Müll zurücklassen und Sachbeschädigung natürlich nicht.


Zu dem von Kauk verlinktem Video:
Mich würde interessieren, ob ein Schutzgebietsbetreuer und ein Hirte auch am Tag nach einem Viehscheid gemeinsam über den Scheidplatz gehen, um sich in schöner Einigkeit über den zurückgelassenen Müll zu empören?

Ob diese Einigkeit auch noch da ist, wenn mal wieder ein Wolf durchs Allgäu streift :-) ??


Mich stört, wie intensiv das Thema durch die Medien gepeitscht wird, wieviel falsche Behauptungen (Biwakieren  grundsätzlich verboten; Berge von Müll, Nachtruhe der Tiere gestört) verbreitet werden und jeder der mal eine Nacht auf einem Berg verbringt als potentieller Umweltsünder dargestellt wird. Ebenso wie in angesichts anderer Umweltzerstörungen hier mit einem anderen Maß gemessen wird.
« Letzte Änderung: 12. Sep 2017 - 21:37 Uhr von Kristian »
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