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dies & das => Stammtisch [Off-Topic] => Aus der Presse (Forumsgebiet) => Thema gestartet von: kalle am 28. Mai 2016 - 12:21 Uhr

Titel: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 28. Mai 2016 - 12:21 Uhr
„Wir werden ständig nur mit irgendwelchen Argumenten wie ,das entspricht nicht dem Gesetz‘, ,die Lärmpegelmessungen geben nichts her‘, ,es ist EU-Gesetz‘ oder ,da kann man nichts machen‘ abgespeist. Das kann es doch nicht sein!“
Hans Dreier, Bürgermeister Weißenbach

Schon im Vorfeld wurde bei diversen "Motorradgipfeln" und Bürgermeisterkonferenzen nichts in dieser Angelegenheit erreicht. Dem "Beamtenweg" wurde eine klare Absage erteilt, nun müssen die Bürgermeister mit den Politikern eine Lösung aushandeln.

Dreier rief nun die betroffenen Gemeindechefs sowie Vertreter aus Tourismus und Regionalentwicklung zusammen:
„Fakt ist, dass Verkehrslärm auf Dauer krank macht. Und Fakt ist auch, dass den Regionen, die ja auch als Erholungsräume beworben werden, auf Dauer ein nicht unwesentlicher wirtschaftlicher Schaden entsteht – in Einzelfällen bis hin zur Existenzvernichtung...

 ...wir wollen vorerst die Motorradfahrer nicht aussperren. Aber wir werden es auch nicht länger dulden, dass unser Lebensraum von uneinsichtigen Bikern als Rennstrecke missbraucht wird...

...wir versuchen es zunächst mit Tafeln "Fahr leise, das ist ein Erholungsraum" - wenn sie also weiter hier fahren wollen, müssen sie auch Rücksicht auf die Bevölkerung nehmen“.


Günther Salchner, Geschäftsführer des Vereins Regionalentwicklung Außerfern (REA), zeigt sich eher skeptisch: „Mit Bewusstseinsbildung allein wird es nicht gehen. Da braucht’s knallharte Maßnahmen“. Salchner sieht die Region und ihre touristischen Ziele in einem echten Dilemma. "Hier braucht es ganz klare Weichenstellungen. Die Region muss wissen, was sie will und wohin sich der Tourismus entwickeln soll. Qualitätsvoller Wandertourismus oder Motorräder – beides funktioniert nicht".
Quelle: tt.com (http://www.tt.com/panorama/verkehr/11553856-91/da-brauchts-knallharte-maßnahmen.csp) (Artikel vom 28. Mai 2016)



Ein Beitrag in der TT vom 25. Mai 2016 behandelt die Sichtweise eines Anrainers: "Lärmterror startet von 0 auf 100" (http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/11537153-91/lärmterror-startet-von-0-auf-100.csp)

„Der Lärmterror startet immer von null auf 100. Und das kommende Wochenende mit dem Fronleichnamstag gibt die totale Katastrophe, wenn das Wetter schön ist“, meint Klaus Perl aus Bschlabs.



Dabei werden immer wieder Geschwindigkeitsbegrenzungen gefordert. Im Tannheimer Tal etwa 80 km/h und in Pfafflar die 50 km/h im Ortsgebiet. Ich persönlich glaube nicht, dass diese Beschränkungen zum Ziel führen werden. Diejenigen welche sich jetzt bei Tempo 100 schon nicht an die Begrenzung halten, werden es mit Sicherheit schon gar nicht bei 80 km/h tun.

Da ich selbst sehr oft auf den Straßen im Außerfern unterwegs bin, kann ich die Worte von Dreier nur bestätigen: Viele sehen die genannten Strecken als "Rennstrecke". Wer an einem schönen Wochenende etwa den Gaichtpass befährt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine oder gar mehrere haarsträubende Fahrmanöver durch uneinsichtige Biker erleben. Die Pressemeldungen aus dem Bezirk in den Sommermonaten sprechen da ja eine mehr als deutliche Sprache.

Natürlich sind es "nur" wieder die schwarzen Schafe, die den Ruf einer ganzen Gruppe in Misskredit bringen. Das aber gehörig!



Was mir aber nicht ganz klar ist:


Vielleicht wurde der ganze Exekutiv-Apparat aber auch schon, ähnlich wie in Deutschland, einfach nur kaputtgespart???
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Schorsch_KFB am 28. Mai 2016 - 15:38 Uhr
Ich fahr selber Motorrad.

Ich kann nicht nachvollziehen, wieso Motorräder mit lauteren Auspuff-Rohren umgebaut werden dürfen, bzw. von Haus aus schon sehr laut sind. 110 Dezibel - ein No-Go! Ich selber hab keinen Umbau. Ich kann nicht sagen, ob meine Touring-Maschine besonders laut ist. Der Witz ist ja, dass man seine Maschine selber kaum hört. Eine besonders laute Maschine ist also nur für die passiv Anwesenden laut, für den Fahrer beim Fahren gar nicht und beim Stehen nur zum Angeben. Lösungsansatz dafür kann eigentlich nur sein, die max. Dezimalzahl Lautstärke der Maschinen zu beschränken.

Eine weitere Lösung sind Geschwindigkeitsbegrenzungen. Kein Mopedfahrer fährt 50 im zweiten Gang, nur das laut is. Die Strecke Kaufbeuren-Biessenhofen wurde auf Tempo 70 nur für Motorrad-Fahrer reduziert und ich find das in Ordnung. Dann redziert man das Tempo am Gaichtpass, Hahntennjoch und Namlos-Straße halt auf 50 für Moped.

Was auch noch helfen würde: Fahrverbote in eine Richtung. Viele Moped-Fahrer fahren nämlich die Namlos-Straße bis Kelmen, drehen um und fahren wieder zurück. Ich finde das ein Unding. Weil so hat man gleich auf einen Schlag mehr Verkehr. Kesselberg-Straße am Walchensee wurde z.B. für Motorradfahrer in eine Richtung gesperrt, um das Umdrehen der I*dio*ten zu verhindern. Großer Aufschrei in der Zweirad-Gemende, aber wer nicht hören will muss fühlen.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 28. Mai 2016 - 15:54 Uhr
Eine weitere Lösung sind Geschwindigkeitsbegrenzungen. Kein Mopedfahrer fährt 50 im zweiten Gang, nur das laut is.

Da hab ich mich im Ausgangsposting etwas unklar ausgedrückt - im normalen Fahrbetrieb wird sicher kein Motorradfahrer extra in einem niederen Gang fahren - aber während den Überholvorgängen (Biker bleiben in den seltensten Fällen hinten, weder im Fließverkehr und schon gar nicht vor Ampeln!)  ;)
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Peti am 28. Mai 2016 - 22:24 Uhr
Hm, sehr sehr schwierig, ich fahr auch Motorrad (BMW 800G/S) und möcht mich hier nicht ausnehmen.

Mich stört es auch wenn ich oben am Hantenjoch, Namlos oder Lecht´l auf einem Gipfel sitz und nur den Krach von unten habe.
Hier kann ich auch die Anwohner sehr gut verstehen. Ich bin am Freitag nach Häselgehr zu meinem Spezi gefahren und wir sind dann im Garten gesessen... was da so an Kolonnen durch den Ort fährt, ich wäre auch für eine Straßensperre.

Allerdings sind es nicht nur Biker welche die Straßen verstopfen und Abgase und Lärm verursachen.
Ebenso sieht man sehr häufig ganze Marken-Ausflüge von Oldtimer- bis Porsche-Club usw. oft auch CH - Tagesausflügler welche den Billigen Euro nutzen. Also nicht nur die Biker!

Abhilfe?: event. Freigabe für Besucher usw. aber das lässt sich sicher nicht machen, was etwas bringen könnte ist die Passstraßen (50) und Lechtal (80-70) wirklich zu Limitieren, hier könnten die Schandis mit "Dauerpräsenz" was erreichen aber nicht mit nur einer Kontrollstelle (man darf sich nicht sicher sein das war die Stelle, jetzt wieder Gas...).
"Dauer" - da hier meist ein Urlaubs-Durchgangsverkehr herrscht. Es sind die wenigsten die Mehrmals auf und ab fahren, diese könnten nur durch Dauerpräsenz ihren Spaß verlieren.
Oft sind es auch Einheimische (oder aus der näheren Gegend) welche hier im 1-2-3 Gang rennen fahren das sollte auch nicht vergessen werden.

Ich persönlich habe mittlerweile ein ungutes Gefühl wenn ich sehe wie fahrlässig hier in den Kehren und auch anderen Unübersichtlichen Kurven die Geschwindigkeit und der Gegenverkehr unterschätzt wird. Siehe auch die vielen Toten letztes Jahr im Lecht´l., es wird heuer leider sicher nicht besser ablaufen.

Hier möcht ich auch mal die Feuerwehrler und Sanis erwähnen welche Wochenende für WE im Dauereinsatz sind und vielleicht auch was bessereres zu tun hätten als oft sehr leichtsinnigerweise verursachte Unfälle zu betreuen.

Selbst nutze ich das Bike oft um in die Berge zu fahren, Koffer ran und dann Klamotten Wechsel...

Und touristisch denk ich bringen die vielleicht 5% Biker welche Einkehren nicht viel aber auch der ganzer Tages- Durchgangsverkehr insgesamt ist touristisch unrelevant.

So das war jetzt mal meine Meinung...
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 29. Mai 2016 - 10:37 Uhr
Bitte keine Beschwindigkeitsbeschränkungen für Autofahrer. Es gibt so schon genug Schleicher die voller Todesangst sind wenn sie den Gaichtpass überwinden.

Motoraddfahrer sollen von mir aus auch rasen wie sie wollen, da wird jeder ohne Knautschzone selber einschätzen müssen was er sich zumuten will.

(Achtung / Ironie an) Mich stört es als Autofahrer wenig wenn ich einen Motorradfahrer rasiere der auf einem Pass in einer Kurve in meine Fahrbahn reinragt. Die Versicherung des Verblichenen wird mir den Schaden wohl ersetzen. Ärgerlich bleibt es natürlich. Es gibt halt nicht nur Motorradfahrer die in kurvigen Strecken zügig fahren. (Ironie aus)

Mit dem Lärm von Motorrädern finde ich eine boshaftige Frechheit.

Es passiert mir immer wieder das ich am Steuer zusammenzucke wie ein Affe, wo ich ganz zügig fahre und werde plötzlich von so einem Raser überholt, dass mir vom Schalldruck fast die Trommelfelle platzen. Zumal ich das Fahrerfenster eh immer offen hab.

Das muss technisch lösbar sein.

So ein Motorrad sollte nicht lauter sein als ein Auto, dieses Rumgeplatze ist für die Allgemeinheit nichts normales, nichts vertretbares, nichts akzeptables.

Existiert ein vernünftiger Grund warum ein Motorrad oder ein Auto besonders laut sein soll? Außer dass es ohne Zweifel ein besonderer exquisiter Spass ist als Bürgerschreck und Hingucker durch die Gegend zu donnern? Ich kann keinen Grund erkennen.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Chris am 29. Mai 2016 - 11:07 Uhr
Mir gehen die Motorradfahrer im Außerfern auch mächtig auf den Keks, und zwar einerseits wegen des Lärms, andererseits wegen der riskanten Fahrweise.

An Tagen mit gutem Wetter geht es im Sommer in Namlos mit dem Motorradlärm machmal schon um 7:00 Uhr los und endet erst am Abend. Ähnlich ist es in Holzgau.

Entgegen DonaldDucks Aussage stört es mich doch, wenn ich einen Motorradfahrer rasiere, denn es ist ja nicht davon auszugehen, dass es bei einem Zusammenstoß nur Blechschaden gibt. Ich möchte nicht wegen eines Rasers oder Überholers im Krankenhaus landen. Meinem Vater und mir sind schon mehrfach Motorradfahrer beinahe ins Auto gefahren, und das auf Straßen, wo auf der einen Seite der Abgrund war. Auf solche Erlebnisse kann ich gut verzichten.

Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich meine Wanderungen nach den Motorradfahrern plane. So fahre ich am Wochenende beispielsweise nicht mehr ins Bschlaber Tal. Traurig, dass es so weit gekommen ist.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: obadoba am 29. Mai 2016 - 15:59 Uhr
Schwierig, schwierig.

Die auffälligen Motorradfahrer sind m.E. meist die 'jungen Wilden' und die wird man mit Geschwindigkeitsbegrenzungen kaum zügeln können. Ich nehm mich da nicht aus, zu meinen Bike-Zeiten (Kawasaki GPSZ 1000 RX), die allerdings inzwischen auch schon knapp 20 Jahre her sind, haben mich Geschwindkeitbegrenzungen nicht im mindesten interessiert (Regeln? So ein Quark, die gelten nur für andere.). Und ich hielt mich für halbwegs vernünftig, inbesondere verglichen mit den anderen in der Clique.

M.E. würden Komplett-Verbote, z.B. bestimmte Strecken an Wochenenden und Feiertagen für Motorräder, für die Anwohner mehr bringen. Da müsste man aber wirklich überlegen, ob das den wirtschaftlichen Schaden für die Region wert ist. Wenn ich mir den Kiosk am Gaichtpass im Frühling so anschaue: Das sind mehr als 5%, die da auf motorisierten Zweirädern einkehren.

Was das Risiko beim schnellen Fahren angeht: Das ist wie beim Bergsport auch relativ. Was dem einen den kalten Angstschweiß auf die Stirn treibt, ist anderen ledlich ein erfreutes Lächeln wert. Riskant sind Leute, die ihr Fahrzeug nicht im Griff haben, sowohl die Autofahrer als auch die Zweiradfahrer.

Noch zum unqualifizierten Kommentar mit 'rasieren' (Sorry, Ironie kann ich trotz der Tags nicht erkennen): das wär schon ziemlich belastend. Nur weil einer jung und dumm ist, möchte ich ihn ungern im KH sehen. Ich kann mich auch nicht erinnern, schon mal unvermutet von einem Moped überholt worden zu sein. Man sollte auch in einem Auto stets wissen, was hinter einem los ist.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 29. Mai 2016 - 16:33 Uhr
Es würde mich auch belasten wenn ich jemanden sein letztes Röcheln vor meinen Augen röcheln sehe. Weil er die Kurve schneidet. Deswegen ist das sehr wohl ironisch, oder zumindest sarkastisch und nicht ganz ernst gemeint.

Allerdings ob ein Motorradfahrer der sich übernimmt jung oder einfach nur dumm still verreckt, weil er zum Glück niemanden anders mit gefährdet hat, das belastet mich gar nicht. Denn daran habe ich nichts aber auch gar nichts zu verantworten.

Vielleicht ist es sogar besser so für jeden Motorrad-Heizer der sich alleine totgefahren hat, denn er wird keinen anderen mehr rein reissen.

Du hast damals ja scheinbar einfach Glück gehabt mit deiner Dummheit und gewissenlosen Verantwortungslosigkeit.

zu meinen Bike-Zeiten (Kawasaki GPSZ 1000 RX), ... haben mich Geschwindkeitbegrenzungen nicht im mindesten interessiert (Regeln? So ein Quark, die gelten nur für andere.)

Genau von solchen Vögeln wie dir reden wir hier.

Und ich beobachte schon den nachfließenden Verkehr, deswegen spar dir deine dümmliche Kritik. Mehrfach hab ich es im Lechtal gehabt dass Leute ratz fatz an mir dran waren und wieder weg. Teilweise auch wenn man in einer Autoschlange ist, wo man die Leute überhaupt nicht rechtzeitig wahrnehmen kann um sich nicht zu erschrecken.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: servus am 29. Mai 2016 - 17:25 Uhr
... Genau von solchen Vögeln wie dir reden wir hier. ..

Wir?
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 29. Mai 2016 - 17:42 Uhr
Haben die anderen die sich zu diesem Thema hier melden nicht von rücksichtslosen Motorrad-Rasern geredet?

Exakt das, doch.

Falls nicht, ich spreche exakt von Leuten die sich so verhalten.

Oder fühlst du dich als Hobby-Ornithologe beleidigt?

Dann streich das "Vögel" und ersetz es durch "schnell fahrende und langsam denkende Motorradraser".
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 29. Mai 2016 - 18:43 Uhr
an alle Biker und Bike-Geschädigten

mir ist durchaus klar, dass dieses Thema jede Menge Sprengstoff zu beinhalten vermag  ;D

Trotzdem rufe ich auf, diese Detonationen so ruhig und sachlich wie irgend möglich ablaufen zu lassen  :-L)

Schönen Gruß
Kalle
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 29. Mai 2016 - 19:01 Uhr
Geht halt auch um Leidenschaften. Aber auch um Grundbedürfnisse wie in Ruhe wohnen und sich sicher fortbewegen.

Grundsätzlich respektiere ich Fahrradfahrer und Motorradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer und auch Anwohner und das ist auch das mindeste. Mehr oder weniger machen das auch alle so. Wenigstens grob. Und ich bin mir auch bewußt dass die Zweirädler ungeschützt sind und fahre deshalb nicht dicht auf und halte Abstand.

Kleine Reibereien und Scharmützel sind normal.

Hauptsache man sieht nicht ausschließlich sich selber, oder jedenfalls nicht zu oft oder zu krass.

Solange sich die Leute nicht bei Forchach mit 160 gegenseitig von der Straße abdrängen, und  nicht am Imbiß am Gaichtpass ihre Differenzen mit alten Motoradketten austragen ist doch gut. Und solange die Einheimischen keine Sprengfallen auslegen und nicht noch in ihren Träumen terrorisiert werden.

Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Frank72 am 29. Mai 2016 - 23:10 Uhr
Mit Rasern hab ich bisher keine Begegnungen gehabt. Aber ich wuerd mich gerne mal mit so ein paar der Laerm-Motorradler unterhalten, um sie zu fragen, ob ihr Schwanz so klein ist, dass sie glauben, das durch moeglichst laut knatternde Auspuffe kompensieren zu muessen. Wie bloed muss man denn sein, dass man sich besonders toll vorkommt, wenn man einfach nur unnoetigen Laerm macht? Kann da der IQ wirklich schon im zweistelligen Bereich liegen?  :no(

Ich bin ja nun oefters bei Vorderriss unterwegs, im Speibenkaes, im Fischbachl, am Graskoepfl oder juengst am Bruensteck. Kaum ist man irgenwo in einem verwinkelten Einschnitt oder oben knapp ueber den Grat drueber, kratzt man sich am Ohr, weil man Angst hat, ploetzlich taub geworden zu sein. Gott sei Dank summen noch ein paar Insekten oder zwitschern ein paar Voegel, so dass man doch noch wahrnimmt, dass man hoeren kann. Ansonsten umfaengt einen eine wunderbare Stille.

Kaum ist man aber wieder auf der anderen Gratseite, also in Sicht-/Hoerlinie der B307 und der Mautstrassen nach Wallgau und in die Eng, hoert man wieder 2 Dinge: ein leises, nicht stoerendes Rauschen einiger Autos. Und dazwischen, schon aus mehreren Kilometern Entfernung wahrnehmbar und immer lauter werdend, immer wieder so ein paar Volldeppen mit knatternden Laermmaschinen, die Ruhe und Frieden eines kilometerlangen Tals zerstoeren.

Und ja, an Fronleichnam war ich dort, und da ich schon um 6 Uhr am Parkplatz startete, konnte ich in angenehmer Stille bis hinauf und ueber den Grat steigen. Erst am spaeten Nachmittag so ab 16 Uhr war ich wieder in der Hoerlinie, und natuerlich: ein bescheuertes Motorrad nach dem anderen. Und da red ich nicht von normalen Motorraedern, die hoert man schon auch, aber nicht viel schlimmer als die Autos. Aber da war ein permanentes Knattern, Blubbern, Knallen zu hoeren. Einfach nur zum Kotzen!

Laermpegelbegrenzung ist hier das einzig sinnvolle. Soll mir mal jemand einen Grund dafuer nennen, wieso ein Motorrad lauter sein duerfen soll als technisch notwendig.

Dass die Bewohner von Fall und Vorderriss nicht die Bruecke absperren und jedem, der da angeknattert kommt, seine Maschine wegnehmen und in den Sylvensteinspeicher schmeissen, liegt vermutlich nur daran, dass die armen Leute schon alle taub geworden sind und den Laerm gar nicht mehr mitkriegen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: von mir aus duerfen jeden Tag hunderte Motorradfahrer durch den Isarwinkel fahren. Solange sie normale Motorraeder haben, die genau den Laerm machen, den sie zum Fahren nun mal machen muessen. Allen anderen wuensche ich Pest, Cholera und Kolbenfresser an den Hals!
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Lampi am 30. Mai 2016 - 00:19 Uhr
Mehrfach hab ich es im Lechtal gehabt dass Leute ratz fatz an mir dran waren und wieder weg. Teilweise auch wenn man in einer Autoschlange ist, wo man die Leute überhaupt nicht rechtzeitig wahrnehmen kann um sich nicht zu erschrecken.
Da hilft nur eins: Autotüren aufmachen. Natürlich nicht so spät, dass er nicht mehr anders kann als reinrasen, aber schon so spät, dass er zeigen muss, dass seine Bremse noch tut.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: FalscherHase am 30. Mai 2016 - 06:49 Uhr
Das mit der Autotüre ist äußerst gefährlich. Meine Geheimwaffe ist die Nebelschlussleuchte, die ich schon mal angemacht habe, wenn mir einer zu dicht aufgefahren ist. Quasi Bremslicht ohne zu bremsen... aber sicher nicht legal.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 30. Mai 2016 - 13:14 Uhr
Wenn mir jemand extrem dich auffährt ist das ist nicht mein Problem. Soll er sich stressen, ist mir egal.

Ich hab auch kein grundsätzliches massives Problem damit überholt zu werden, ich fahr dazu auch kurz rechts ran wenn ich sehe dass ich einen gut motorisierten Einheimischen hintendran hab und ich selber möchte nicht schneller fahren.

Und das erhoffe ich mir auch von anderen, dass sie wenigstens sich rechts halten und nicht noch Gas geben wenn sie überholt werden (wenn der andere eh schneller ist dann sollte man kurz abbremsen um den Vorgang nicht in die Länge zu ziehen, nicht wie ein Kamel dann auf einmal Gas geben obwohl man ein militanter Schleicher ist, ist übrigens auch widerrechtlich).

Motorräder sind prädestiniert zum Überholen, das finde ich OK. Wie gesagt finde ich nur die Motorräder sollten eine viel massivere Schalldämpfung haben. Und mann darf es mit der Geschwindigkeitsübertretung einfach nicht übertreiben, das gilt natürlich auch für mich als Autofahrer.

Der Punkt ist auf einer 100 Strecke rechnet man nicht damit, dass Leute auf einmal mit 160 überholen, wenn das dann beidseitig passiert, Glückwunsch, wenn man die Geschwindigkeit nicht von weitem sehr genau einschätzen kann. Musste auch vor paar Tagen abbremsen sonst wär ich mit einem Überholenden Benz kollidiert. Finde ich auch keinen Weltuntergang, aber wie beim Bergsteigen muss man schon wachsam und genug vernünftig sein :)
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: obadoba am 30. Mai 2016 - 21:08 Uhr
Du hast damals ja scheinbar einfach Glück gehabt mit deiner Dummheit und gewissenlosen Verantwortungslosigkeit.

Genau von solchen Vögeln wie dir reden wir hier.
Kennst Du mich?
Weisst Du wo und wie ich gefahren bin?

Ich wollte eigentlich lediglich zum Ausdruck bringen, dass Regeln bei denen, die sie einschränken sollen, oft schlicht und einfach nicht greifen. Und ja, ich habe Verständnis für Leute, die die Maschine unter ihrem Hintern ausreizen wollen. Ich finde auch Steilwandfahrer und Free Solo Kletter beeindruckend.

Was aber natürlich nicht heissen sollte, dass ich Verständnis dafür habe (oder es gar gut heisse), hochtourig mit aufgebohrtem Schalldämpfer durch Ortschaften zu fahren. Leider braucht es aber für die Erkenntnis, dass es ausser einem selbst auch noch andere Leute mit Existenzberechtigung auf der Welt gibt, ein gewisses Mass an Reife, die - so kommt es mir jedenfalls vor - meist erst mit den Jahren kommt.

... deswegen spar dir deine dümmliche Kritik.
Oha, getroffen? Entschuldige.

Ich tu mich jedenfalls arg schwer mit vernünftigen Vorschlägen, wie man die Situation entschärfen könnte. Geschwindigkeitsbegrenzungen wird die, die es treffen soll, bestenfalls marginal tangieren, denn eine ständige Überwachung wird es kaum geben können und dafür alle anderen, Anwohner eingeschlossen, sicherlich nerven.

Sperrungen, ob jetzt nur in einer Richtung oder Komplett, könnte vielleicht den Verkehr reduzieren, wird aber die Gastwirte wenig freuen.

Die Idee mit den Tafeln finde ich gar nicht so schlecht, das wird vielleicht ein paar dazu bringen nachzudenken.

In D gab es zu meiner Zeit übrigens sehr wohl Vorschriften zur Lärmentwicklung bei Motorrädern, die beim TÜV auch regelmäßig überprüft wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Grenzwerte mehr gibt. Allerdings war (und vermutlich ist) das leicht zu umgehen. Und dann wären wir wieder der Vernunft und Einsicht, die man halt bräuchte.

Es bleibt schwierig.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Andi am 30. Mai 2016 - 23:05 Uhr
Das Lärmproblem könnte man sicher technisch minimieren, wenn man wollte. Das wäre sicherlich eine Richtung in der gute Kompromisse erreicht werden könnten. Gesundheit und Lebensqualität von Anwohnern muss über einer Spaß- und Erlebnisgesellschaft stehen. Hier sehe ich auch die Politik in der Pflicht, da man sicher nicht auf eine kollektive Einsicht der Motorradfahrer hoffen kann. Warum also nicht eine Art "Lärmzone Lechtal" einrichten, so wie es "Umweltzonen" (von deren Umsetzungen in deutschen Großstädten ich rein gar nichts halte) gibt? Besonders laute Maschinen müssten halt leider draußen bleiben. Ich bin kein Fachmann, fahre kein Motorrad, aber ich schätze, dass so ein effektiver Endschalldämpfer für ein Motorrad nicht super teuer sein muss oder?
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: DonaldDuck am 30. Mai 2016 - 23:22 Uhr
Und ja, ich habe Verständnis für Leute, die die Maschine unter ihrem Hintern ausreizen wollen. Ich finde auch Steilwandfahrer und Free Solo Kletter beeindruckend.

Wo ist da der innere Zusammenhang? Steilwandskifahrer und Free Solo Kletterer machen ihr Ding allein da draußen.

Motorradfahrer die auf alles pfeifen bewegen sich mittem im öffentlichen Verkehrsraum, einen halben m neben anderen.

Brüllen allen die Ohren voll.

Du hast Verständnis wenn die ihre Kisten ausreizen wollen. Ich bis zu einem gewissen Maß auch.

Es ist aber so dass der Anspruch in Ruhe und Sicherheit zu wohnen schützenswerter ist als dass die Interessen von Leuten die ihre Feuerstühle ausreizen wollen.

Bis jetzt hat mich auch kein Motorradfahrer ernsthaft belästigt.

Aber ich bin froh dass ich nicht in Österreich wohne, auch wegen der Autokarawane übrigens.

Ich denke mal die österreichische Politik verschachert die Interessen der Anwohner wegen den Steuern die die Wirte durch die Touris abdrücken.

Mit den Moppedfahrern bleib ich dabei, denen gehören Schalldämpfer aufgebrummt dass die Schwarte kracht. Mit den Motorradstreifen ist auch eine vernünftige Idee um sich als Gemeinwesen Respekt zu verschaffen.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Schorsch_KFB am 31. Mai 2016 - 18:31 Uhr
Für Nicht-Motorradfahrer hier: Es gibt Auspuff-Rohre, da kannst du den Schalldämpfer einfach aus dem Auspuff ziehen. Und wenn ein Moped-Fahrer sowas hat, dann macht er es auch. Ist strafbar, stört aber die wenigsten. Ich finds eine Frechheit.  :-X
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Geröllschleicher am 31. Mai 2016 - 18:52 Uhr
http://www.tt.com/panorama/unfall/11557083-91/23-j%C3%A4hriger-motorradfahrer-bei-unfall-am-hahntennjoch-get%C3%B6tet.csp
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 21. Jun 2017 - 10:13 Uhr
Motorradstrecken - für die einen das Paradies, für die anderen die Hölle

Anrainer an den beliebten Motorradstrecken im Außerfern klagen nach wie vor über den starken Motorradverkehr. Manche fordern etwa ein absolutes Motorradverbot auf der Strecke vom Lechtal über das Hahntennjoch hinüber in

Symbolfoto
das Inntal. Für die Menschen in Bschlabs etwa wird dieser Motorradtourismus immer mehr zum Alptraum, oft hunderte Motorräder brummen an sonnigen Wochenendtagen durch die enge Gasse mitten durch Bschlabs. So beginnt das Lärmen bereits mitunter um sechs Uhr früh und endet erst um etwa 22 Uhr. Unerträglich sei der Lärm inzwischen, ein Aufenthalt vor dem Haus sei zu solchen Zeiten nicht auszuhalten - so ein Anreiner.

Vielen Motorradfahrern fehle es an Disziplin, beklagt ein anderer Anwohner. In manchen Kurven würden sie auf der Gegenfahrbahn daher kommen – „wenn du da nicht aufpasst, hast du ihn drinpicken“. Viele der Biker scheinen die engen Bergstraßen zu ihrer privaten Rennstrecke auserkoren zu haben. Die Achtsamkeit anderen gegenüber bleibt dabei meist auf besagter Strecke.

Die als erfolgversprechend angepriesenen Tempolimits fruchten eigentlich nicht, die Kontrollen der Exekutive sind zu selten und wenn dann zu unpassenden Zeit, die Strafen wohl zu milde und die Polititk offensichtlich nicht an einer echten Lösung des Problems interessiert. Die Anwohner werden für die individuelle Entfaltung 'des zahlenden Gastes' im Regen stehen gelassen. Wobei jedoch zu bemerken ist, dass nur die wenigsten der Biker in den Gasthöfen entlang der Strecke etwas konsumieren.


Hier einer mit Meinung "Privatrennstrecke"

Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Lampi am 21. Jun 2017 - 11:32 Uhr
Motorradstrecken - für die einen das Paradies, für die anderen die Hölle

Für die Menschen in Bschlabs etwa wird dieser Motorradtourismus immer mehr zum Alptraum, oft hunderte Motorräder brummen an sonnigen Wochenendtagen durch die enge Gasse mitten durch Bschlabs. So beginnt das Lärmen bereits mitunter um sechs Uhr früh und endet erst um etwa 22 Uhr. Unerträglich sei der Lärm inzwischen, ein Aufenthalt vor dem Haus sei zu solchen Zeiten nicht auszuhalten - so ein Anreiner.

Da hilft nur ein am besten europaweit niedrigerer Lärmgrenzwert. Verbote für Strecken treffen alle (z.B. auch eine gute Bekannte, die mit dem Motorrad zum Wandern fährt, weil die Familienkutsche etwa das Dreifache an Sprit verbraucht), während nur ein Teil lärmt und / oder wie ein Geisteskranker fährt.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Schorsch_KFB am 21. Jun 2017 - 22:31 Uhr
Das zweite Video ist ja abartig. Die Rampe hoch, da ist doch 70 km/H? Der fährt da mit über 200 hoch - den hört man noch bis zum Arlberg. Gschissener *zensiert*!!! :down: :no(
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Lampi am 22. Jun 2017 - 19:14 Uhr
Das zweite Video ist ja abartig. Die Rampe hoch, da ist doch 70 km/H? Der fährt da mit über 200 hoch - den hört man noch bis zum Arlberg. Gschissener *zensiert*!!! :down: :no(
Diese Geisteskranken stellen ihre "Heldentaten" auch noch online. Gibt es keine Möglichkeiten, die zu belangen? Die sollten ihre Fahrerlaubnis bis ans Lebensende nicht mehr sehen.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Bergfex33 am 22. Jun 2017 - 23:15 Uhr
Vor etwa 2 Wochen in der Allgäuerzeitung ein Bericht über Motoradlärm im Außerfern und daß dort künftig strenger kontrolliert werden soll.
Nun ja, ein kleiner Lichtblick :-L)
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Andi am 23. Jun 2017 - 12:23 Uhr
Das zweite Video ist ja abartig. Die Rampe hoch, da ist doch 70 km/H? Der fährt da mit über 200 hoch - den hört man noch bis zum Arlberg. Gschissener *zensiert*!!! :down: :no(

Worte eines scharfsinnigen Beobachters: "Is doch cool. Jedes Dorf braucht sein Feindbild und das heißt im Lechtal schon mal nicht Bergsteiger. Im Walsertal fehlt die Motorradrennstrecke. Folgen sind bekannt."
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Kristian am 23. Jun 2017 - 13:55 Uhr
Zitat
Anpassung der Tempolimits im Bezirk Reutte
« am: 01. Mär 2017 - 18:59 Uhr »
Wieder einmal werden wegen einigen Unbelehrbaren alle in die Schranken verwiesen...

Ab April gelten im Außerfern teilweise neue Tempolimits, maßgeblich um die Geschwindigkeit und die Lärmbelastung durch die Motorradfahrer zu drosseln.
Vorläufig handelt es sich dabei um ein Pilotprojekt. Sollte sich das Maßnahmenpaket aber bewähren, bleibt es eine dauerhafte Lösung.

Ob dies letztendlich ausreicht, die mit dem Limit belegten Strecken für Motorradfahrer unattraktiver zu machen wird sich erweisen. Die Forderung nach einer Bemautung der viel befahrenen Strecken wird jedenfalls von vornherein abgewehrt.

Limits und Maßnahmen

Tempo 80

Umfahrung Tannheim
Gewerbegebiet Weißenbach
Forchach (dort wo die Umfahrung am Gemeindegebiet vorbeiführt)
Elmen (erste Einfahrt bis Abzweig Hahntennjoch)

Tempo 60

Gaichtpass
Hahntennjochstrasse (Abfahrt bei Elmen bis vermutlich Bschlabs)

Rüttelstreifen

Bschlabs (mehrfach)

Geschwindigkeitskontrollen

Ausweitung der Geschwindigkeitskontrollen und Lärmmessungen durch die Exekutive

Der Ruf nach Einschränkungen folgt schnell. Fährt man früh mit zulässiger v max + 10km/h  durchs Tannheimer Tal, wird man sicher bald von einem mit RE-Nr. überholt. Vielleicht sogar von einem, der sich für die Beschränkung eingesetzt hat.  ;D.

Das Überholverbot (ausgenommen Traktoren) am Jochpass wurde vor vielen Jahren schon eingeführt, um die Strecke für Motorradler unattraktiv zu machen.  Geholfen hat es nichts. War eh ein Blödsinn, da das Überholen eines Traktors schwieriger ist, als ein schleichendes Touriauto.

Es müssen Lärmgrenzen festgelegt und kontrolliert werden.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/160721-quer-biker-100.html#&time= (http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/160721-quer-biker-100.html#&time=)

Als so schlimm wie bei "queer" habe ich es nie empfunden. Liegt vielleicht daran, dass ich tagsüber entweder arbeite oder in den Bergen bin und nicht auf dem Balkon sitzte und warte bis was kommt, über das ich mich ärgern kann.

Allerdings: Bei einer Tour über Gabelspitze, Maldongrat und Falscherkogel oder nach einem Kletterabend an der Kraftwand (Oberjoch) kann schon eine neutrale Haltung in Motorradhass umschlagen.

Hier noch was zum Thema: https://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Oberallgaeuer-leisten-Widerstand-gegen-Motorradlaerm;art26090,2469038 (https://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Oberallgaeuer-leisten-Widerstand-gegen-Motorradlaerm;art26090,2469038)


Zitat
Im Walsertal fehlt die Motorradrennstrecke. Folgen sind bekannt."

Da macht man halt gegen Bergstiger, Skitourengänger und Kletterer Stimmung.  Aus dieser Sicht auch ein Vorteil, die Motorradler



Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Lampi am 24. Jun 2017 - 07:13 Uhr
Die Schilder sind total albern.

Und wenn die Leute  200 statt der erlaubten 80 fahren, wie schnell werden sie wohl sein, wenn 60 erlaubt sind?  :ohmann:

Warum ist es zulässig, dass sich Schalldämpfer entfernen lassen? Das stinkt doch 30 km gegen den Wind nach Korruption.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 31. Okt 2017 - 18:57 Uhr
Artikel in der TT

Kampf gegen die Lärmhölle Lechtal

350 Messungen an sieben Orten ergaben Überschreitungen von bis zu 220 Prozent des erlaubten Wertes. (http://www.tt.com/panorama/verkehr/13613914-91/kampf-gegen-die-lärmhölle-lechtal.csp)


Artikel in ORF Tirol

Initiative gegen Verkehrslärm im Lechtal (http://tirol.orf.at/news/stories/2875196/)
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Bergfex33 am 31. Okt 2017 - 23:16 Uhr
Ich kann das absolut nachvollziehen.
Mich wundert eigentlich nur, das man nicht schon längst auf die Barrikaden gegangen ist.
Ich muß hier gar nicht schreiben, wenn man in den oben genannten Gebieten unterwegs ist, wie lange man, speziell von Motorrädern den Lärm bergwärts hört. Jetzt bin ich nur ein paar Tage im Jahr dort unterwegs. Ich habe das schon immer gesagt, was machen die Menschen dort mit, die da leben.
Hier und da, bieten Motorradfahrer natürlich "gut Brot", aber der Lärm finde ich, überwiegt auch das possitive.
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: sven86 am 01. Nov 2017 - 11:18 Uhr
Gegen den Motorradlärm im Lechtal und anderso ist endlich rigoros vorzugehen. Geschwindigkeitsbegrenzungen, die letztlich alle Autofahrer treffen, können daber aber kaum die Lösung sein. Ein Mottorrad ist mit 70 sicherlich immer noch deutlich lauter als ein Auto mit 100.

Ich frage mich ja auch, ob die zahlreichen Lechweggeher das nicht auch stört?! In den letzten Jahren boomt das Lechtal. So ist es mittlerweile im Sommer schwierig geworden, spontan eine Unterkunft zu finden, was noch bis vor wenigen Jahren überhaupt kein Problem war. Es sei den Lechtalern gegönnt, handelt es sich doch hier um einen sanfte Tourismus ohne großartige Eingriffe in die Natur, abgesehen von einer kaum sichtbaren Hängebrücke in Holzgau. Wenn auch der Lechweg häufig etwas abseits des Talbodens verläuft, dürfte der Mottorradlärm doch auch dort stark wahrzunehmen sein. Anscheinend stört das dort aber niemanden wirklich?
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 01. Nov 2017 - 21:45 Uhr
Doch, das wird im Beitrag der TT ja auch gleich als Einleitung angeführt, dass dieser Umstand sich mit dem ansonsten sanften Tourismus und damit auch dem Konzept Lechweg aufreibt. Auch in den Kommentaren wird dies angesprochen.

Ich bin selbst schon einige der Etappen des Lechwegs gegangen und kann dem nur beipflichten. Der Motorradlärm lässt von der Qualität des erhofften Naturerlebnis' nicht mehr viel übrig.
Als beinahe irrsinnig kann man dann auch die Straßenquerungen des Lechwegs anführen. Mag man sich zuvor am Weg entspannt haben, holt einen etwa am sogenannten Gächtle zwischen Baggersee und Gemeinde Weißenbach beim Überqueren der Straße der ganze Verkehrswahnsinn wieder ein. Hier muss man schon für sich allein unbeschadet über die Straße kommen, mit einem Kind im Schlepptau wird es schon beinahe zu einem Himmelfahrtskommando  :schwitz:

Zitat
Reutte – Der Lechweg ist touristisches Aushängeschild des gesamten Lechtals. Aber so mancher Wanderer rümpft längst die Nase angesichts des Verkehrslärms, der ihm im Naturpark zugemutet wird. Da hilft es auch nichts, weit oberhalb der Talsohle unterwegs zu sein, ein Motorrad mit frisierter Auspuffanlage holt jeden Naturliebhaber zurück in eine Welt ex machina...
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: Bergfex33 am 01. Nov 2017 - 22:51 Uhr
Es ist genauso verrückt aus Bichlbach, beim Abzweig an der Tankstelle nach links abzubiegen. ::)
Titel: Re: Motorrad-Strecken im Außerfern - den Bürgern reicht es!
Beitrag von: kalle am 13. Nov 2017 - 11:38 Uhr
Motorrad-Fahrverbote an belasteten Strecken denkbar (http://www.tt.com/politik/landespolitik/13655320-91/motorrad-fahrverbote-an-belasteten-strecken-denkbar.csp)

LHStv. Ingrid Felipe lässt erstmals Fahrverbote prüfen. Tiroler Landtag stimmt einstimmig für Maßnahmen zur Lärmeindämmung.