Bergsport und Corona?

Tirol braucht keine Allgäuer  (gelesen 3915 mal)

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Offline sven86

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #10 am: 26. Jun 2019 - 18:26 Uhr »
Gestern war am Badesee in Weißenbach der Parkplatz mit Schlagbaum abgesperrt. Was ist denn da los, ist das jetzt der Normalzustand? Ein paar hatten dann wohl in einiger Entfernung auf einem Forstweg geparkt.

edit: Hab's schon gefunden. Scheint dann also ein Dauerzustand zu sein. „Es handelt sich hier um ein Brunnenschutzgebiet. Das Abstellen von Autos ist verboten. (...) Der See ist eigentlich ein Landschaftsteich im Natura-2000-Gebiet und kein Badeteich. Aber natürlich darf man weiterhin dort schwimmen. Nur eben die Fahrzeuge nicht abstellen“

https://www.tt.com/politik/landespolitik/15730556/weissenbach-macht-seezufahrt-dicht

So ganz erschließt sich mir die Logik nicht, aber ich bin auch kein Biologe bzw. Brunnenexperte.
« Letzte Änderung: 26. Jun 2019 - 18:43 Uhr von sven86 »
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Offline kalle

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #11 am: 27. Jun 2019 - 14:33 Uhr »
Der Grundgedanke dürfte sein: Dein Auto kann Öl verlieren - du eher nicht  ;)

In der Hauptsache wird aber, so denke ich, einfach versucht, wieder halbwegs normale Zustände an dem Weißenbacher Baggersee - und darüber hinaus inzwischen ja auch am Plansee - herzustellen.
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Offline Bergfex33

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #12 am: 27. Jun 2019 - 14:57 Uhr »
Da werden sie mit dem Parken noch viel kontrollieren und hart durchgreifen müssen, bis da was bewegt wird, denn ich denke das dann am Streifen an der Strasse entlang alles zugeparkt wird.
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Offline sven86

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #13 am: 27. Jun 2019 - 18:57 Uhr »
Der Grundgedanke dürfte sein: Dein Auto kann Öl verlieren - du eher nicht  ;)

In der Hauptsache wird aber, so denke ich, einfach versucht, wieder halbwegs normale Zustände an dem Weißenbacher Baggersee - und darüber hinaus inzwischen ja auch am Plansee - herzustellen.

Was passiert denn am Plansee? Fahre da normalerweise nur morgens oder abends vorbei und dann hat es natürlich immer eine friedliche Stimmung, man kann an verschiedenen Stellen mal ranfahren und auch ein Bad nehmen, was ich als Alternative auch gemacht habe. Nur die Camping-Verbotsschilder kamen mir neu vor, und der 50er ist jetzt nicht mehr freiwillig (wobei man mit dem Auto eh kaum deutlich schneller fahren kann).

Kann mir natürlich schon vorstellen, dass an heißen Wochenenden einiges los ist. Aber gibt es da irgendwelche Probleme,
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Offline eganahl

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #14 am: 27. Jun 2019 - 22:33 Uhr »
Es ist nicht nur der Plansee oder Weissenbacher Badesee, auch auf dem seit vielen, vielen Jahren von Radler benutzte Parkplatz vor der Johannisbrücke ist betroffen. Um auf den kleinen Parkplatz zu kommen muss man etwa 30 Meter auf dem mit einem Fahrverbot ausgewiesenen Wirtschaftsweg fahren. Der Hirt hat mich auf diese neue Abzocke hingewiesen, Danke!
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Offline Kristian

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #15 am: 28. Jun 2019 - 10:58 Uhr »
 
Ich sehe es auch so, dass die offizielle Seite den Parkstreifen am Weißenbacher See zugeschüttet hat, damit es nicht wieder  zu einem Medienhype um irgendwelche Zettelaktionen kommt. Die Jäger freuen sich auch, dass man am Eingang zum Schwarzwassertal nicht mehr parken darf. Mit Sicherheit und Naturschutz als Grund, kann man so einiges begründen, da niemand wirklich gegen Sicherheit und die Natur ist.
« Letzte Änderung: 28. Jun 2019 - 11:02 Uhr von Kristian »
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Offline Kristian

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Tirol auf dem Weg von einer touristischen Musterregion zur No-go-Area?
« Antwort #16 am: 28. Jun 2019 - 11:08 Uhr »
Was ist eigentlich in Tirol los? Straßensperren am Brenner, Reißnägel gegen Fahrräder am Hahntenjoch, Hahntenjochblockade, schikanöse Verkehrsregeln, Zettelaktionen in Weißenbach, Blockieren von Parkplätzen? Europa steht für freien Reise- und auch Güterverkehr, was nicht heißen muss, dass sämtliche Ware per LWK über die Alpen gefahren werden muss. Wer sich aber als Transitgegner positioniert und gleichzeitig erwartet, dass es in jedem Dorfladen Bananen und Kiwis gibt, wirkt unglaubwürdig.

Unglaublich welch dumme Stammtischpolitiker in Tirol und in Bayern Verkehrspolitik machen. Die Tiroler "Landstraßensperre" und die angekündigten bayerischen Gegenmaßnahmen sind Beispiele dafür. Da wird sich gegenseitig der schwarze Peter für das Verkehrschaos im Alpentransit zugeschrieben, anstatt dass man versucht ein europäisches Problem ganzheitlich und europäisch zu lösen.

Das sind alles kleine Schritte in Richtung Abgrenzung und gegen ein freies und offenes Europa. Die Frage ist nun, wie man damit umgeht?

Sperrungen und Blockaden entsprechen so gar nicht meiner Einstellung, dennoch hoffe ich auf vorübergehende bayerische Gegenmaßnahmen, etwa am Grenztunnel oder in Füssen/Ziegelwies in der Hoffnung, dass sich anschließend die Erkenntnis durchsetzt, dass man so einen Unsinn am besten sein lässt und die Verkehrsproblematik umfassend und europäisch löst.
« Letzte Änderung: 28. Jun 2019 - 11:16 Uhr von Kristian »
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Offline kalle

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #17 am: 28. Jun 2019 - 17:46 Uhr »
Was passiert denn am Plansee?

Am Plansee soll das Camping-Verbot schärfer geahndet werden. Ob es da irgend einen speziellen Vorfall gab, der dazu Anlass gegeben hätte kann ich nicht sagen. Mir ist zumindest nichts bekannt.
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Offline kalle

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Was ist eigentlich in Tirol los? Straßensperren am Brenner, Reißnägel gegen Fahrräder am Hahntenjoch, Hahntenjochblockade, schikanöse Verkehrsregeln, Zettelaktionen in Weißenbach, Blockieren von Parkplätzen?

Was im übrigen Tirol los ist, weiß ich nicht.

Für das Außerfern ist jedoch inzwischen für viele Bewohner der Verkehr zu einer unerträglichen Bürde geworden. Kann sein, dass du es für Gut befindest, wenn von bayerischer Seite Gegenmaßnahmen erhoben werden. Das Allgäu oder Bayern jedoch mit dem Außerfern zu vergleichen ist wie der Vergleich zwischen Bananen und Kiwi's. Da wo es im Alpenvorland so gut wie immer noch eine Ausweichmöglichkeit gibt, ist innerhalb der Alpentäler bald Ende. Wird der Stau durch das Umfahren auf dem niederrangigen Straßennetz umgangen, wird bald auch dieser Verkehrsweg verstopft - und dann steht alles. Fast immer ohne eine weitere Umfahrungsmöglichkeit.

Deshalb hat inzwischen wohl auch Platter keine weitere Möglichkeit mehr, als niederrangige Straßen für 'Stauflüchtlinge' zu sperren.

Es wird vielleicht irgendwann mal als europäisches Problem angesprochen. Eine schnelle Lösung wird es aber einfach nicht geben. Dass sich die Bevölkerung in den engen Alpentälern inzwischen zur Wehr setzt, müsste eigentlich dem gesunden Menschenverstand schon mehr als einleuchtend sein. Viele Außerferner sind beinahe an jedem Wochenende festgesetzt, das grenzt schon beinahe an Freiheitsberaubung.

Wenn ein offenes und freies Europa auf dem Rücken derjeniger ausgetragen wird, die das Pech haben am falschen Fleck zu wohnen und die Zeche zahlen müssen, dass andere entspannt Urlaub im Süden machen können - dann kann man dieses Europa... wie hat einmal ein Namloser Bürgermeister dies bezeichnet: "Die EU geht mir am Arsch vorbei!"

Nix für Ungut...

Kalle
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Offline Bergfex33

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Re: Tirol braucht keine Allgäuer
« Antwort #19 am: 28. Jun 2019 - 21:18 Uhr »
Kalle ich versteh dich recht gut.
Jahre zurück hatten wir hier das selbe Problem.
An einen Samstag während der Sommerferien nach Kempten zu fahren, war ein Ding der Unmöglichkeit, man kam aus der eigenen Ausfahrt nicht mehr raus, zum Teil schon Rückreisen, während die anderen noch auf den Weg in den Süden waren. Stau in beide Richtungen.
Der Weiterbau der A7 und der Grenztunnel war ein Segen für uns, aber ein Fluch für viele Tiroler Gemeinden.
Wenn sich da endlich mal was im Fernpass Ausbau oder Tunnel tun würde, wären für viele die Probleme behoben.
Die Österreicher sind doch ware Künstler was den Strassenbau anbelangt, darum versteh ich eigentlich nicht, das man das Fernpassproblem nicht lösen kann.
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