Außerfern/Allgäu-Portal

dies & das => Stammtisch [Off-Topic] => Aus der Presse (Forumsgebiet) => Thema gestartet von: Peti am 09. Sep 2018 - 10:20 Uhr

Titel: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Peti am 09. Sep 2018 - 10:20 Uhr
Wie seht Ihr das? :down: :ohmann:

https://www.all-in.de/fuessen-und-region/c-rundschau/in-weissenbach-werden-zettel-an-autos-mit-deutschen-kennzeichen-verteilt-tirol-braucht-keine-allgaeuer_a5014599
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 09. Sep 2018 - 10:57 Uhr
Es scheint hier so, als ob wieder mal ein Einzelner in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass alle in einen Topf geworfen werden.  :(

Es ist zwar schon von Alters her so, dass die Allgäuer und Tiroler sich gegenseitig mit "Kosenamen" versehen: d'Allgaiar spötteln dabei über die Nussár und umgekehrt. Ob man das dann allzu ernst nimmt, ist jedem selbst überlassen - meiner Erfahrung nach stoßen 'die Kontrahenten' unmittelbar nach Aussage dieser Frechheiten augenzwinkernd mit dem Bier an.

Ich würde am Weißenbacher Baggersee aber eher das Problem des 'Dichtestress' sehen, da dieser Naherholungsraum von wirklich vielen für ihre Interessen genutzt wird - aller Nationalitäten. Die Einheimischen und die nördlichen Nachbarn wollen baden und 'ein Bierchen zischen', die türkische Community will grillen, wie wohl auch einige Vertreter aus den Balkanstaaten und ganz viele wollen rund um den Baggersee ihren Waldi ausführen, damit der sein Geschäft verrichtet und dann will ja auch noch der Radweg genutzt werden - auch für allerlei Tätigkeiten, welche herzlich wenig mit dem Radfahren selbst zu tun haben.

Warum nun diese 'Flugzettel'-Aktion explizit auf die Allgäuer-Besucherschaft abzielt, weiß halt der Verfasser allein...

...ist aber wohl kaum der ganzen Einwohnerschaft des Lechtals zur Last zu legen.

Ich für meinen Teil habe ein Problem damit, gleich mit der ganzen Bewohnerschaft einer Region in Clinch zu gehen. 'Deppen' gibt es da wie dort und das muss man dann ganz individuell abwägen. Ich halte es da frei nach dem Philosophen Forrest Gump, der da meint: "Dumm ist nur, wer dummes tut!"
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Andi am 09. Sep 2018 - 11:46 Uhr
Ich habe gestern mit äußerst gemischten Gefühlen auf diesen Zeitungsartikel reagiert.

Einerseits sehe ich mich mit meinen Erfahrungen mit Personen im Lechtal durchaus bestätigt. Wenn ich mit Allgäuer Kollegen in den Klettergarten gehe und andere Tiroler ebenfalls anwesend sind, dann grüßt man sich. Aber man kann ganz genau spüren, dass die Tiroler Locals von unserer Anwesenheit in "ihrem" (geheimen) Klettergarten nicht erfreut sind. Ganz genau wie der Zettelverteiler schreibt: "Sie mögen uns wirklich nicht". In den letzen Jahren habe ich mal diesseits und mal jenseits der Tiroler Grenze gewohnt und von wenigen Ausnahme abgesehen, kann ich (neben anderen Allgäuern) leider bestätigen, was ich da lesen muss. Ich muss leider immer mehr den völkischen Trend beobachten, dass bestimmte Ethnien gerne "unter sich" bleiben wollen. Das spiegelt sich z.B. auch in Wahlergebnissen oder Wertschätzen von regionalen Sprachdialekten wider.

Andererseits hat mich der Zeitungsartikel sehr beruhigt. Er hat mir gezeigt, dass es nicht an meiner Person liegt. Ich war immer freundlich und gut drauf, nie ein böses Wort gesagt, nie Müll am Berg entsorgt (sondern im Gegenteil, fremden Müll eingesammelt und im Tal sauber entsorgt). Dass ich Allgäuer bin, dafür kann ich nichts und ich identifiziere mich gar nicht mit irgendwelchen Nationalitäten. Einziger Kritikpunkt an meiner Person wäre, dass ich nie in ein Wirtshaus gehe und nie etwas konsumiere. Aber muss man immer etwas konsumieren? Leider passt die mitteleuropäische Wirtshauskultur so gar nicht zu meinen Ernährungsgewohnheiten.

Zum Schluss möchte ich noch fragen, von wem wohl die kritisierte "schlechte Laune" ausgeht, wenn jemand durch die Welt ziehen muss und brave, unschuldige Leute mit so einem Schmarren belästigen muss?
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Xander am 09. Sep 2018 - 14:23 Uhr
Schon fast müßig sich überhaupt mit dem Schmarrn zu beschäftigen.

Mich stört vor allem der Verweis auf die mitgebrachte Brotzeit und dass der Besucher nur als Geldscheisser erwünscht ist. Für die Sichtweise schämt man sich nämlich auf breiter Front nicht mehr

Unter dem Aspekt schenken sich unsere Allgäuer Giersäcke nichts mit dem Zettel verteilenden Einfaltspinsel und müssten gar hervorragend zusammenpassen  ;D
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Graddler am 09. Sep 2018 - 21:42 Uhr
Das ist wirklich eine blöde, unfreundliche und kropf-unnötige Aktion.

Ein paar Anmerkungen dazu:

1) Mich würde interessieren, ob und ggfs. wie die örtlichen Medien (gemeint: Medien mit Sitz in Österreich, Tirol, Außerfern) darüber berichten. Gibt es dazu Informationen? Vielleicht kann einer der Forums-Locals etwas dazu beisteuern.

2) Ich will den Vorgang keineswegs rechtfertigen oder entschuldigen. Tatsache ist aber, dass die Region Oberes Lechtal/Außerfern eben auch eine der Regionen ist, die sehr stark auch die Schattenseiten des Tourismus zu spüren bekommt. Beispiele:
a) Extrem hohe Verkehrsbelastung durch die Transit-Bundesstraße vom Grenztunnel Richtung Fernpass
b) Auch abseits der vorgenannten Hauptroute gibt es stellenweise eine hohe Verkehrsbelastung z.B. durch die allseits bekannten Motorradfahrer (Hahntennjoch, Gaichtpass, Oberes Lechtal).
c) Starke Prägung durch Tagestourismus mit all seinen Konsequenzen, geringer Anteil an "Bleibe-Tourismus", also Gästen die mehrfach in der Region übernachten. Das hat eine geringe "Wertschöpfung" vor Ort zur Folge.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang bei jemandem das Fass übergelaufen.

3) Im Übrigen teile ich zu 100% die Meinung von Xander, wenn er auf absolut vergleichbare Erscheinungen in anderen Regionen hinweist - leider. Insofern ist der Vorgang in Weißenbach leider nichts Neues.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 10. Sep 2018 - 11:41 Uhr
1) Mich würde interessieren, ob und ggfs. wie die örtlichen Medien (gemeint: Medien mit Sitz in Österreich, Tirol, Außerfern) darüber berichten. Gibt es dazu Informationen? Vielleicht kann einer der Forums-Locals etwas dazu beisteuern.

Dazu habe ich bis jetzt noch nichts in den örtlichen Medien entdeckt.

2) Ich will den Vorgang keineswegs rechtfertigen oder entschuldigen. Tatsache ist aber, dass die Region Oberes Lechtal/Außerfern eben auch eine der Regionen ist, die sehr stark auch die Schattenseiten des Tourismus zu spüren bekommt. Beispiele:
a) Extrem hohe Verkehrsbelastung durch die Transit-Bundesstraße vom Grenztunnel Richtung Fernpass
b) Auch abseits der vorgenannten Hauptroute gibt es stellenweise eine hohe Verkehrsbelastung z.B. durch die allseits bekannten Motorradfahrer (Hahntennjoch, Gaichtpass, Oberes Lechtal).
c) Starke Prägung durch Tagestourismus mit all seinen Konsequenzen, geringer Anteil an "Bleibe-Tourismus", also Gästen die mehrfach in der Region übernachten. Das hat eine geringe "Wertschöpfung" vor Ort zur Folge.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang bei jemandem das Fass übergelaufen.

Diesen Punkt kann ich leider bestätigen, die Region ist inzwischen verkehrstechnisch überbelastet. Darüber hinaus ist gerade Weißenbach als Kreuzungspunkt der B198 und B199 eine der am stärksten frequentierten Gemeinden, wenn es um den Freizeit- und Urlaubsverkehr geht. Noch dazu sind die geografischen Gegebenheiten den Lärm betreffend äußerst ungünstig, da durch den Gaichtpass in der Höhe und das recht schmale Lechtal der Schall ja nicht aus kommt.
Noch dazu werden die Maßnahmen der Politik, gegen die hohe Verkehrsbelastung vor zu gehen, letztlich als Schikane gegenüber den Einheimischen empfunden (Geschwindigkeitsbeschränkungen die scheinbar meist nur bei Berufspendlern geahndet werden).
Das soll diese Aktion keinesfalls in ein positives Licht rücken, sondern lediglich die Umstände etwas beleuchten.

3) Im Übrigen teile ich zu 100% die Meinung von Xander, wenn er auf absolut vergleichbare Erscheinungen in anderen Regionen hinweist - leider. Insofern ist der Vorgang in Weißenbach leider nichts Neues.

Das kann ich aus eigener Erfahrung leider auch bestätigen, auch im Allgäu ist man als Freizeitsportler aus dem Nachbarland Tirol nicht immer gern gesehen. Vielleicht aus den selben Gründen, wie sie eben auch im Außerfern vorzufinden sind.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: AndreasMM am 11. Sep 2018 - 17:39 Uhr
Autor Herr Sedlacek:
Klingt lustig, Zitat"
Vor kurzem habe ich einen amüsanten Leserbrief bekommen. Nein, es war eigentlich kein Leserbrief, sondern eine Frage. "Eine Frage generell an alle Österreicher", schreibt der Münchner Benjamin Poost. "Und zwar läuft es mir bei der Beschimpfung ,Piefke‘ immer kalt über den Rücken. Denn es klingt so preußisch. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, beschimpft zu werden. Tun Sie sich keinen Zwang an! Aber wäre es denn möglich, uns Bayern (ausgenommen Franken) irgendwie anders zu beschimpfen? Vielleicht mit einem weniger zackigen, spitzen Ausdruck? Irgendwas Weicheres, Ruhigeres, Rundes. Etwa Schoaßbiesler oder Wammerlfresser. Diese Begriffe habe ich jetzt nur spontan aus der Luft gegriffen. Als Anregung."

oder für uns Allgäuer z.B. Käspatznfresser.................

Übrigens der Allgäuer bringt vieleicht auch seine "Von Hier- Brotzeit" mit und verlässt Tirol selten ohne Speckknödel im Bauch und kauft manchmal im Kaufhaus Lutz Rum und Wurst ein--
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Graddler am 11. Sep 2018 - 17:43 Uhr
Heute Artikel in der TT:

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/14789001-91/beleidigende-flugbl%C3%A4tter-verteilt-wildes-schimpfen-auf-piefke.csp
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Kristian am 12. Sep 2018 - 16:19 Uhr
Ist ja bis zu einem gewissen Grad ganz lustig, wie man sich um unsere Gesundheit sorgt. Was wohl Lidl dazu sagt, dass seine Brotzeit ungesund ist??? Ich hab dort mal nachgefragt. Nehme an, die sind nicht begeistert. Wieso geht jemand wegen so etwas zur Polizei. Ist doch nicht strafbar.
Ob sich der Verfasser auch um die Gesundheit seiner Landsleute sorgt? Vor dem Lidl in Oberstdorf stehen manchmal bis zu einem Drittel österr. Autos. Warum? Weil sie nicht genug Geld haben, die Lebensmittel beim M-Preis in Riezlern zu kaufen  ;D. Ok, sind Walser, keine Tiroler, aber wie hoch ist der tiroler Anteil beim Aldi in Füssen?

Man kann die Zettel auch, wie  unerwünschte Werbung einfach am Scheibenwischer lassen.  Also ignorieren. Wenn man los fährt, fliegt er weg. Aufräumen solls dann der, der sie verteilt hat  ;D

Ganz im Ernst: Wer sich Abgrenzung, geschlossene Grenzen und Kontrollen wünscht, soll mal durch den Balkan reisen. Da wird kontrolliert, Pässe gestempelt und in den Kofferraum geschaut. Da steht man schnell mal ein paar Std. an der Grenze.

Wenn jeder so denken würde, gäbe es über die Staatsgrenzen hinweg keine Freundschaften, Tourenpartnerschaften, Beziehungen, Ehen usw. Also ist die Aktion vielleicht keine Einzelmeinung, aber auch nicht die Meinung aller.

Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 14. Sep 2018 - 00:29 Uhr
Grenzfreundschaft mal anders - Tannheimer werden von den Hindelangern aus dem Ort gejagt

Allgemeiner Tiroler Anzeiger; 1. Aug. 1931
Vielleicht war der Blätterverteiler damals bei der Aktion auch schon dabei und hegt immer noch einen Groll auf die Allgäuer?

Jedenfalls scheint es, gab es damals auch schon einen gemeinsamen Nenner, der die Gemüter erhitzte. Nur wollten die damals mehr davon und heute...

 ;D
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: sven86 am 26. Jun 2019 - 18:26 Uhr
Gestern war am Badesee in Weißenbach der Parkplatz mit Schlagbaum abgesperrt. Was ist denn da los, ist das jetzt der Normalzustand? Ein paar hatten dann wohl in einiger Entfernung auf einem Forstweg geparkt.

edit: Hab's schon gefunden. Scheint dann also ein Dauerzustand zu sein. „Es handelt sich hier um ein Brunnenschutzgebiet. Das Abstellen von Autos ist verboten. (...) Der See ist eigentlich ein Landschaftsteich im Natura-2000-Gebiet und kein Badeteich. Aber natürlich darf man weiterhin dort schwimmen. Nur eben die Fahrzeuge nicht abstellen“

https://www.tt.com/politik/landespolitik/15730556/weissenbach-macht-seezufahrt-dicht

So ganz erschließt sich mir die Logik nicht, aber ich bin auch kein Biologe bzw. Brunnenexperte.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 27. Jun 2019 - 14:33 Uhr
Der Grundgedanke dürfte sein: Dein Auto kann Öl verlieren - du eher nicht  ;)

In der Hauptsache wird aber, so denke ich, einfach versucht, wieder halbwegs normale Zustände an dem Weißenbacher Baggersee - und darüber hinaus inzwischen ja auch am Plansee - herzustellen.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Bergfex33 am 27. Jun 2019 - 14:57 Uhr
Da werden sie mit dem Parken noch viel kontrollieren und hart durchgreifen müssen, bis da was bewegt wird, denn ich denke das dann am Streifen an der Strasse entlang alles zugeparkt wird.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: sven86 am 27. Jun 2019 - 18:57 Uhr
Der Grundgedanke dürfte sein: Dein Auto kann Öl verlieren - du eher nicht  ;)

In der Hauptsache wird aber, so denke ich, einfach versucht, wieder halbwegs normale Zustände an dem Weißenbacher Baggersee - und darüber hinaus inzwischen ja auch am Plansee - herzustellen.

Was passiert denn am Plansee? Fahre da normalerweise nur morgens oder abends vorbei und dann hat es natürlich immer eine friedliche Stimmung, man kann an verschiedenen Stellen mal ranfahren und auch ein Bad nehmen, was ich als Alternative auch gemacht habe. Nur die Camping-Verbotsschilder kamen mir neu vor, und der 50er ist jetzt nicht mehr freiwillig (wobei man mit dem Auto eh kaum deutlich schneller fahren kann).

Kann mir natürlich schon vorstellen, dass an heißen Wochenenden einiges los ist. Aber gibt es da irgendwelche Probleme,
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: eganahl am 27. Jun 2019 - 22:33 Uhr
Es ist nicht nur der Plansee oder Weissenbacher Badesee, auch auf dem seit vielen, vielen Jahren von Radler benutzte Parkplatz vor der Johannisbrücke ist betroffen. Um auf den kleinen Parkplatz zu kommen muss man etwa 30 Meter auf dem mit einem Fahrverbot ausgewiesenen Wirtschaftsweg fahren. Der Hirt hat mich auf diese neue Abzocke hingewiesen, Danke!
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Kristian am 28. Jun 2019 - 10:58 Uhr
 
Ich sehe es auch so, dass die offizielle Seite den Parkstreifen am Weißenbacher See zugeschüttet hat, damit es nicht wieder  zu einem Medienhype um irgendwelche Zettelaktionen kommt. Die Jäger freuen sich auch, dass man am Eingang zum Schwarzwassertal nicht mehr parken darf. Mit Sicherheit und Naturschutz als Grund, kann man so einiges begründen, da niemand wirklich gegen Sicherheit und die Natur ist.
Titel: Tirol auf dem Weg von einer touristischen Musterregion zur No-go-Area?
Beitrag von: Kristian am 28. Jun 2019 - 11:08 Uhr
Was ist eigentlich in Tirol los? Straßensperren am Brenner, Reißnägel gegen Fahrräder am Hahntenjoch, Hahntenjochblockade, schikanöse Verkehrsregeln, Zettelaktionen in Weißenbach, Blockieren von Parkplätzen? Europa steht für freien Reise- und auch Güterverkehr, was nicht heißen muss, dass sämtliche Ware per LWK über die Alpen gefahren werden muss. Wer sich aber als Transitgegner positioniert und gleichzeitig erwartet, dass es in jedem Dorfladen Bananen und Kiwis gibt, wirkt unglaubwürdig.

Unglaublich welch dumme Stammtischpolitiker in Tirol und in Bayern Verkehrspolitik machen. Die Tiroler "Landstraßensperre" und die angekündigten bayerischen Gegenmaßnahmen sind Beispiele dafür. Da wird sich gegenseitig der schwarze Peter für das Verkehrschaos im Alpentransit zugeschrieben, anstatt dass man versucht ein europäisches Problem ganzheitlich und europäisch zu lösen.

Das sind alles kleine Schritte in Richtung Abgrenzung und gegen ein freies und offenes Europa. Die Frage ist nun, wie man damit umgeht?

Sperrungen und Blockaden entsprechen so gar nicht meiner Einstellung, dennoch hoffe ich auf vorübergehende bayerische Gegenmaßnahmen, etwa am Grenztunnel oder in Füssen/Ziegelwies in der Hoffnung, dass sich anschließend die Erkenntnis durchsetzt, dass man so einen Unsinn am besten sein lässt und die Verkehrsproblematik umfassend und europäisch löst.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 28. Jun 2019 - 17:46 Uhr
Was passiert denn am Plansee?

Am Plansee soll das Camping-Verbot schärfer geahndet werden. Ob es da irgend einen speziellen Vorfall gab, der dazu Anlass gegeben hätte kann ich nicht sagen. Mir ist zumindest nichts bekannt.
Titel: Re: Tirol auf dem Weg von einer touristischen Musterregion zur No-go-Area?
Beitrag von: kalle am 28. Jun 2019 - 18:06 Uhr
Was ist eigentlich in Tirol los? Straßensperren am Brenner, Reißnägel gegen Fahrräder am Hahntenjoch, Hahntenjochblockade, schikanöse Verkehrsregeln, Zettelaktionen in Weißenbach, Blockieren von Parkplätzen?

Was im übrigen Tirol los ist, weiß ich nicht.

Für das Außerfern ist jedoch inzwischen für viele Bewohner der Verkehr zu einer unerträglichen Bürde geworden. Kann sein, dass du es für Gut befindest, wenn von bayerischer Seite Gegenmaßnahmen erhoben werden. Das Allgäu oder Bayern jedoch mit dem Außerfern zu vergleichen ist wie der Vergleich zwischen Bananen und Kiwi's. Da wo es im Alpenvorland so gut wie immer noch eine Ausweichmöglichkeit gibt, ist innerhalb der Alpentäler bald Ende. Wird der Stau durch das Umfahren auf dem niederrangigen Straßennetz umgangen, wird bald auch dieser Verkehrsweg verstopft - und dann steht alles. Fast immer ohne eine weitere Umfahrungsmöglichkeit.

Deshalb hat inzwischen wohl auch Platter keine weitere Möglichkeit mehr, als niederrangige Straßen für 'Stauflüchtlinge' zu sperren.

Es wird vielleicht irgendwann mal als europäisches Problem angesprochen. Eine schnelle Lösung wird es aber einfach nicht geben. Dass sich die Bevölkerung in den engen Alpentälern inzwischen zur Wehr setzt, müsste eigentlich dem gesunden Menschenverstand schon mehr als einleuchtend sein. Viele Außerferner sind beinahe an jedem Wochenende festgesetzt, das grenzt schon beinahe an Freiheitsberaubung.

Wenn ein offenes und freies Europa auf dem Rücken derjeniger ausgetragen wird, die das Pech haben am falschen Fleck zu wohnen und die Zeche zahlen müssen, dass andere entspannt Urlaub im Süden machen können - dann kann man dieses Europa... wie hat einmal ein Namloser Bürgermeister dies bezeichnet: "Die EU geht mir am Arsch vorbei!"

Nix für Ungut...

Kalle
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Bergfex33 am 28. Jun 2019 - 21:18 Uhr
Kalle ich versteh dich recht gut.
Jahre zurück hatten wir hier das selbe Problem.
An einen Samstag während der Sommerferien nach Kempten zu fahren, war ein Ding der Unmöglichkeit, man kam aus der eigenen Ausfahrt nicht mehr raus, zum Teil schon Rückreisen, während die anderen noch auf den Weg in den Süden waren. Stau in beide Richtungen.
Der Weiterbau der A7 und der Grenztunnel war ein Segen für uns, aber ein Fluch für viele Tiroler Gemeinden.
Wenn sich da endlich mal was im Fernpass Ausbau oder Tunnel tun würde, wären für viele die Probleme behoben.
Die Österreicher sind doch ware Künstler was den Strassenbau anbelangt, darum versteh ich eigentlich nicht, das man das Fernpassproblem nicht lösen kann.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 29. Jun 2019 - 11:20 Uhr
Das Problem ist, dass bereits vor dem Bau des Füssener Tunnels vertraglich darauf gepocht (http://www.verren.at/b179-fernpassstrasse) wurde, diesen nur "einröhrig" auszuführen. Die schon in den 70er Jahren gebaute Umfahrung zwischen Pflach und Reutte hatte man sogar als eine vierspurige Trasse angelegt, bei der Abfahrt Reutte-Nord gab es gar zwei Zubringer-Brücken. Eine davon hat man Anfang der 2000er Jahre weggesprengt. Das heißt, man war noch in den 70er, 80er und vielleicht auch noch in den 90er Jahren daran interessiert eine zumindest autobahnähnliche Trasse zu errichten, hatte dann aber einen Rückzieher gemacht.

Der Wandel in der Politik (schwarz-grün) veränderte dann auch die politische Einstellung gegenüber solchen Projekten. Durch den Grün-Anteil will man offenbar möglichst naturverträgliche und nur die allernötigsten Straßenbauten forcieren. Was ja im Kern schön klingt, hat nur einen entscheidenden Haken. Der Verkehr, der Tourismus, der Warentransit... sie alle entwickelten sich genau in die entgegengesetzte Richtung. Der Verkehr hat zwischen 2005 und 2017 um über 50% zugenommen.

Die baulichen Maßnahmen seit der schwarz-grünen Regierung wird als "Politik der kleinen Schritte in der Fernpassstrategie" auch wirklich nur in ganz (wirklich ganz kleinen), ganz kleinen Schritten verwirklicht. Und oft sind diese Schritte für den Anwohner auch überhaupt nicht nachvollziehbar, weil sie für jemanden mit normalem Hausverstand keinen Sinn ergeben. Wie etwa der Beschluss zur Errichtung des Scheiteltunnels am Fernpass. Was bringt dem Reuttener, der auf dem Weg nach Heiterwang am Katzenberg im Stau steht ein Scheiteltunnel am Fernpass?

Oder was bringt dem Autofahrer, der schon seit einer Viertelstunde an der Auffahrt Bichlbach-West steht der Fernpass-Scheiteltunnel, wenn der sich gleich in einer filmreifen Szene durch den heranbrausenden Gegenverkehr auf die andere Fahrbahnseite hinüberretten muss?

Dort wo der Fernpass-Tunnel wirkt, hat der Außerferner schon lange nichts mehr davon - seine Probleme sind dieselben wie vorher.

Das man inzwischen auch im Außerfern diese Fahrverbote auf niederrangigen Straßen durchführen will, ist für den B179-Anrainer zwar ein Hoffnungsschimmer aber ganz sicher noch nicht die Lösung des Problems. Denn kurzfristige Lösungen, die auch eine tatsächliche Entlastung für die Anwohner mit sich bringen, gibt es so gut wie keine. Eine Aussicht auf ein Zurückgehen des Verkehrs ist auch nicht in Aussicht und die Hilfestellung durch die Tiroler Politik (mal abgesehen von dem zuletzt ausgesprochenen Fahrverbot abseits der Hauptverkehrswege) hielt sich in der Vergangenheit mehr als in Grenzen. Das Außerfern nimmt durch seine geografische Lage innerhalb Tirols eine Sonderstellung ein und wird von Innsbruck aus auch gerne mal vergessen. Die Reaktions Platters zuletzt war ja auch nur sein Versuch, die Lage halbwegs unter Kontrolle zu halten und resultiert zum größten Teil aus dem öffentlichen Druck, welcher im Bezirk inzwischen ansteht.
Die allermeisten Außerferner haben vom Verkehr inzwischen einfach nur noch die Schnauze voll. Manche würden wohl am liebsten den Fernpass gänzlich wegsprengen um sich dieser Transitroute ein für alle mal zu entledigen.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Lampi am 01. Jul 2019 - 10:52 Uhr
Das Problem ist, dass bereits vor dem Bau des Füssener Tunnels vertraglich darauf gepocht (http://www.verren.at/b179-fernpassstrasse) wurde, diesen nur "einröhrig" auszuführen. Die schon in den 70er Jahren gebaute Umfahrung zwischen Pflach und Reutte hatte man sogar als eine vierspurige Trasse angelegt, bei der Abfahrt Reutte-Nord gab es gar zwei Zubringer-Brücken. Eine davon hat man Anfang der 2000er Jahre weggesprengt. Das heißt, man war noch in den 70er, 80er und vielleicht auch noch in den 90er Jahren daran interessiert eine zumindest autobahnähnliche Trasse zu errichten, hatte dann aber einen Rückzieher gemacht.

Der Wandel in der Politik (schwarz-grün) veränderte dann auch die politische Einstellung gegenüber solchen Projekten. Durch den Grün-Anteil will man offenbar möglichst naturverträgliche und nur die allernötigsten Straßenbauten forcieren. Was ja im Kern schön klingt, hat nur einen entscheidenden Haken. Der Verkehr, der Tourismus, der Warentransit... sie alle entwickelten sich genau in die entgegengesetzte Richtung. Der Verkehr hat zwischen 2005 und 2017 um über 50% zugenommen.

Die baulichen Maßnahmen seit der schwarz-grünen Regierung wird als "Politik der kleinen Schritte in der Fernpassstrategie" auch wirklich nur in ganz (wirklich ganz kleinen), ganz kleinen Schritten verwirklicht. Und oft sind diese Schritte für den Anwohner auch überhaupt nicht nachvollziehbar, weil sie für jemanden mit normalem Hausverstand keinen Sinn ergeben. Wie etwa der Beschluss zur Errichtung des Scheiteltunnels am Fernpass. Was bringt dem Reuttener, der auf dem Weg nach Heiterwang am Katzenberg im Stau steht ein Scheiteltunnel am Fernpass?

Oder was bringt dem Autofahrer, der schon seit einer Viertelstunde an der Auffahrt Bichlbach-West steht der Fernpass-Scheiteltunnel, wenn der sich gleich in einer filmreifen Szene durch den heranbrausenden Gegenverkehr auf die andere Fahrbahnseite hinüberretten muss?

Dort wo der Fernpass-Tunnel wirkt, hat der Außerferner schon lange nichts mehr davon - seine Probleme sind dieselben wie vorher.

Das man inzwischen auch im Außerfern diese Fahrverbote auf niederrangigen Straßen durchführen will, ist für den B179-Anrainer zwar ein Hoffnungsschimmer aber ganz sicher noch nicht die Lösung des Problems. Denn kurzfristige Lösungen, die auch eine tatsächliche Entlastung für die Anwohner mit sich bringen, gibt es so gut wie keine. Eine Aussicht auf ein Zurückgehen des Verkehrs ist auch nicht in Aussicht und die Hilfestellung durch die Tiroler Politik (mal abgesehen von dem zuletzt ausgesprochenen Fahrverbot abseits der Hauptverkehrswege) hielt sich in der Vergangenheit mehr als in Grenzen. Das Außerfern nimmt durch seine geografische Lage innerhalb Tirols eine Sonderstellung ein und wird von Innsbruck aus auch gerne mal vergessen. Die Reaktions Platters zuletzt war ja auch nur sein Versuch, die Lage halbwegs unter Kontrolle zu halten und resultiert zum größten Teil aus dem öffentlichen Druck, welcher im Bezirk inzwischen ansteht.
Die allermeisten Außerferner haben vom Verkehr inzwischen einfach nur noch die Schnauze voll. Manche würden wohl am liebsten den Fernpass gänzlich wegsprengen um sich dieser Transitroute ein für alle mal zu entledigen.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Altschnee am 19. Jul 2019 - 20:32 Uhr
Leider ist die Verkehrssteuerung im Lechtal beim Versuch, das Verkehrsproblem zu lindern, mächtig schief gegangen.  Denn seit kurzem gibt es ein Verbotsschild, wenn man von Füssen kommend ins Lechtal fahren will.  So gesehen an der neuen Ulrichsbrücke über den Lech, dort wo es nach Unterpinswang und weiter nach Reutte abgeht.  Es handelt sich um zwei Durchfahrtsverbotsschilder, eins für vierrädrige Kraftfahrzeuge (Autos) und eins für zweirädrige (Motorräder).  Die Schilder sind unter anderem mit dem Zusatz versehen "Samstag 7 bis Sonntag 19 Uhr".  Da nimmt man als Normaldenkender an, es gäbe eine Umleitung.  Aber irgend einen Umleitungshinweis konnte ich nicht finden.  Also muss das wohl heißen, am Wochenende keine Einfahrt ins Lechtal.

Wenn die Tiroler ihre Ruhe vor den Touristen haben wollen, ist das vielleicht noch verständlich.  Aber warum lassen sie nur am Samstag und am Sonntag keine Kraftfahrzeuge ins Tal?  Immerhin Radfahrer sind willkommen.  Es heißt bei den Schildern außerdem noch "ausgenommen Anrainerverkehr Pinswang".  Aha.  Sollte sich also ein Einheimischer südöstlich von Pinswang erdreisten, Richtung Deutschland zu fahren, so wird er daran gehindert, am Wochenende wieder zurückzukehren.

Aber die Tiroler Verkehrspolitik ist noch viel eigenwilliger.  Nutzt man nun wochentags die Gelegenheit, ins Lechtal einzufahren und fährt die Straße in entgegengesetzter Richtung (also von Reutte kommend), so entdeckt man überhaupt kein Sperrschild.  Die Sperre kann also nur in einer Fahrtrichtung gelten.  Dann ist das an der Lechbrücke angebrachte Sperrschild eine einzigartige Tiroler Sonderregelung.  Eine Einfahrtsperre entgegen einem Einbahnverkehr sieht nämlich nach europäischem Verkehrsrecht anders aus.  Der Tiroler stiftet also auf den Straßen Verwirrung wo er nur kann und ist damit den Deutschen mit der unsäglichen Maut nicht nur ebenbürtig sondern sogar überlegen.  Wenn das der Wallnöfer mitbekäme, er würde sich im Grab umdrehen.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: sven86 am 20. Jul 2019 - 07:24 Uhr
Wirklich die Einfahrt ins Lechtal komplett gesperrt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Es sollten doch nur einzelne Umfahrungsalternativen der Bundesstraße gesperrt werden. Ich glaube bei Reutte Nord. Oder zählt jetzt das Hahntennjoch als Umfahrung des Fernpass? Aber da wir ja unsere Bergtouren oder sonstige Ausflüge im Lechtal machen und nicht in Italien, gilt das Verbot nach meinem Verständnis eh nicht (Zielverkehr). Aber irritierend ist es natürlich schon.
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 26. Jul 2019 - 07:02 Uhr
https://www.tirol.gv.at/verkehr/verkehrsrecht/fahrverbote-reutte-und-kufstein/faqs-bezirk-reutte/
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Zirbelnuss am 26. Jul 2019 - 15:55 Uhr
Wir waren am 19.07. im Lechtal über Reutte-Süd ohne Probleme.
Kalle, wie funktioniert jetzt am Wochenende für D-Tagestouristen die Zufahrt zur Bärenfalle
(z.B. Zugang zur Augsburger Otto-Mayr-Hütte  - L69 ist ja gesperrt - bin ich dann ein 'Tages-Anrainer')  ???
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 27. Jul 2019 - 06:23 Uhr
Richtig, da dein Ziel entlang der ansonsten gesperrten Route liegt zählt dein Vorhaben zum Zielverkehr und damit bist du Tages-Anrainer
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Zirbelnuss am 27. Jul 2019 - 07:41 Uhr
Ah ok - danke, Kalle  :)
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: Bergfex33 am 27. Jul 2019 - 16:43 Uhr
Wir waren am 19.07. im Lechtal über Reutte-Süd ohne Probleme.
Kalle, wie funktioniert jetzt am Wochenende für D-Tagestouristen die Zufahrt zur Bärenfalle
(z.B. Zugang zur Augsburger Otto-Mayr-Hütte  - L69 ist ja gesperrt - bin ich dann ein 'Tages-Anrainer')  ???

Der 19.07. war ja auch ein Freitag, da ist ja nicht gesperrt. :no(
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: auiachi am 23. Aug 2019 - 15:59 Uhr
Brauchen die Allgäuer auch keine "Rest-Deutschen"??  ;)
(s. 1. Link)

Haben wir in der Grenzregion nicht alle die selben Herausforderungen. Gegeneinander sich faule Eier zuzuwenden bringt ja wirklich nichts.

Heute durch Zufall drübergestolpert. Privater Blogbeitrag einer mir unbekannten Person von Anfang August:
https://freieberge.wordpress.com/2019/08/08/allgaeu-aussfern-wieviel-tourismus-vertraegt-unsere-region/

Für mich ist die Grenze seit Jahren erreicht. Wobei ich zugeben muss, dass ich meine Schmerzgrenze sehr tief angesetzt habe  ;D
Übrigens egal ob ich im Außerfern oder im Allgäu leben würde... Ich empfinde die Zahl an Tagestouristen zB. im Tannheimer Tal wie auch zB. den Verkehr in Füssen gleichermaßen zu heftig. Zahlreiche andere Beispiele erspare ich mir. Ihr wisst ja alle Bescheid.

Aber machen wir ruhig weiter damit. Bringt ja Geld in die Kassen. Nur von wem?
https://www.tt.com/lebensart/freizeit/15972212/grenzueberschreitendes-projekt-lechradweg-wird-auf-260-km-gestreckt
Titel: Re: Tirol braucht keine Allgäuer
Beitrag von: kalle am 23. Aug 2019 - 16:14 Uhr
Zitat
"...erst Anfang Juli hat die Unesco-Kommission für die Aufnahme der historischen Augsburger Wasserversorgung in die Liste der besonders erwähnens- und schützenswerten Denkmäler gestimmt. Salchner: „Das wertet den Fluss natürlich noch einmal auf. Auf dieser Welle wollen wir mitreiten.“..."

Wenn das Konzept dieser Verlängerung des Radweges wirklich greift und das Lechtal daraus touristisch Nutzen ziehen kann, wird das für das Natura 2000-Gebiet 'Lechtal' zu einer Bewährungsprobe, wenn es letztlich um den realen Schutz und die Erhaltung der natürlichen Lebensräume und der wildlebenden Tiere und Pflanzen in betreffendem Gebiet geht.