Bergsport und Corona?

Hüenerchopf  (gelesen 1237 mal)

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Offline Kauk

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Hüenerchopf
« am: 06. Feb 2015 - 01:00 Uhr »
Am Dienstag konnte ich Freizeit endlich mal mit passenden Verhältnissen kombinieren und die erste richtige Skitour machen. Die Wahl fiel auf Grund der angespannten Lawinensituation auf einen sicheren Gipfel in der Schweiz: der Hüenerchopf (2172 m).

Route: Vermol - Lutzboudä - Lutz - Alpstutz - Tammons Vorsäß - Glätti - Broch - Ostrücken - Hüenerchopf - Retour auf selber Route

Ausgangspunkt der Tour ist das kleine Örtchen Vermol über dem schweizer Rheintal bei Sargans, am Ende der Straße gibt es einen kostenlosen Parkplatz (1100 m). Man erreicht es über eine sehr schmale Straße. Von hier folgt man der Sommerbeschilderung zunächst nach Süden die erste freie Schneise hinauf, der Alpweg wendet sich dann nach Westen und man erreicht bald die freien Lutzboudä (ca. 1200 m). An einem Stall vorbei hält man sich nach links eine steilere Schneise aufwärts, die recht schmal weiterverfolgt wird. Sie geht dann in die weiteren Flächen des Alpstutz über, hier wendet sich die Tour nach Südwesten. Zunächst geht es noch ansteigend weiter, danach verflacht das Gelände und man erreicht bald eine Alphütte (1737 m) nördlich des Tammons Vorsäß.

Hinter der Hütte über die breite Schneise nochmal aufwärts und dann flacher auf die freien Flächen des Glätti oberhalb der Waldgrenze. Von hier sieht man dann erstmals das Gipfelziel. Über den wenig ausgeprägten Rücken nähert man sich weitläufig an. Den Zugang zum Kammverlauf vermittelt dann die weite Mulde des Broch in südöstlicher Richtung. Oben am Kamm nun hinüber zum Gipfel, kurzzeitig wird das Gelände zu einem etwas schärferen Grat (bei P.2080). Der Gipfelaufbau wendet sich dann etwas nach Nordwesten und steilt sich wieder an. Oben wartet ein Gipfelkreuz mit Gipfelbuch.

Gefahrenpotential: An der gesamten Route kaum Lawinengefahr, sofern man die Spur vernünftig wählt. Einzig die nordöstliche Gipfelmulde und die steileren Hangpartien hinab zum Glätti sind bei ungünstigen Verhältnissen vorsichtig zu genießen. Am Freitag (30.01.) berichtete ein Tourengeher (den ich dann zufällig an der Alphütte traf) auf Skitouren.ch von Wumm-Geräuschen in der Gipfelmulde. Am Dienstag befuhren die Tourengänger die sanfteste Stelle im Hang zwischen Gipfel und P.2080 und der Hang stellte sich dabei stabil dar. Ansonsten war der viele Neu- und Triebschnee auf der Abfahrt eher hinderlich, da er sich noch nicht ausreichend gesetzt hatte und damit deutlich bremste.

Fazit: Eine vorallem landschaftlich reizvolle Skitour, die bei kritischen Verhältnissen ein sicheres Tourenziel darstellt. Sie ist allerdings damit auch eher flach, was das Abfahrtsvergnügen bei viel Neuschnee etwas trübt. Meist ist die Tour regelrecht überrannt, die Parkplatzsuche wird dann schwierig, Alternativ-Startort könnte Parmort sein. Am Dienstag trotz gutem Wetter wenig los. :-L)
« Letzte Änderung: 24. Feb 2016 - 20:45 Uhr von Kauk »
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