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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver, Max)  |  Thema: Hohe Munde (Überschreitung) 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Hohe Munde (Überschreitung)  (Gelesen 3539 mal)
Kalle
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d´r Jochtappar


« am: 16, Aug, 2009, 13:09:02 »

Klamm - Gaistal - Wegverzweigung bei der Tillfussalm - Niedere Munde - Hohe Munde (West- u. Ostgipfel) - Rauthhütte - Kalvarienberg - Klamm

Hohe Munde von der Oberhofer Alm aus gesehen

Ausgangspunkt für diese Tour ist der Parkplatz am Eingang ins Gaistal (EUR 4,- pro Tag/PKW). Von dort in etwa eineinviertel Stunden durch das Gaistal bis zur Wegverzweigung nahe der Tillfussalm. Nach links dem Fahrweg leicht abwärts folgend über den Bach und auf dem beginnenden Steig linkerhand in den Wald empor. In Serpentinen unschwierig über den Weg 8a hinauf in den Sattel der Niederen Munde.

aussichtsreicher Sattel der Niederen Munde
die Westflanke der Hohen Munde mit eindrucksvollen Abstürzen gegen Süden


Hin und wieder kann man an der Westflanke ein Edelweiss bewundern, hierbei gilt aber: Stehen lassen, damit der Nächste sich auch daran erfreuen kann!!!

Erfreuen kann man sich aber auch an der eindrucksvollen Aussicht nach Nordwesten, hier setzt sich die Zugspitze mit dem Platt ins rechte Bild.

Mit zunehmender Höhe schnürt sich die Westflanke zu einem Grat zusammen. Das Gelände wird zusehends anspruchsvoller. Vor dem Erreichen des Gipfels muss noch tief hinab in die Südwestwand ausgewichen werden, wo einen Kletterei im I. Schwierigkeitsgrad und jede Menge Stahlseile und Eisenbügel erwarten. Die Kraxelei ist aber sehr anregend.
erster Kontakt mit Seilsicherungen und Eisenbügeln, das Gelände ist aber noch zahm
hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ein unbedingtes Muss
ein wenig Kletterfertigkeit muss man hier schon an den Tag legen
die Pflanzen lassen sich von dem steilen Gelände nicht beeindrucken

Der (West)Gipfel der Hohen Munde ist oftmals gut besucht, wobei der Hauptteil des Besucherstromes über den Ostgipfel, den sogenannten Mundekopf, hier heraufkommt.

Nach einer ausgiebigen Rast auf dem sehr aussichtsreichen Gipfel geht es auf Schutt hinunter in eine Geländemulde und jenseits dieser wieder hinauf zum Plateau des Ostgipfels, welches eher unschön von einer Barracke, Antennen und Lawinenverbauungen bestanden ist.
Der weitere Abstieg erfolgt über eine steile Grasflanke, welche von Schrofen durchsetzt ist (bei Nässe sehr rutschig!). In unzähligen Serpentinen kommt man der einzigen Einkehr des Tages, der Rauthhütte, nur langsam näher.

Abstieg über den Ostgrat
die Rauthhütte ist zwar schon zu sehen, sie rückt aber nur langsam näher

Ab der Rauthhütte über einen steilen Fahrweg nach Norden hinab. Direkt in der Kehre zweigt ein kleiner Fussweg in Richtung Klamm/Kalvarienberg ab, welcher uns durch den Wald hinunter zum Ausgangspunkt führt.

Fazit: anspruchsvolle, alpine Tour die Kletterfertigkeit, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt
Höhendifferenz: ca. 1700 Höhenmeter Gesamtanstiege
Wegdistanz: ca. 18 km
Gehzeiten: ca. 9 - 10 Stunden
« Letzte Änderung: 16, Aug, 2009, 14:27:08 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert
alex
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« Antworten #1 am: 16, Aug, 2009, 13:49:10 »

sehr interessante wanderung. man muss sich halt aufraffen und dorthin fahren...  Tongue aber na gut - dafür lohnt es sich dann ja auch, oder?

gruß,
alex
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #2 am: 16, Aug, 2009, 13:54:43 »

sehr interessante wanderung. man muss sich halt aufraffen und dorthin fahren...  Tongue aber na gut - dafür lohnt es sich dann ja auch, oder?

Der Aussicht wegen lohnt sich diese Tour auf jeden Fall Daumen

Einzig der Abstieg vom Plateau des Mundekopfes bis zur Hütte und noch das Teilstück des anschließenden Fahrweges sind sehr steil und wahre "Knieschinder". Ansonsten aber eine sehr eindrucksvolle Tour.

Gruß
Kalle
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Josch und Sasa am Gipfelkreuz vom Wilden Mannle


« Antworten #3 am: 16, Aug, 2009, 19:00:23 »

@Kalle: Wie bist eigendlich nach Leutasch gefahren? Über Garmisch oder Telfs!

Josch
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #4 am: 16, Aug, 2009, 19:42:52 »

@Josch

Bin über Linderhof und Garmisch gefahren. Von der Zeit her dürfte aber fast kein Unterschied sein, wenn man über den Fernpass und Telfs fährt. Je nach Verkehr halt.

Gruß
Kalle
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Josch und Sasa am Gipfelkreuz vom Wilden Mannle


« Antworten #5 am: 27, Jun, 2011, 19:32:01 »

Gestern haben wir endlich diese durchaus anspruchsvolle Rundtour bewandert. Nur sind wir in entgegengesetzter Richtung wie Kalle gegangen, was unserer Meinung nach wesentlich besser ist, weil der Knieschinder zur Rauthhütte damit zum Aufstieg wird und Kalles wirklich langer Aufstieg durch das Gaistal und die Niedere Munde, eher einen sanften und gemütlichen Abstieg darstellen. Im Klettersteig gibt sich die Gehrichtung eigendlich nichts, weil hier geht es gleich viel rauf wie runter!
Zur Wegbeschreibung gibt es eigendlich nicht mehr viel hinzu zu fügen. Das Teilstück zwischen Rauthhütte und Ostgipfel der Hohen Munde sollte man nur bei trockenem Wetter begehen, weil der Weg hier gefährlich schmierig wird bei Nässe. Ausserdem ist der Abschnitt, welcher einem kleinen Klettersteig entsprich nicht ganz ohne. Will man folglich die Hohe Munde überschreiten muss man zwangsläufig da durch und sollte schon bergerfahren (sehr trittsicher und schwindelfrei) sein.

Grüsse Die_Grenzgänger


* Morgendlicher Blick hinunter ins Inntal nach Osten.jpg (55.5 KB, 800x450 - angeschaut 717 Mal.)

* Das Gipfelplatteau mit Blick hinüber zum Ostgipfel der Hohen Munde.jpg (91.95 KB, 800x450 - angeschaut 720 Mal.)

* Das Zugspitzplateau von der Niederen Munde aus gesehen.jpg (84.24 KB, 800x450 - angeschaut 721 Mal.)

* Der lange Abstiegsrücken hinunter zur Niederen Munde.jpg (84.52 KB, 800x450 - angeschaut 713 Mal.)
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Lampi
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« Antworten #6 am: 28, Jun, 2011, 11:27:26 »

Bin über Linderhof und Garmisch gefahren. Von der Zeit her dürfte aber fast kein Unterschied sein, wenn man über den Fernpass und Telfs fährt.
Hallo Kalle,

Von Klamm in etwa eineinviertel Stunden durch das Gaistal bis zur Wegverzweigung nahe der Tillfussalm

Hinzu kommt noch die Fahrt von Ehrwald nach Klamm, das dürften min. 3/4 h sein, macht zusammen 2 Stunden.

Ist es nicht günstiger, mit dem Rad von Ehrwald (Parkplatz Almbahn) her einzufahren?

(Die Faulener- Variante wäre natürlich, sich mit der Almbahn aufzufahren und dann relativ eben zur Wegverzweigung nahe der Tillfussalm zu rollen)
« Letzte Änderung: 28, Jun, 2011, 11:31:27 von Lampi » Moderator informieren   Gespeichert

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