Die Höllenspitze ist, wie nicht anders zu erwarten war, ein typischer Vertreter der nördlichen Lechtaler: steiler Aufstieg, bei landschaftlich nicht sehr ansprechender Umgebung. Das AHA-Erlebnis kommt dann erst beim Gipfelblick wenn die Aussichtsplatform, sprich Gipfel, seine Vorzugsposition voll zur Geltung bringt.
Vom Parkplatz am Sägewerk gleich hinter Steeg erreicht man in etwa 45 minütiger leichter Wanderung die Bockbachhütten. Gleich hinter den Hütten ist die Höllenspitze das erste mal angeschrieben. Von hier geht es über einen ziemlich verwachsenen, aber gut sichtbaren Steig in ca. 45 Minuten hinauf zum "Älpele". Auf dem Älpele wird noch Milchwirtschaft betrieben und die Milchkannen werden über die Materialseilbahn hinunter zu den Bockbachhütten befördert. So schaut es zumindest aus.
Ab hier führt der Weg zur Höllenspitze vermutlich über das Älpeles-Kar unterhalb der Hohen Rappenspitze über den Verbindungsgrad hinüber zur Höllenspitze. So lassen es zumindest die Wegmarkierungen, allerdings ohne erkenntlichen Weg vermuten. Wir sind jedoch über Wiesen weglos direkt über die Jochgehrenmahd hinüber zum Höll-Kar aufgestiegen und dort weiter zum sehr steilen (ca. 40Grad) Gipfelhang. Diesen sind wir ein gutes Stück Richtung Kreuz aufgestiegen und haben dann zum Gipfelgrad abgekürzt, um wieder angenehmeres Gelände zu erreichen. Hier trifft man auch wieder auf die Wegmarkierungen, welche aus Richtung Hohe Rappenspitze herüber führen. Warum der reguläre Weg zwar markiert ist, aber nur wenige Trittspuren zu finden sind - keine Ahnung
Nach knappen 3,5h haben wir endlich den Gipfel erreicht. Jetzt muss der mühevolle Aufstieg erstmal durch die gute Aussicht belohnt werden. Und das tut sie wirklich.

Die Höllenspitze ist wohl nicht sehr bekannt, weil im Gipfelbuch finden sich gerade mal 5 Eintragungen für dieses Jahr.
Fazit: Eine konditionsintensive und weglose Bergtour mit einem kurzen und luftigen Gradanstieg zum Gipfelkreuz.
Wegen des sehr wechselhaften Wetters gibt es zum Teil nur trübe Bilder. Alleinig die Zeit am Gipfel wurde mit Sonne belohnt.
Grüsse Die Grenzgänger mit Schrofenkraxler