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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver, Max)  |  Thema: Wanderungen "ganz oben" im Lechtal 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Wanderungen "ganz oben" im Lechtal  (Gelesen 4322 mal)
Chris
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« am: 04, Feb, 2011, 13:25:59 »

In den nächsten Tagen möchte ich Euch Wanderungen aus einer Ecke des Lechtals vorstellen, von der es hier noch sehr wenige Tourenbeschreibungen gibt, und zwar aus dem obersten Lechtal rund um Warth und Lech. Streng genommen gehört diese Gegend ja auch nicht mehr zum Forengebiet, da man sich hier schon auf Vorarlberger Gebiet bewegt. Der Tannberg, so heißt die Gegend, unterscheidet sich vom Tiroler Teil des Lechtals grundlegend: Große Hotels prägen hier die Ortsbilder, und schon von Weitem sieht man die Lifttrassen, welche die Skipisten auf den Berghängen erschließen. Trotzdem sind Warth und Lech für Wanderer aus dem Lechtal sehr attraktiv. Mit der Lechtaler Gästekarte können der Bus hinauf nach Lech sowie zahlreiche Bergbahnen in dieser Gegend kostenlos benutzt werden.  

Folgende Wanderrungen möchte ich Euch vorstellen:

Körbersee und Batzenalpe
Von der Steffisalpe zur Bodenalpe
Rund ums Karhorn
Friedrich-Mayer-Weg  
« Letzte Änderung: 18, Feb, 2011, 12:09:29 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #1 am: 04, Feb, 2011, 13:55:03 »

Körbersee und Batzenalpe

Vom Hochtannbergpass geht es über einen breiten Wanderweg in einer ¾ Stunde zum Körbersee mit dem Hotel. Hier lässt es sich gut rasten. Man kann im Körbersee baden oder einfach nur den Enten beim Schwimmen zusehen. Wem diese Wanderung zu kurz ist, dem sei folgende schöne Rundwanderung empfohlen: Vom Körbersee zunächst auf einem Wanderpfad, später auf einem Fahrweg hinab zur Batzenalpe. Hier links entlang der Bregenzer Ache ein Stück taleinwärts, bald erneut links auf einem Wanderweg wieder hinauf zum Körbersee. Der Rückweg zum Hochtannbergpass erfolgt dann wieder wie der Hinweg.

Ausgangspunkt und Anfahrt: Hochtannbergpass, 1679 m, zu erreichen von Warth über die Hochtannbergpassstraße (B 200) Richtung Bregenz. Großer Parkplatz auf der Passhöhe. Bushaltestelle (Achtung: Hier gilt die Lechtaler Gästekarte eigentlich nicht mehr! Wenn man den Busfahrer aber freundlich fragt, nimmt er auch Lechtaler Gäste kostenlos mit zum Hochtannbergpass und zurück.).
Höchster Punkt: Am Weg vom Hochtannbergpass zum Körbersee, 1750 m.
Reine Gehzeit: Hochtannbergpass – Körbersee ca. ¾ Std., Rundwanderung über die Batzenalpe ca. 1 ¼ Std., Körbersee – Hochtannbergpass ca. ¾ Std., insgesamt ca. 2 ¾ Std.
Einkehr: Hotel Körbersee, Batzenalpe.    
Charakter: Einfache Wanderung, auch für kleine Kinder geeignet, die zu einer schönen Rundwanderung erweitert werden kann. Die Wanderung zum Körbersee ist auch an Schlechtwettertagen gut machbar.
Literatur: Mayr, Herbert. Arlberg – Paznaun, Rother Wanderführer, München, 1996.
« Letzte Änderung: 18, Feb, 2011, 12:09:45 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #2 am: 04, Feb, 2011, 13:57:07 »

Bild 1: Hochtannbergpass und Kalbelesee, im Hintergrund der Biberkopf.
Bild 2: Körbersee und Hotel, dahinter der Widderstein.


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« Antworten #3 am: 04, Feb, 2011, 13:58:17 »

Bild 3: Batzenalpe gegen Hochberg.
Bild 4: Entenfamilie auf dem Körbersee.


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« Antworten #4 am: 08, Feb, 2011, 13:33:27 »

Von der Steffisalpe zur Bodenalpe

Von der Bergstation der Steffisalpbahn geht es zunächst auf einem Wanderpfad in südöstlicher Richtung hinauf zu einem Sattel westlich des Wannenkopfs, dessen Gipfel man in wenigen Minuten mitnehmen kann. Laut Wanderkarte soll dort auch der Wannensee sein. Ich bin jetzt aber schon zweimal dort oben gewesen und habe nie einen See vorgefunden. Weiter geht es nun auf einem Höhenweg unterhalb des mächtigen Karhorns über Weideböden in Richtung Bürstegg. Der Weg ist teilweise sehr matschig, und man muss gut aufpassen, wo man hintritt. In Bürstegg - einer jahrhundertealten Walsersiedlung - lädt dann eine Jausenstation zu einer ersten kleinen Rast ein. Danach geht es über einen Fahrweg hinab ins Tal. Nach einer Kehre muss man sich rechts halten und auf einem Wanderpfad zur Bodenalpe hinabsteigen. Dort kann man gemütlich auf der Terrasse sitzen und nach der Wanderung sein Mittagessen genießen. Zu empfehlen ist der Wurstsalat! Wer nach der Pause nicht mehr weiterwandern möchte, fährt von der Bodenalpe mit dem Bus zurück nach Warth. Allen anderen sei folgender Rückweg empfohlen: Von der Bodenalpe überquert man zuerst den Lech, dann anfangs auf einem Fahrweg, später auf einem Wanderpfad immer oberhalb des Lechs Richtung Warth. Unterhalb von Warth führt der Weg dann hinab zum Lech und überquert diesen (wenn ich es richtig in Erinnerung habe, waren dort einige Drahtseile). Dann geht es am Weiler Teschenberg über eine Fahrstraße noch über 100 Höhenmeter hinauf nach Warth.

Die Wanderung habe ich mit meiner Mutter unternommen. Wir waren morgens mit dem Bus, der nur stündlich fährt, von Holzgau nach Warth gefahren. Beim Rückweg nach Warth hatten wir schon lange den Lech unterhalb von Warth überquert und hatten schon die Bundesstraße im Blick. Und was sahen wir da, kurz bevor wir in Warth ankamen? Unseren Bus, wie er uns vor der Nase wegfuhr. Tolles Gefühl nach einer Wanderung!  Oh Mann!

Ausgangspunkt und Anfahrt: Bergstation der Steffisalpbahn bei Warth, 1884 m; die Talstation befindet sich in Warth; Parkmöglichkeiten im Ort; Bushaltestelle: Warth, von dort einige Minuten Fußweg.
Höchster Punkt: Wannenkopf, 1941 m.
Reine Gehzeit: Für die gesamte Runde sollte man ca. 3 1/2 Std. einplanen.
Einkehr: Jausenstation in Bürstegg, Bodenalpe.
Charakter: Einfache Wanderung, allerdings sollte man beim Übergang vom Wannenkopf nach Bürstegg vorsichtig sein, weil der Weg recht matschig und rutschig ist.
Literatur: Mayr, Herbert. Arlberg - Paznaun, Rother Wanderführer, München, 1996.        
« Letzte Änderung: 18, Feb, 2011, 12:09:57 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #5 am: 08, Feb, 2011, 13:37:22 »

Bild 1: Am Weg zum Wannenkopf, unten Warth, darüber der Biberkopf.
Bild 2: Die Bergstation der Steffisalpbahn, hinten der Widderstein.


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« Antworten #6 am: 08, Feb, 2011, 13:39:10 »

Bild 3: Bürstegg.
Bild 4: Bodenalpe.
Bild 5: Vom Wannenkopf (rechts) wandert man unterhalb des Karhorns (links) nach Bürstegg.


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« Antworten #7 am: 15, Feb, 2011, 13:06:26 »

Rund ums Karhorn

Von der Bergstation der Steffisalpbahn geht es erst zum Sattel unterhalb des Wannenkopfs, dessen Gipfel links mitgenommen werden kann, dann über den matschigen Höhenweg hinüber nach Bürstegg. Nun folgt man kurz dem Sträßchen in Richtung Bodenalpe, bald zweigt aber rechts ein Wanderpfad zum Auenfeldsattel ab. In einem Bogen führt der Weg aussichtsreich um die Südflanke des Karhorns herum. Am Auenfeldsattel hält man sich rechts und wandert auf einem Fahrweg gemütlich zur Unteren Auenfeldalpe hinab, die zu einer Jause einlädt. Hier erneut rechts hinauf zur Oberen Auenfeldalpe und zur Auenfeldhütte (deren Wirt ziemlich unfreundlich ist  Daumen runter) und weiter zum Salobersattel. Nun befindet man sich inmitten des Skigebiets Warth/Schröcken, das im Winter viele Gäste aus dem Bregenzer Wald und dem Lechtal anlockt. Der Abstieg hinunter zum Hochtannbergpass ist jetzt nur noch ein Katzensprung. Die Rückkehr von dort nach Warth erfolgt mit dem Bus oder zu Fuß, was in etwa 1 1/4 Stunden in Anspruch nimmt.  

Ausgangspunkt und Anfahrt: Bergstation der Steffisalpbahn bei Warth, 1884 m; die Talstation befindet sich in Warth; Parkmöglichkeiten im Ort; Bushaltestelle: Warth, von dort einige Minuten Fußweg.
Höchster Punkt: Wannenkopf, 1941 m.
Reine Gehzeit: Von der Bergstation der Steffisalpbahn bis zum Hochtannbergpass ist man ca. 3 1/2 Std. unterwegs, von dort zurück nach Warth zusätzlich ca. 1 1/4 Std.
Einkehr: Jausenstation in Bürstegg, Untere Auenfeldalpe, Auenfeldhütte.
Charakter: Einfache Wanderung, die nur beim Übergang vom Wannenkopf nach Bürstegg etwas Achtsamkeit im rutschigen und matschigen Almgelände verlangt. Ansonsten hat die Tour "Almwanderungscharakter".
« Letzte Änderung: 18, Feb, 2011, 12:10:10 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #8 am: 15, Feb, 2011, 13:22:45 »

Bild 1: Bürstegg, hinten links der Biberkopf, rechts die Höllenspitze.
Bild 2: Blick vom Weg zum Auenfeldsattel hinab auf Lech; im Hintergrund links das Rüfigebiet mit der Rüfispitze, rechts Wildgrubenspitzen und Omeshorn.


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« Antworten #9 am: 15, Feb, 2011, 13:24:35 »

Bild 3: Der Gipfelaufbau des Karhorns gesehen vom Auenfeldsattel.
Bild 4: Blick vom Auenfeldsattel zur Mohnenfluh.


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« Antworten #10 am: 15, Feb, 2011, 13:26:10 »

Bild 5: Blick vom Auenfeldsattel zur Hochkünzelspitze.
Bild 6: Untere Auenfeldalpe, rechts die Wösterspitzen.


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« Antworten #11 am: 16, Feb, 2011, 13:23:07 »

Friedrich-Mayer-Weg

Die Tour beginnt an der Bergstation der Rüfikopfbahn. Als erstes lohnt sich der Besuch der nahen Aussichtsplattform am Rüfikopf. Wer die Beschriftung der Panoramakarte aufmerksam liest, findet darauf einige Fehler.  Wink Dann wandert man hinab zum Monzabonjoch, in dessen Nähe sich der gleichnamige See befindet. Von hier genießt man einen herrlichen Blick zur Verwallgruppe mit dem markanten Patteriol und dem vergletscherten Kaltenberg. Nun geht es in östlicher Richtung auf dem unteren Weg (der obere führt zum Bockbachsattel und weiter zur Stuttgarter Hütte) durch ein Kar namens Ochsengümple teilweise recht steinig und stufig - ab und zu müssen die Hände zur Hilfe genommen werden - bis unter die Südwestflanke der Südlichen Wösterspitze. Von hier zieht der Friedrich-Mayer-Weg in etwa 2100 Meter Höhe hinüber zum Wöstersattel. Im Sommer blühen dort unglaublich viele Blumen. Knapp unterhalb des Sattels bietet sich an einem Kreuz eine letzte Rastmöglichkeit, ehe der steile Abstieg nach Lech beginnt. In einigen Kehren geht es über loses Geröll hinab zur Tälialpe, wo der Weg wieder flacher wird. Durch das Wöstertäli gelangt man wieder nach Lech.  

Ausgangspunkt und Anfahrt: Bergstation der Rüfikopfbahn, 2350 m; die Talstation befindet sich in Lech; Parkmöglichkeit in der Tiefgarage in der Nähe der Kirche; Bushaltestelle: Lech Rüfiplatz.
Höchster Punkt: Rüfikopf, 2362 m.
Reine Gehzeit: Für die gesamte Wanderung sollte man ca. 3 1/2 Std. einplanen.
Einkehr: Gaststätte an der Bergstation der Rüfikopfbahn, unterwegs keine Einkehrmöglichkeiten.
Charakter: Insgesamt ist die Wanderung als einfach zu bezeichnen, im Ochsengümple und beim Abstieg vom Wöstersattel zur Tälialpe wird aber absolute Trittsicherheit verlangt.
Literatur: Hirtlreiter, Gerhard und Kuhnlein, Rudolf. Bergtouren rund um das Lechtal, München, 1993. Mayr, Herbert. Arlberg - Paznaun, Rother Wanderführer, München, 1996.
« Letzte Änderung: 18, Feb, 2011, 12:10:22 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #12 am: 16, Feb, 2011, 13:44:45 »

Bild 1: Vom Rüfikopf blickt man in nördlicher Richtung zum Wösterhorn und die Rappenspitze, darunter der Wöstersattel. Deutlich ist ein Teil des Abstiegswegs zur Tälialpe zu sehen. Im Hintergrund links die Kleinwalsertaler Berge mit dem Walser Geißhorn, rechts der Allgäuer Hauptkamm mit dem Hohen Licht.
Bild 2: Die Rüfispitze gesehen vom Rüfikopf, im Hintergrund rechts Valluga, Pazüelfernerspitze und Trittkopf.


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* bild2.jpg (23.28 KB, 640x260 - angeschaut 508 Mal.)
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« Antworten #13 am: 16, Feb, 2011, 13:46:38 »

Bild 3: Blick vom Rüfikopf nach Westen zum Lechquellengebirge mit den Wildgrubenspitzen.
Bild 4: Der Monzabonsee, im Hintergrund Patteriol und Kaltenberg in der Verwallgruppe.


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« Antworten #14 am: 16, Feb, 2011, 13:48:18 »

Bild 5: Beim Abstieg vom Wöstersattel: Rückblick zum Rüfikopf ...
Bild 6: ... und Tiefblick auf Lech.


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