Hoher Trauchberg (Wolfskopf)  (gelesen 946 mal)

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Offline kalle

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Hoher Trauchberg (Wolfskopf)
« am: 28. Jan 2017 - 18:46 Uhr »
Heute ging es für eine Schneeschuhtour nach Halblech um den Hohen Trauchberg zu erkunden.

Halblech (Süd) - Nordflanke Mühlschartenkopf - Sennalpe - Querung südlich unterhalb Hochrieskopf - Wolfskopf - Schöffweg - Trauchberg Höhenweg - Halblech


die Sennalpe am Sattel östlich vom Görgeleck
Links der Halblechbrücke auf einem Forstweg in mäßiger Steigung parallel zum Skilift hinauf bis an den unteren Beginn der Nordflanke des Mühlschartenkopfes. Schon nach dem ersten Wegschranken sollte man dabei frei über den Hang aufsteigen, da der Forstweg wegen einer Wildfütterung etwas weiter westlich für den Wanderer gesperrt ist. Knapp oberhalb der Bergstation des Schleppliftes auf einem Ziehweg recht steil ansteigend zu einer Jagdhütte in einem Graben nördlich des Görglecks. Etwas ausholend zunächst in südlicher Richtung und bald nach Osten auf einen mit einem Jungwald bestandenen Kopf. Durch dichten Wald hinaus zum Sattel mit Kreuz. Vom Sattel kurz nach Süden durch die weite Waldschneise zur Sennalpe. Obwohl Sennalpe hier etwas übertrieben wirkt, wenn man sich den kleinen Hüttenbau besieht - nicht viel größer als ein Stadel. Vielleicht ist das Stallgebäude aber schon längst verfallen, unter der Schneedecke kann man aber solche Spuren nicht entdecken und so bleibt es reine Spekulation. Vielleicht weiß darüber jemand anders mehr?

Dem dick verschneiten Fahrweg folgend geht es weiter nach Osten, von dem in der Karte ersichtlichen Hochmoor und den moosigen Ebenen ist kaum etwas zu erkennen. Der Wald gibt generell nur selten weitere Ausblicke frei und die Fichten-Monokultur sorgt auch nicht unbedingt für viel Abwechslung. Erst bei der Weggabelung südlich des Hochrieskopfes folgt ein uriger Hindernislauf durch einen knorrigen Baumbestand, welcher aber schon mit dem Abstieg in den folgenden Sattel wieder endet. Aus dem Sattel gegen Nordosten aufsteigend bietet sich kurzzeitig einer der raren Ausblicke, sowohl hinab nach Norden in das abrupt abflachende Alpenvorland, als auch gegen Süden hin zu der Gipfelreihe der Klammspitzgruppe. Bald schlängelt sich der Anstieg durch einen recht dichten Wald und führt auf die abgerundete Gipfelkuppe des Wolfskopfes. Vom Gipfelkreuz aus gibt eine schmale Schneise nur den Blick gegen Norden frei. Alle anderen Blickrichtungen werden von den hohen Fichten verstellt.



Nach der Gipfelrast wieder in den Sattel und auf dem Schöffweg quer gegen Westen durch den Wald hinab. Das Gelände ist gerade zu Anfang noch recht steil, legt sich aber immer mehr zurück. Entlang langgezogener Kehren leitet ein schmaler Ziehweg durch das Gelände und kurz darauf zeigt ein Wegweiser den Verlauf des Trauchberg Höhenwegs gegen Südwesten an. Mal flach mal leicht fallend quert man die Trauchberg-Nordflanke bis an den Pistenrand des Lifts oberhalb von Halblech. Dort den Hang hinunter und in wenigen Minuten zurück zum Parkplatz.

FAZIT: die Zustiege und Hochmoorflächen mit ihrem Waldreichtum bieten zunächst wenig reizvolles. Erst südlich von Hochrieskopf und am Gipfelkamm entwickelt die Tour kurzzeitig ihren eigenen Charme. Am Abstieg kann man den Ausblick nach Norden auf sich wirken lassen und die Geländestrukturen mit ihren Erhebungen wie Hohenpeißenberg und Auerberg, sowie den Verlauf des Lechs studieren. Allerdings hat man hier zum allergrößten Teil seine Ruhe, nur wenige verirren sich in das Gebiet westlich des Hochrieskopfes. Am Wolfskopf ist es dann etwas betriebsamer, aber auf jeden Fall erträglich.

Höhendifferenz: 700 Meter (ca. 750 Meter inkl. Gegenanstiege)
Gehzeit: ca. 4,5 Stunden

Tourenabschnitte
« Letzte Änderung: 28. Jan 2017 - 19:42 Uhr von kalle »

Offline Bergfex33

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Re: Hoher Trauchberg (Wolfskopf)
« Antwort #1 am: 28. Jan 2017 - 20:00 Uhr »
Guter Vorschlag für eine Schneeschuhtour :-L)
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Offline Graddler

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Re: Hoher Trauchberg (Wolfskopf)
« Antwort #2 am: 28. Jan 2017 - 22:51 Uhr »
Kalle, vielen Dank für deinen Bericht.

Ich war dort in der Gegend mal mit dem MTB unterwegs. Mich hat damals der schier endlose und relativ monotone Fichtenwald mit nur wenigen Aussichtsmöglichkeiten nachhaltig beeindruckt. In deinem fairen Bericht finde ich mehrfach ähnliche Beobachtungen.

Eine gewisse Abwechslung im Landschaftsbild sowie Aus- und Fernblicke sind für mich immer häufiger ein Kriterium bei der Auswahl der Tourenziele, zumindest innerhalb der waldreichen Höhenzone.
« Letzte Änderung: 28. Jan 2017 - 22:53 Uhr von Graddler »
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Offline jabal

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Re: Hoher Trauchberg (Wolfskopf)
« Antwort #3 am: 29. Jan 2017 - 01:09 Uhr »
Wer mag, kann die Runde noch (mindestens) bis zur Niederen Bleick fortsetzen, allerdings wird man dort von der Aussicht schier erschlagen. Dem "monotonen Fichtenwald" rückt man dort mit sensibel angelegten Wirtschaftswegen zu Leibe.
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