Außerfern/Allgäu-Portal

dies & das => Stammtisch [Off-Topic] => Thema gestartet von: kalle am 22. Sep 2013 - 18:31 Uhr

Titel: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 22. Sep 2013 - 18:31 Uhr
Und jedes Wochenende das selbe Bild auf der B179 durch das Zwischentoren: STAU!

Und die anderen Täler werden von Horden von Motorrädern malträtiert.  :no(
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Die_Grenzgaenger am 22. Sep 2013 - 20:14 Uhr
Zum Glück ist bald Saisonende/November und die "Stinker" verschwinden wieder in der Garage. Die Lärm- und Geruchsbelästigung heute auf der Lechtalbundesstrasse im Bereich Steeg und Warth, konnte man kaum noch toppen.

Gruss Die_Grenzgänger
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Wagner Alex am 23. Sep 2013 - 09:07 Uhr
Nur, was ist die Lösung?

ZB: http://www.meinbezirk.at/berwang/chronik/massnahmen-gegen-den-stau-d688467.html (http://www.meinbezirk.at/berwang/chronik/massnahmen-gegen-den-stau-d688467.html) ???
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kleimber am 24. Sep 2013 - 12:25 Uhr
Habe ich groesstes Verstaendnis fuer.
Bitte um schnellstmoegliche Umsetzung.
Solche Ueberlegungen gibt es auch fuer das Bodensee- Nordufer. Die warten nur noch auf einen "Piloten".

Ansonsten wird nach wie vor jeder Verkehr ernten, der Strassen saet.
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Bergfex33 am 24. Sep 2013 - 21:39 Uhr
Ampeln werden das Problem nicht wirklich lösen

Wenn man endlich mal die Fernpassstrasse ausbauen würde, wär das sicherlich die bessere Lösung

LG
Bergfex33

Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Mt.Mc.Harry am 26. Sep 2013 - 07:14 Uhr
Klingt doch sehr vielversprechend - dann wäre zumindest Bezierksintern die Lage entspannt. Wäre meiner Ansicht nach zumindest eine kostengünstige Übergangslösung.

Früher hätte ich auch gesagt - Fernpasstunnel... nix anderes hilft. Aber mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Bei der Fernpassstraße gibts noch einige andere Schwachstellen, an denen es stauen würde, wenn der Fernpass (und Tschirgant) ausgebaut würde. Verkehrsaufkommen würde mit dem Ausbau höchstwahrscheinlich aufwärts gehen (und kann mir auch nicht vorstellen daß das LKW Fahrverbot auf Dauer aufrecht bliebe). Auch die ASFINAG hat kürzlich gemeint - ohne LKW rentiert sich der Ausbau nicht.
Meiner Ansicht nach würde der Ausbau nur dazu führen daß der Transit zunehmen würde und die Staus verlägert würden.  Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein in dem Fall also ein entgegenkommender Zug sein...

Lg
Harry

Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Kristian am 26. Sep 2013 - 14:46 Uhr
Zitat
Pförtneranlagen‘ – die in Wahrheit nichts anderes sind als Ampeln, die den Verkehrsfluss steuern – sollen sicherstellen, dass höchstens 80 % der Stunden-Kapazität in den Bezirk einfahren dürfen. 20 % bleiben für den regionalen Verkehr reserviert“,

Mit Verlaub, so ein Rohrkrepierer kann nur von den Grünen kommen.  Wenn mit regionaler (Blockade)- Politik versucht wird, ein europäisches Problem auf einer Haupttransitachse zu lösen, kann nur etwas rauskommen, bei dem es am Ende keinen Gewinner gibt. Moderne Navis leiten dann eben um die Ampel herum. Vor allem, wo sollen die Ampeln dann überall stehen? An jeder Auffahrt zur B 179?
Wenn die Ampel am Grenztunnel auf rot steht, wird eben wie früher nicht mehr über die Autobahn sondern über die Landstraße gefahren. Die gerade erst vom Durchgangsverkehr befreiten Orte Nesselwang, Pfroten, Vils usw. werden begeistert sein. Ebenso könnte sich die Ausweichstrecke übers Oberjoch und  durchs Tannheimer Tal etablieren. Der Knoten Oberjoch ist aber durch an und abfließenden Skifahrerverkehr und durch den typischen, für nahezu alles (auch zum Auto fahren) zu dämlichen Tannheimer-Tal-Touri bereits über Gebühr belastet.

Eine Lösung, die den Stau nur verlagert, eher noch mehr davon verursacht.
Anzustreben wäre eine Straßenverbindung  von der A7 zur Inntalautobahn, die überwiegend unterirdisch (Gartnerwand- und Tschirganttunnel) verläuft und mit entsprechenden Lärm- und Sichtschutzeinrichtungen versehen ist.
 Alternativ wäre eine Bahverladung von Füssen nach Bozen mit Aus- und Zustiegsmöglichkeit in Imst anzustreben. Eben so wieder die Lötschberg-Simplonstrecke.  Die Preise dafür dürfte nicht höher liegen als die ersparten Maut- und Treibstoffkosten.



Woher soll das Geld dafür kommen? Ganz klar aus EU Mitteln. Es ist nur gerecht, wenn die in den EU Topf eingezahlten Abgaben dort investiert werden, wo man Arbeitet und Steuern bezahlt. Nämlich in Zentralmitteleuropa.
Sicher eine weit sinnvollere Maßnahme als dubiose Hängebrücken, nicht existente Olivenhaine in Griechenland  oder NPD-versiffte Jugendzentren in der Ex-DRR zu finanzieren.

Zitat
Und dass wir Grüne auch am weiteren Ausbau des Bahn- und Busverkehrs zusammenarbeiten, ist ohnehin eine Selbstverständlichkeit.“

Wollte man das nicht auch in Stuttgart machen? Wer war dagegen?
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Mt.Mc.Harry am 26. Sep 2013 - 16:31 Uhr
Ok.... dann spielen wir kurz das Szenario Gartnerwand und Tschirganttunnel durch - realistisch - so wie das heutzutage abgewickelt wird. Nehmen wir an dieses Jahr wird die Untertunnelung beschlossen - was dann. Zuerst Planungsphase... Genehmigungsphase - mit Gutachten etc - Abänderungen bis alles passt. Zusätzlich kommen dann die Verhandlungen über Gelder mit der EU (und verhandlungen über LKW-Fahrverbot im Ausserfern das jetzt schon schwer zu halten ist). Baubeginn dürfte dann frühestens in 10 Jahren sein - Vollendung beider Tunnel in 15 bis 20 Jahren. (Auch wenn ein Politiker mit austro-kanadischem Slang anbieten sollte: Ich kauf diesen Fernpass und bau einen Tunnel...).

Wenn man eine Pförtneranlage baut - und der Verkehr steht vor dem Grenztunnel und Reutte Nord - wo ist da der große unterschied zu der derzeitigen Blockabfgertigungsstrategie? Der Plan ist ja nicht keine Autos durchzulassen sondern genauso viel, dass der Verkehr am laufen gehalten wird und zumindest Ausserfernintern gefahren werden kann. Stau ist vor dem Grenztunnel so und so. Da wird sich deshalb der Verkehr nicht mehr verlagern als beim Status quo.

Lg
Harry

Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Kristian am 16. Okt 2013 - 17:38 Uhr
@ Harry

nur weil ein Projekt nicht Morgen fertig ist, soll man es verwerfen?

Die Schweizer bauen und planen seit 20 Jahren an ihrer NEAT. Bald wird sie fertig Sein und das Gros des Güterverkehrs durch die Alpen wird diesen Weg wählen  (müssen).

Panamakanal, Suezkanal wurden auch gebaut, obwohl mit Zig Jahren Bauzeit zu rechnen war.

Die Probleme durch Rechtstreite, Gutachten, Genehmigung sind meist hausgemacht. Darauf sollte man keine Rücksicht nehmen.

Zielführend ist es, dieses Problem europäisch zu lösen, indem der Verkehr auf den Haupttransitachsen durch die Alpen weitgehend unterirdisch verläuft und der Schadstoffaustausch  bei Neuwagen Schritt für Schritt gesenkt wird. Leider ist die Politik von Deutschland und Österreich in diesen Fällen von lokalem Eigensinn und nicht von zielführenden Lösungen geprägt.  Die einen verhindern einen gedeckelten CO² Ausstoß, die anderen machen mit einer irrsinnigen Maut und Blockadepolitik den Leuten  (am meisten den Anwohnern und Pendlern) das Leben schwer. Hauptsache man kann fette, teuere Protzautos verkaufen, die dann im Stau stehen, bzw Hauptsache die ASFINAG kann kassieren.
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Mt.Mc.Harry am 17. Okt 2013 - 06:58 Uhr
@ Kristian

sage ja nicht dass man den Tunnelplan verwerfen muss (auch wenns meiner Ansicht nach so wies derzeit angedacht ist nicht zeilführend ist). Ich meine nur dass man einer Maßnahem die mehr oder weniger sofort durchführbar ist, zusätzlich nicht viel kostet, und dem Ausserfern eine Entspannung bringen könnte eine Chance geben sollte (zumindest als Übergangslösung).... und nicht schreit: "Ich warte lieber 20 Jare auf den Tunnel"
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Wagner Alex am 17. Okt 2013 - 07:26 Uhr
Finde auch, dass man die kurzfristige Lösung mal testen sollte und längerfristige Lösungen parallel planen, ausführen muss(!).
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 02. Feb 2014 - 19:20 Uhr
Es wurde jetzt seitens des Landes Tirol eine Studie in Auftrag gegeben, welche den Nutzen eines Scheiteltunnels erörtern soll. Insgesamt ist die Frage, ob es denn einen Fernpasstunnel braucht, sehr umstritten und es gibt in der betroffenen Bevölkerung die unterschiedlichsten Meinungen dazu.
Auch das schon angesprochene "Dosiersystem" soll dabei genauer unter die Lupe genommen werden.

Das Resultat der Studie wird bis zum Frühjahr 2014 erwartet.
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 01. Mär 2014 - 11:24 Uhr
Es ist wieder mal soweit...  >:(

Stau auf der B179 und die Exekutive ist nicht fähig einen Posten abzustellen, der Auswärtige wieder auf die Umfahrung zurückweist.
Die Folge ist nun, dass auch auf allen Nebenstraßen nichts mehr geht. Reutte ist vollends verstopft.

Na dann, ein schönes Wochenende im Stau  :ohmann:

 :maul: :wand: :kotz:
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: eganahl am 01. Mär 2014 - 11:49 Uhr
Hallo Kalle,

es dauert etwas länger, aber ich komme doch noch dahin wo ich hin will, zum Bader in Lechaschau da muss man hin!
Im Schluxen war mir der Kuchen zu trocken, also bin ich weiter.... ;D

Gruß
Egon
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Luis am 01. Mär 2014 - 20:12 Uhr
Ich glaube, dass die Lösung nur über eine wirtschaftliche Lenkung (zB eine Maut) erreichbar ist. Erst dann wird sich der Umgehungsverkehr aufhören und die Straße auch wieder für die einheimische Bevölkerung befahrbar sein. Wenn man früh genug startet, ist der Fernpass übrigens auch am Samstag kein Problem. Die Motorradfahrer in den Seitentälern hingegen sind laut und unangenehm. Nachdem man sie als einspuriges Fahrzeug nahezu überall überholen kann, stellen sie in der Regel aber kein Verkehrshindernis dar.
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: charly am 01. Mär 2014 - 21:25 Uhr
was ist Früh genug- um schnell über den Fernpass zu Kommen ???
heute - 1.3.- um 7 Uhr 15 - in Lechaschau gestartet - um 8 Uhr 50 in Imst gewesen ....

Normalfahrzeit 50 min - Heute 95 min.
sie haben uns schon aus der Startliste gestrichen- Tiroler Meisterschaft- im Klettern- und Gnadenhalber - doch mitmachen lassen....

am Rückweg - wenig verkehr....
erst in der Innsbrucker Straße- Ortsgebiet Reutte- sind uns Nur Holländer entgegengekommen...

das Verlassen der Hauptstraße- zum zwecke einer vermeintlichen Fahrzeitverkürzung - gehört verboten ....

die Frommen Sprüche  - und die Ideen- der Verkehrsteuerung ....
die können sie sich alle - in die Haare schmieren ......
das sind doch alle dampf Plauderer - die Nur Heiße Luft produzieren....

geändert hat sich die letzten 20 Jahre nur eines.....
es ist schlimmer geworden....
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: bergfuehrer am 01. Mär 2014 - 21:59 Uhr
stau wo man hinschaut, von holland bis zum fernpass

zuerst eine frage: dürfen externe  (nicht-anrainer) überhaupt mitdiskutieren?

wann öffnet endlich der hantennen und warth-lech im winter?
dann ist der ausserfern nicht so voll autostau, dann kann der autoverkehr über drei tore nach süden abfliessen.


mfg
hermann
 
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: bergfuehrer am 04. Mär 2014 - 12:09 Uhr
kein stau vor der haustür,

frau und man  schaffts auch zu fuss,

mfg
hermann
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Lampi am 14. Mär 2014 - 21:43 Uhr
wann öffnet endlich der hantennen im winter?
Zahlst Du den Scheiteltunnel (5-6 km?
)
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: wegener am 16. Mär 2014 - 11:29 Uhr
Am Fernpass wünsche ich mir oft Bordgeschütze.
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Alpenspezi am 16. Mär 2014 - 11:42 Uhr
Am Fernpass wünsche ich mir oft Bordgeschütze.

Der hinter dir aber auch ...  ;)
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: wegener am 16. Mär 2014 - 11:44 Uhr
Ja das ist das wirklich tragische, dass man selber auch Teil der Blechlawine wird, durch sein Freizeitverhalten.

PS: Bordgeschütze sind auch eher was für die Psyche, wirklich effektiv wäre eine vernünftige Raketenbewaffnung. :)
Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: obadoba am 16. Mär 2014 - 13:05 Uhr
zuerst eine frage: dürfen externe  (nicht-anrainer) überhaupt mitdiskutieren?

Warum nicht?
Drin Stehen nervt ja auch gewaltig.

Wir haben's offensichtlich schlau angestellt: Letzten Sonntag um halb 8 in KE los - kein Verkehr am Fernpass.
Diesen Samstag um 2 Uhr Nachmittags im Langtauferer Tal gestartet - kein Verkehr am Fernpass Richtung Norden (nach Süden aber noch immer).

So verschenkt man vielleicht ein wenig Urlaub, gewinnt dafür aber in allen anderen Bereichen deutlich.  :-L)

Titel: Re:B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Alpenspezi am 16. Mär 2014 - 17:55 Uhr
Warum nicht?
Drin Stehen nervt ja auch gewaltig.

Aber im Gegensatz zu den "nur Drinstehern" können die Anrainer der Blechlawine nicht (immer) durch antizyklisches Verhalten, wie in deinem Fall, entgehen ...
Titel: und wieder B179
Beitrag von: kalle am 18. Aug 2015 - 12:34 Uhr
In letzter Zeit entwickelt sich die B179 immer mehr zur Todesfalle  :'(

Es vergeht beinahe keine Woche mehr, in welcher auf der B179 - Fernpassbundesstraße kein Toter zu beklagen ist. Heute morgen um 8 Uhr war es wieder soweit: ein LKW-Lenker verlor die Kontrolle über sein tonnenschweres Fahrzeug, welches umstürzte und ein deutsches Fahrzeug unter sich begrub. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Letzte Woche erst, war ein Fahrzeug im Bereich des Katzenberges auf die Gegenfahrbahn geraten und forderte ein Todesopfer, sowie 3 Schwerverletzte.

In der Woche davor 10 Schwerverletzte, ebenfalls wegen einem auf die Gegenfahrbahn geratenen Fahrzeug.

Und wenn die Straße nicht wegen schweren Unfällen gesperrt ist, dann herrscht wegen Überlastung halt trotzdem Stau. In den an der Strecke gelegenen Ortschaften geht dann innerhalb kürzester Zeit auch nichts mehr.

Im Mittelalter war diese Strecke ein Segen für die Region, heute entwickelt sie sich immer mehr zum Fluch...  ::)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Schorsch_KFB am 18. Aug 2015 - 22:49 Uhr
Wer Straßen säht, wird Verkehr ernten.

Bitter, aber es ist leider so. Im Grunde müsste die Straße 4 Spurig sein, aber - siehe Eingangszitat - wäre noch mehr Verkehr die Folge. Ich hab auch keine Lösung, was man da machen könnte.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Yucateco am 26. Aug 2015 - 12:43 Uhr
Also die Anwohner tun mir echt leid. Ich glaub ich würde auch durchdrehen, wenn ich die Straße öfters benützen müsste.

Wir sind vor zwei Wochen (Samstag) über das Hahntennjoch ausgewichen, da extrem viel Stau war. Hat nicht wirklich was gebracht. Auf der Rückfahrt sind wir um 6.30 in Mals losgefahren und waren um neun am Füssener Tunnel mit einer kleinen Pause. In Richtung Süden war schon wieder Blockabfertigung.  :(

Keine Ahnung wie man das lösen kann. Ich bin imer froh wenn ich am Zugspitzblick vorbei bin. Danach geht es meistens.

Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: jimbobkeli am 26. Aug 2015 - 12:49 Uhr
ich würde ganz gerne öfter Mal mit dem Zug nach Reutte fahren. Leider geht das von Stuttgart aus nur mit i.d.R. zwei Mal umsteigen. Wer öfter Bahn fährt weiss was das bedeutet bei der häufigen Unpünktlichkeit der Bahnen. Neulich dann Signalschaden und Endstation Bad Grönenbach. Muss man auch mögen. Aber wenn ein paar der Autofahrer die regelmäßig die Straßen verstopfen umsteigen würden: vielleicht gäbe es dann bei der Bahn eine Alternative zu immer weitergehender Ausdünnung der ländlichen Verbindungen? Jedenfalls fahre ich Freitag mit der Bahn nach Oberstorf und laufe Samstagmorgen vom Nebelhorn nach Hinterhornbach.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Lampi am 26. Aug 2015 - 15:12 Uhr
Jedenfalls fahre ich Freitag mit der Bahn nach Oberstorf und laufe Samstagmorgen vom Nebelhorn nach Hinterhornbach.
Wenigstens ein Vernünftiger
Titel: B179 - Spitzenreiter bei Staus in Österreich
Beitrag von: kalle am 08. Sep 2015 - 18:33 Uhr
Zitat
...laut dem ÖAMTC hat fast jeder zehnte Stau österreichweit die Fernpassstraße betroffen...

Zitat
...am Sonntag standen die Autofahrer zwischen Füssen und dem Fernpass zwei Stunden im Stau. In diesem Sommer war das aber nichts Außergewöhnliches. 46 Mal verzeichnete der ÖAMTC auf der Fernpassstraße am Samstag oder Sonntag einen Stau...

hier die ganze Meldung bei ORF-Tirol (http://tirol.orf.at/news/stories/2730249/)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Kristian am 10. Sep 2015 - 18:00 Uhr
Tja, da hat man sich mit der Alpenkonvention gehörige Fußfesseln angelegt. Der Fernpass ist nunmal eine Haupttransitachse. Nicht erst in den letzten Jahren, sondern schon in der Römerzeit.
http://www.alpconv.org/de/convention/framework/Documents/protokoll_d_verkehr.pdf

Einem vertraglichen Nichtausbau steht das ständige Werben der innertiroler Gebiete um den Gast entgegen. Erfolgreich ist im Ötztal neuerdings auch der Sommertourismus mit Biken, Klettersteigen, Rafting usw. Zudem der Transitverkehr in den Süden. Außerdem hat Tirol als Industriestandort bezogen auf die geringe Fläche beachtliches geleistet. Auch das verursacht Verkehr.

Das ganze ist in sich nicht schlüssig. So wertvoll die Alpenkonvention auch ist. Sie muss überarbeitet werden. Verkehr ist ein europäischen Problem, das europäischer Lösungen bedarf.

Sinnvoll wäre eine großzügige Tunnellösung, die so beschaffen ist, das der Landschaftsverbrauch gering ist. Wer soll das bezahlen? Europäische Problem sollten von der EU finanziert werden. Es ist nur gerecht, wenn das Geld dort investiert wird, wo auch Steuern bezahlt werden und somit der Großregion Alpenraum zu Gute kommt.

Den Bedarf an Arbeitskräften könnte man zum Teil aus der aktuellen Einwanderungswelle decken und damit den Menschen eine Chance geben Arbeit, Geld und Anerkennung zu erlangen.

Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 10. Sep 2015 - 19:06 Uhr
Schön langsam fruchten auch die Argumente der Grünen nicht mehr, wenn da die Rede davon ist: "Wer Straßen sät...".

Der Verkehr ist schon lange da und die dazugehörige Verkehrslösung eine Zumutung für alle Beteiligten. Was nützt das Verweigern, wenn die Anwohner nicht mehr von A nach B kommen und die Erledigungen des täglichen Lebens schon während der Woche minutiös geplant und durchgeführt werden müssen, in dem Wissen dass am Wochenende gar nichts mehr geht?

Verursacht "stehender Verkehr" denn weniger Schadstoffe als der fließende??? Haben die "Dosiersysteme" zu einem nennenswerten Erfolg geführt? Nein!

Alle Straßen, auch jene der anliegenden Gemeinden, waren beinahe permanent verstopft. Ist der Verkehr inzwischen schon unter der Woche sehr stark, zieht es ab Donnerstag noch merklich an und Freitag, Samstags und Sonntags kommt es zum wöchentlichen "Stillstand" in der gesamten Region entlang der Fernpassstraße. An einer ernst gemeinten Projektierung mit den Tunnels wird man langfristig wohl nicht vorbei kommen. Das Geld für "Scheinverbesserungen" (Katzenberg - Ewigkeitskurve, Süd-West-Umfahrung-Heiterwang) hätte man besser für eine gesamtheitliche Herangehensweise "gespart".
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Lampi am 11. Sep 2015 - 10:56 Uhr
Schon seit 150 Jahren waren Eisenbahnzüge, auf die erfahrungsgemäß hoher Andrang herrschte, reservierungspflichtig.
Wir alle erleben die Straßen voll, weil wir alle zur gleichen Zeit fahren. Zu anderen Zeiten wäre ja durchaus noch Platz.
Meine Idee: Warum kann man das nicht mit den Fernstraßen zu Stoßzeiten ähnlich machen: Wer z.B. Freitags 15-18:30 fahren will, muss reservieren. Wer das nicht will, muss halt vor- oder nachher fahren. Allein technisch sollte eine solche Reservierung möglich sein. Wie war das noch mal mit dem viel beschworenen "Internet of things"?

Und auch wenn es ständig dementiert wird: Die Pkw- Maut wird kommen. Dann sollte auch genug Geld da sein für so was.
Immerhin war ja auch genug Geld da, im Osten Deutschlands für stellenweise weniger als 10000 Fahrzeuge täglich Autobahnen durch den Thüringer Wald, von Halle nach Magdeburg, im nord(ost)deutschen NiemandsTiefland, von Dresden nach Außig und an weitere sinnlose Stellen zu bauen, wo ein paar Begradigungen und Ortsumgehungen mehr als nur ausreichend gewesen wären.

Und jetzt nach dem Ausbau der A8 auf der Alb- Hochfläche wird die (bewährte) Streckenbeeinflussungsanlage abgebaut, obwohl man sich ausrechnen kann, dass man sie in spätestens 15 Jahren wieder braucht.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Lampi am 11. Sep 2015 - 11:00 Uhr
"Scheinverbesserungen" (Süd-West-Umfahrung-Heiterwang) hätte man besser für eine gesamtheitliche Herangehensweise "gespart".
Bloß nicht! Auf der Rückfahrt gehen wir immer nach Heiterwang zum Tanken und freuen uns dass wir da nicht mehr warten müssen. wie all die anderen die an der Grenz- Restanlage tanken ;D
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 09. Okt 2015 - 14:54 Uhr
Der Herr LH Platter (ÖVP) meinte, der Fernpass-Scheiteltunnel wäre "auf Schiene" und erntete wenig Begeisterung für sein Vorhaben bei der leidgeprüften Bevölkerung von Zwischentoren und dem Reuttener Becken.
Die Tunnel-Variante (Bichlbach - Nassereith) wurde von den anwesenden Zuhörern zwar gefordert, da diese zu recht genug von dem "Flickwerk" in ihrer Talschaft haben, sie wurden aber von den Politiktreibenden gleich wieder zurecht gestutzt. Zum einen sei die Tunnel-Lösung zu langwierig und natürlich auch zu teuer.

Also werden jetzt wohl Millionen in ein weiteres Projekt fließen, das genau wie die Heiterwang-Umfahrung (32,5 Mio. Euro) und der Ausbau der "Ewigkeitskurve" am Katzenberg (2,2 Millionen Euro) sehr wenig zu einer echten und nachhaltigen Verbesserung der Situation auf der B179 beigetragen haben. Das Flickwerk findet seine Fortsetzung, Steuergelder in Millionenhöhe rieseln in Scheinlösungen, aber die amtierenden Politiker können sich die Hände reiben und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.

DENN SIE TUN WAS!
...und wenns auch nichts gescheites ist...

Das "Dosiersystem" entpuppte sich wohl als Rohrkrepierer und was würde ein Scheiteltunnel am Fernpass nützen, wenn bereits alles am Katzenberg steht, weil wieder massenweise LKW´s ohne Ketten auf der relativ steilen Strecke den kompletten Verkehr lahm legen.

Auf deutscher Seite ist man hingegen weiter. Der Tunnel bei Oberau ist (immerhin auch) nach vier Jahrzehnten beschlossen und der Spatenstich getan. Weiter geht es mit dem Kramertunnel, der den Umgehungsverkehr von Garmisch-Partenkirchen direkt in das Loisachtal führt. Das dürfte gerade auch im Bereich Ehrwald für einen erheblichen Anstieg der Verkehrsbelastung sorgen, so ist es nicht verwunderlich, dass auch der Bürgermeister von Ehrwald in das selbe Horn stößt und meint: „Sollte nichts fruchten, dann muss es auch erlaubt sein, große Lösungen wie die Autobahn anzudenken.“ Bgm. Martin Hohenegg wendet sich somit ebenfalls von "der Politik der kleinen Schritte" ab.

Wenn dann auch noch der deutsche Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von "großen Verkehrsströmen auf dieser zentralen Nord-Süd-Achse" spricht, wird man wohl auf österreichischer bzw. Tiroler Seite nicht die Augen davor verschließen können, dass es langsam an der Zeit wäre, eine tatsächlich umfassende Lösung parat zu halten um zu verhindern, dass das Außerfern endgültig am Verkehrskollaps dahinsiecht.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 02. Jan 2016 - 14:31 Uhr
Und täglich... naja, wöchentlich grüßt das Murmeltier. Das neue Jahr hat begonnen und bringt natürlich wieder die alten Probleme.

Verkehrskollaps in Reutte
Die Wintersaison hat für das Außerfern im Grunde gar nicht erst begonnen, muss aber schon den gesamten Verkehr aus dem Nordwesten für die Wintersportorte in den Zentralalpen schlucken. Und das mit einer Strecke, die vermutlich nicht einmal die Hälfte des stauverursachenden Verkehrsaufkommens verkraften würde.

Das Problem artet immer weiter aus, da sich massenhaft viele Urlauber einen eklatanten Zeitgewinn versprechen, wenn sie die "Abkürzung durch Reutte" nehmen.

Weit gefehlt, durch den Bezirkshauptort geht nämlich so gut wie gar nichts mehr. Somit steht nicht nur der Verkehr auf der B179 still, sondern auch alle Anliegerstrecken sind, wieder einmal, verstopft. Die Navis lotsen den gemeinen Verkehrsbehinderer selbst noch in die kleinsten Gassen, nur um möglicherweise bei der Auffahrt Reutte-Süd ein Auto vor jenem einzufädeln hinter welchem man bei der Abfahrt Reutte-Nord ausgeschert ist?

Da kann ich uns Außerferner nur zu unserem tollen "Dosiersystem" beglückwünschen!
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: obadoba am 02. Jan 2016 - 17:52 Uhr
Da kann ich uns Außerferner nur zu unserem tollen "Dosiersystem" beglückwünschen!
Da kann ich mich nur anschließen: Herzliches Beileid.
Titel: B179 - Maßnahmenkatalog???
Beitrag von: kalle am 17. Mär 2016 - 23:41 Uhr
Heute in den Medien über folgenden Artikel (http://www.tt.com/panorama/verkehr/11254142-91/maßnahmenpaket-für-die-fernpass-strecke.csp) gestolpert...

Maßnahmenpaket für die Fernpaßstrecke

"Ein Jahr lang haben rund 50 Vertreter der Gemeinden entlang der Fernpass-Strecke, Planungsverbände, Regionalentwickler, Interessenvertreter, Politiker, Bürger, externe Experten und Beamte an der Entwicklung von kurz- und mittelfristig umsetzbaren Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität gearbeitet..."


Bis dahin dachte ich, dass das Problem nun wirklich einmal ernsthaft angegangen würde. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Der Maßnahmenkatalog sieht folgende Punkte vor:

- Dosiersystem Reutte-Süd (das ja "so erfolgreich" gewesen sein soll  :P )
- Optimierung Blockabfertigung Lermooser Tunnel
- Pförtnerampel (vermutlich bei Einfahrt Füssener Tunnel von Norden?)
- Kameras und Verkehrszähleinrichtung
- Rückbau Ortsdurchfahrt Obsteig???
- Lärmschutzmaßnahmen Bichlbach und Reutte
- Fußgänger-Unterführung Fernsteinsee und Tarrenz
- Plakatkampagne zur autofreien Anreise
- Schnellbus von Reutte nach Imst und Innsbruck

Was soll das denn bitte sein???
Für solch ein Maßnahmenpaket brauchen die also ein Jahr lang und dann kommt dieses Ergebnis dabei heraus? Und dafür verschleudert man Unsummen an Steuergeldern?

Wahnsinns Leistung! Wow, da bin ich jetzt echt beeindruckt!  :ohmann:  :lol2:

Da haben es die Murnauer und Garmisch-Partenkirchener besser, dort wurden in der vergangenen Woche gleich mehrere Bauvorhaben zur Entlastung der Bürger und Orte angekündigt (http://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/landkreis/bundesverkehrswegeplan-landkreis-garmisch-partenkirchen-kommt-gut-weg-6217021.html).
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: FalscherHase am 18. Mär 2016 - 06:33 Uhr
was ist das für ein Dosiersystem?
PS: ich kann den Link nicht öffnen
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: otto am 18. Mär 2016 - 18:57 Uhr
Das Dosiersystem ist einfach eine rote Ampel auf der B179
http://www.meinbezirk.at/reutte/politik/dosiersystem-fuer-b179-findet-gefallen-d655571.html

Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Andi am 18. Mär 2016 - 21:12 Uhr
Schwierige Geschichte. Um mir wirklich eine Meinung bilden zu koennen, muesste man mal die genauen Kosten fuer wirklich effektive Loesungen kennen und die zur Verfuegung stehenden Mittel.
Meine mal gehoert zu haben, dass ein Gartnerwandtunnel das jaehrliche Verkehrsbudget Tirols um der 14fache uebersteigen soll.

Und noch eine persoenliche Meinung an dieser Stelle: Skitouristischer Groessenwahn im Stil von Piz Valgonda oder Riedberger Horn loesen diese Probleme mit Sicherheit nicht.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 25. Mär 2016 - 13:47 Uhr
Eine umfassende, aber die insgesamt teuerste Variante wäre die "Tauern-Gartnerwand-Tschirgant-Tunnel-Lösung".

in Mrd.
AB-Tunnel Füssen mit 2. Röhre0,180
AB-Strecke Lände-Planseebrücke (inkl. Brückenbau für 2. Fahrbahn)1,600
AB-Strecke Planseewerk-Plattenwald bei Lähn0,275
AB-Tunnel Tauern0,310
AB-Strecke Heiterwang-Bichlbach0,760
AB-Tunnel Gartnerwand-Fernsteinsee2,475
AB-Strecke Fernsteinsee-See-Eck (Nassereith)0,690
AB-Tunnel Tschirgant und Anschluss an Inntalautobahn1,200
Summe7,490

Als Berechnungsgrundlage habe ich andere Autobahnbauten mit Tunnellösungen herangezogen. Dabei entstand etwa folgendes Bild:

für 1 m Autobahntunnel EUR 300.000,-
für 1 m Autobahn EUR 137.500,-

Eine andere Variante würde "nur" einen Fernpass-Scheiteltunnel sowie den Tschirgant-Tunnel vorsehen, allerdings wären hier weitere neuralgische Staupunkte (Straßenverengung Grenztunnel Füssen, Industriepark Breitenwang mit Stegerberg, Auffahrt Reutte-Süd Richtung Katzenberg, Klause und Burgenwelt Ehrenberg, Ortszufahrt bzw. Ausfahrt Heiterwang-Südost sowie Bichlbach und Berwanger Tal, Ortsdurchfahrt Rautängerle, einröhriger Straßentunnel Lermoos) nicht berücksichtigt und würden nicht zu dem gewünschten Ergebnis der Staufreiheit und der Verhinderung des Verkehrskollaps (zumindest an normalen Tagen) führen.

Der Streckenausbau, wie in der ersten Variante beschrieben, müsste ja aber auch nicht zwangsläufig als Autobahn erfolgen. Aber mindestens als Schnellstraße mit durch Leitschienen getrennten Fahrspuren, da es auf der gesamten Strecke innerhalb des Außerferns immer wieder zu teils verheerenden Frontalzusammenstößen kommt (missglückte Überholmanöver!). Eine zusätzliche Bemautung/Vignettenpflicht würde auch die "Mautflüchtlinge" ausschließen.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 25. Mär 2016 - 15:36 Uhr
Wenn man schon ein Maßnahmenpaket zur Erstversorgung des Patienten B179 schnürt, warum dann nicht einmal mit vernünftigen Auffahrten etwa im Bereich Bichlbach-West beginnen. Hier kommt es immer wieder zu haarsträubenden Situationen, da der "Auffahrwillige" irgendwann die Geduld verliert (hier einfädeln ist durchaus ein Geduldsspiel) und nach dem Motto "Augen zu und durch..." einfach mal Gas gibt.

Weiters eine Umfahrung beim Rautängerle zwischen Bichlbach und Lermoos und die Verlängerung der Überholspur bergauf von Lermoos kommend zur Anhöhe der Wasserscheide bei Lähn (Bichlbach). Möglicherweise könnte dann mit einem jeweils kurz gehaltenen Scheiteltunnel am Katzenberg und dem Fernpass schon eine zufriedenstellende und nachhaltige Lösung erzielt werden, welche einen Ausbau im großen Stil (wie im Beitrag zuvor) überflüssig machen würde.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Chris am 26. Mär 2016 - 16:36 Uhr
Wenn man schon ein Maßnahmenpaket zur Erstversorgung des Patienten B179 schnürt, warum dann nicht einmal mit vernünftigen Auffahrten etwa im Bereich Bichlbach-West beginnen. Hier kommt es immer wieder zu haarsträubenden Situationen, da der "Auffahrwillige" irgendwann die Geduld verliert (hier einfädeln ist durchaus ein Geduldsspiel) und nach dem Motto "Augen zu und durch..." einfach mal Gas gibt.

Heute Morgen habe ich gegen 7:45 Uhr ca. 10 Minuten in Bichlbach warten müssen, weil ich aus Richtung Berwang kommend nach links abbiegen wollte. Aufgrund des schon um diese Zeit sehr großen Reiseverkehrs war ein Abbiegen so gut wie unmöglich. Ich kam mir vor, als müsste ich von einer normalen "Dorfstraße" auf eine Autobahn abbiegen, allerdings ohne Beschleunigungsspur oder Ampel.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 26. Mär 2016 - 17:13 Uhr
...von einer normalen "Dorfstraße" auf eine Autobahn abbiegen, allerdings ohne Beschleunigungsspur oder Ampel...

...und noch dazu die Gegenfahrbahn querend  :-X

Es gibt aber eine zweite, etwas weniger waghalsige Möglichkeit von Bichlbach aus auf die Spur Richtung Reutte zu gelangen: dazu musst du bei bzw. hinter der OIL-Tankstelle geradeaus Richtung Talstation der Almkopfbahn weiterfahren, bei den Parkflächen über die Bahngeleise (weiß jetzt nicht ob diese beschrankt ist?) und dann erst rechts unter der Brücke der B179 hindurch um danach gleich links haltend auf die B179 aufzufahren. Damit hat man schon mal ohne Kamikaze-Aktion die richtige Seite der Straße erreicht.

Die Auffahrt hat sogar, wenn man so will, einen zugegebenermaßen recht kurzen Beschleunigungsstreifen. Die Variante ist aber allemal sicherer als jene bei der Tankstelle selbst.

Leider wird diese Variante nicht klar ausgeschildert. Vermutlich weil man ein paar Meter auf dem Radweg fährt (unter der Brücke hindurch). Ich bin diese Variante auch schon recht lange nicht mehr gefahren, da ich die Fahrt an Wochenenden und Feiertagen ins Zwischentoren unter allen Umständen meide und ich auch sonst eher selten dort unterwegs bin. Jedenfalls hätte man hier jetzt schon eine bestehende Unterführung mit Auffahrtsmöglichkeit, allerdings wissen das maximal ein paar Einheimische.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Andi am 27. Mär 2016 - 12:16 Uhr
Summe 7,490 [mrd]

Es gäbe mehr als 100 Milliardäre auf der Welt, die diese Summe einfach so aus dem Ärmel schütteln könnten.

https://de.wikipedia.org/wiki/The_World%E2%80%99s_Billionaires

Die 4 Milliarden ärmsten Menschen der Welt zusammen könnten es nicht.
Auch einer der reichsten Staaten der Welt (wie Österreich) kann es offensichtlich auch nicht.
Titel: B179 - Verkehrsaufkommen
Beitrag von: kalle am 15. Sep 2016 - 20:26 Uhr
Statistik zum Anstieg des durchschnittlichen Verkehrsaufkommens pro Tag an der B179 in den vergangenen 10 Jahren
Titel: B179 - Allianz fordert schnellen Tunnelbau
Beitrag von: kalle am 21. Sep 2016 - 10:22 Uhr
Fernpass: Allianz fordert schnellen Tunnelbau (http://www.tt.com/politik/landespolitik/12036955-91/fernpass-allianz-fordert-schnellen-tunnelbau.csp?tab=article)

Es hört sich - wie schon öfter - vielversprechend an, wenn da zu lesen ist: "Unternehmer aller Branchen [im gesamten Verlauf der Fernpass-Route] haben eine Resolution für den raschen Ausbau des Tschirgant- und Fernpass-Scheiteltunnels unterschrieben" und dass diese nun an LH Platter übergeben wurde.

Demgegenüber stehen aber die eher recht halbherzigen Umsetzungen entlastender straßenbaulicher Maßnahmen entlang der Strecke der Vergangenheit. Beispielsweise die neue Anbindung des Bichlbacher Streichelzoos sorgt bei den Einheimischen doch hin und wieder für ein Stirnrunzeln. Die Zufahrtsstraße wurde um 250 Meter weiter gegen Osten verlegt um die schon bestehende Aufweitung der Fahrbahn dort zu nutzen, wo auch die Gemeindestraße wieder auf die Bundesstraße trifft. Eine gesonderte Abfahrt oder gar einen Beschleunigungsstreifen in Fahrtrichtung Reutte wird man allerdings vergeblich suchen.

Ob sich diese "Umsetzung" als echte Problemlösung darstellt wage ich zwar zu bezweifeln, wird sich aber im Laufe der Zeit herausstellen. Viel dringlicher wäre mir eine vernünftige Zu- und Abfahrt aus dem Ortskern von Bichlbach (und der Strecke Berwang) heraus erschienen.

Die nun anlaufenden Erkundungsbohrungen im Fernpassgebiet können weiters durchaus als ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesehen werden. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die Fernpass-Route nicht nur aus dem Fernpass allein besteht.

Gerade der Katzenberg - in Verbindung mit der Burgenwelt Ehrenberg - stellt eine neuralgische Stauungsstrecke dar. Die Hängebrücke highline179 mag für die Betreiber ein voller Erfolg sein, für die Stau-Situation ist sie es jedenfalls mit Sicherheit nicht.

Ein weiteres Nadelöhr im Nadelöhr B179 stellt wie schon öfter erwähnt das Rautängerle zwischen Bichlbach und Lermoos dar. Gerade dort ist die Situation sowohl für den Verkehr, als auch die Anrainer wohl alles andere als befriedigend. Stehen - von Fahren kann ja zumeist nicht die Rede sein - die Fahrzeuge doch mehr oder weniger im Vorhof der Anwohner.

Ein weiterer wichtiger Faktor wären dabei auch die häufig anzutreffenden Fußgängerübergänge im Bereich des Hotels und Kiosk am Fernsteinsee. Eine Fußgängerunterführung an den Viaduktbögen der bereits bestehenden Brücke über den Klausbach würde hier zu einer massiven Entlastung führen und wäre in der Umsetzung wohl auch nicht zu teuer.

Reaktionen

- Scheiteltunnel für LA Zwölfer nur ein "Kleinklein-Murks" (http://www.tt.com/politik/landespolitik/12041279-91/scheiteltunnel-f%C3%BCr-la-zw%C3%B6lfer-nur-ein-kleinklein-murks.csp)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Schorsch_KFB am 24. Sep 2016 - 09:07 Uhr
Im Grunde hilft doch nur ein Tunnel von Reutte Süd bis mind. Nassereith. Der Tschirgant-Tunnel ist dann von Nassereith bis Imst geplant?
 
Edit: Grad gesehen, Kalle hat über mir ja schon eine gute Lösung im Wert von fast 8 Mrd. geschrieben.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Bergfex33 am 24. Sep 2016 - 17:33 Uhr
Ich finde es immer schrecklich, wenn man aus Bichlbach wieder raus fahren möchte, Richtung Heiterwang.
Manchmal steht man endlos, denn von jeder Seite ist eine wahre Blechschlange unterwegs.
Ich bin vielleicht 2-4 mal da im Jahr, aber die Bichlbacher und Berwanger haben jeden Tag das nervige Erlebnis. ::)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Schorsch_KFB am 25. Sep 2016 - 08:01 Uhr
Kreisverkehr wäre da eine Lösung
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Andi am 25. Sep 2016 - 21:28 Uhr
Heute hatte auch das "Vergnügen" - Stau und zähfließender Verkehr von Reutte Süd bis zum Grenztunnel.
Und ich bin zu einem beeindruckenden Ergebnis gekommen:
Das Problem ist gar nicht die B179, vielleicht auch nicht die Überlastung, sondern allein der Faktor "Mensch".

Beobachtung 1: Ellenbogengesellschaft
Schon bei Reutte Süd lässt man mich auf der Auffahrt trotz angemessener Beschleunigung absichtlich nicht einscheren. Im Gegenteil: Man gibt extra noch Gas, um mich zu schneiden und auszubremsen. Die Leuten haben schon völlig die Nerven verloren, weil sie seit Nassereith nur im Stau stehen. -> Faktor 1, der den Verkehrsfluss hemmt und natürlich auch zur Unfallhäufigkeit beiträgt.
Beobachtung 2: Bei Reutte Nord fahren viele Leute dann ab, um über Musau kurz vor dem Grenztunnel wieder auf die B179 zu fahren. Einige (viele) fahren auch nur bei der Abfahrt ab, um dann gleich wieder aufzufahren und machen so 8 - 12 Autos "gut". Ich stehe minutenlang still, das Reißverschlussverfahren klappt nicht. Ergebnis: Durch die erhöhte Anzahl an wiederauffahrenden Fahrzeugen wird der Verkehrsfluss zusätzlich gestört. Dadurch kommt es zu neuen Staubildungen, die gleich mal wieder in die Dimension von Kilometern kommen. -> Faktor 2, der den Verkehrsfluss erheblich hemmt.
Beobachtung 3: Stauquellen durch extreme "Schleicher"
Unter extremen Schleichern verstehe ich Leute, die mit weniger als 55 km/h durch den Grenztunnel fahren. Die Folge: Das nächste Fahrzeug kommt schneller von hinten und muss bremsen. Das Fahrzeug dahinter bremst noch stärker - es kommt zu einer Dichtewelle, ein Ziehharmonika-Effekt. Wenige Fahrzeuge später steht der Erste und es kommt zu einer Staubildung. Wenn bei mehr als 10000 Fahrzeugen täglich nur 0,5% extreme Schleicher dabei sind (also 50 Fahrer), dann trägt das erheblich zur Staubildung bei. -> Faktor 3, der den Verkehrsfluss deutlich hemmt.
Solche extremen Schleicher trifft man gerne am Grenztunnel (Ursache: subjektiver Angsteffekt?) oder z.B. am Katzenberg (Ursache: subjektiver Angsteffekt bei 23 km/h aus der Kurve zu fliegen?). Deswegen geht die Staubildung meist von solchen Punkten aus.
Beobachtung 4: Am Stau vorbeirasende Motorradfahrer und verkehrswidrige Manöver
Hinter mir ein Reisebus, der die Sicht versperrt. Vor mir will ein scharfer BMW wenden, ohne genau sehen zu können, was von hinten kommt. BMW wendet einfach, Motorfahrer kommt angeschossen, macht eine Vollbremsung im letzten Moment. Kommt gerade so zum Stehen - Muss man dazu noch was sagen?

Fazit 1: Wäre super interessant zu sehen, was passieren würde, wenn alle Autos von einem Computer gesteuert würde und alle würden gleich schnell fahren und sich sauber an selbstverständliche Prinzipien, wie z.B. das Reisverschlussverfahren halten. Ich wette, dass allein damit der durchschnittliche Zeitverlust durch Stau um mindestens 80% reduziert würde.
Fazit 2: Es ist immer wieder erschreckend, zu was für einem egoistischen, kurzschichtigen Untier der Mensch in solchen Situationen werden kann. Manche führen sich auf, verlieren die Nerven - nehmen billigend tödliche Unfälle in Kauf, nur um 1 Auto weiter vorn zu sein. Straßenverkehr ist Krieg - und im Krieg gibt es eben Tote. Das muss man jedes Mal schonungslos so akzeptieren wie es ist, wenn man den Zündschlüssel rumdreht.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Kristian am 27. Sep 2016 - 17:33 Uhr
Die Republik Österreich hat wie die anderen Alpenstaaten auch die Alpenkonvention als völkerrechtlich verbindlichen Vertrag unterschrieben.
Zitat
Die Bundesrepublik Deutschland,

die Französische Republik,

die Italienische Republik,

das Fürstentum Liechtenstein,

das Fürstentum Monaco,

die Republik Österreich,

die Schweizerische Eidgenossenschaft,

die Republik Slowenien,

sowie

die Europäische Gemeinschaft -

 

in Erfüllung ihres Auftrags auf Grund des Übereinkommens vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) *1), eine ganzheitliche Politik zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums sicherzustellen;

https://www.bmlfuw.gv.at/umwelt/eu-international/umweltpolitik_internat/alpenkonvention/alpenkonvention_erkl.html
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20002265


Darin heißt es in Artikel 11

Zitat
(1) Die Vertragsparteien verzichten auf den Bau neuer hochrangiger Straßen für den alpenquerenden Verkehr.

Das heißt nach Wortlaut des Vertrages darf  hier gar keine neue, hochrangige Straße gebaut werden. Ganz gleich, wer sich auf Stimmenfang gerade dafür einsetzt. 

Zentraltirol investiert kräftig in die touristische Infrastruktur mit allen Vor- und Nachteilen. Das heißt, der Verkehr wird nicht weniger und jeder der im Stau steht und darüber jammert muss sich im Klaren sein, dass auch er ein Teil dieses Stau´s ist.

In gewisser Weise hat man sich mit der gut gemeinten Alpenkonvention Fußfesseln angelegt, die man nun schwer oder gar nicht mehr losbringt, wenn ein gut gemeintes Vorhaben von der Realität eingeholt wird.

In Deutschland heißt die nationale Umsetzung der Alpenkonvention "Alpenplan". Wie man versucht mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten, Tauschflächen usw. diese Fußfesseln abzustreifen, die man sich selbst angelegt hat, machen gerade ein paar CSU-affine Bluthochdruckgesichter im westlichen Oberallgäu vor. (Stichwort Alpenplan, Zone C, Riedberger Horn)


Ähnlich gelagert das Thema Flüchtlinge: Lt Verfassung gibt es keine Obergrenze. Was ist aber, wenn wir das nicht schaffen, weil die Zahl schlichtweg zu hoch  ist, oder zu hoch empfunden wird?

Sollte also jemals eine landschaftsverträgliche, leistungsstarke Fernpassstraße gebaut werden, so ist dies nur im Rahmen eines Vertrages mit den Vertragspartnern der Alpenkonvention, vor allem der EU möglich. Der Alpentransit ist ein europäisches Problem und kann nur europäisch gelöst werden. Das gilt natürlich auch für die Finanzierung.

Es wäre also ratsam, dieses Projekt bald anzugehen, Fördermittel aus EU-Quellen zu beantragen usw, so lange es die EU noch gibt.

Tirol wird allerdings "schwarz-grün" regiert. Die Regierungspartner trennen beim Thema Verkehr ideologische Welten. Wenn beide Partner am Machterhalt interessiert sind, werden sie dieses Thema tunlichst vermeiden.

Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Frank72 am 28. Sep 2016 - 10:54 Uhr
> Das heißt nach Wortlaut des Vertrages darf  hier gar keine neue, hochrangige Straße gebaut werden.

Ein Ausbau einer vorhandenen Strasse ist ja keine neue. Und selbst wenn man einen ganz neuen Streckenverlauf bauen wuerde, waere das nur ein Ersatz fuer eine vorhandene Strasse, bei der halt jetzt nur der Routenverlauf total, aeh, ein bisschen anders ist, aber eigentlich ist es immer noch dieselbe Strasse, und dass man die alte nicht dafuer absperrt, liegt nur daran, dass da noch Leute dran wohnen, die ja zu ihrem Haus kommen muessen usw. usw. Wetten, dass man damit durchkaeme?
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Max am 28. Sep 2016 - 12:54 Uhr
Interessante Diskussion!
Ich finde die Ansätze von Andi sehr gut und deutlich auf den Punkt gebracht. Sie decken sich mit meinen Erfahrungen, dass man bei angepasster Fahrweise vieles vermeiden könnte.
Zum Thema Änderung der Trasse/Tunnelbau hatte ich ähnliche Gedanken wie Kristian, glaube aber, dass es hier immer juristische Wege geben wird. Es scheitert wohl eher am politischen Willen. Es bleibt wirklich zu hoffen, dass hier Lösungen gefunden werden, ist einfach eine Zumutung für die Einheimischen in dem Gebiet.

Viele Grüße, Max
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Andi am 28. Sep 2016 - 20:43 Uhr
Wahrscheinlich hatte ich nur teilweise recht. Ich habe mir eben überlegt, was das die physikalische Belastungsgrenze der Straße ist.
Nehmen wir mal an, wir hätten einen fließenden Verkehr. In der Fahrschule lernt man, dass man mindestens einen 2-Sekunden Abstand halten sollte. Damit Reißverschlussverfahren, Auf- und Abfahrten reibungslos funktionieren und "Ziehharmonika-Effekte" und Dichtewellen (sehr häufig auf der B179, bedingt durch die Morphologie der Straße) problemlos verkraftet werden, müsste theoretisch nach fast jedem Fahrzeug ein Platzhalter sein. Also alle 4 Sekunden ein Fahrzeug. Das wären dann also maximal 15 Fahrzeuge pro Minute. Auf 2 Fahrstreifen also 30. Das wären dann 1800 Fahrzeuge pro Stunde oder 18000 Fahrzeuge in 10 Stunden oder 28800 Fahrzeug zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr. Die Rechung ist super optimistisch - das wäre der Idealfall, wenn alles perfekt liefe und keine LKW im Spiel sind.
Tatsächlich passieren am Tag durchschnittlich 13500 Fahrzeuge laut Statistik die Straße. An Top-Reisetagen 28000 mit stark steigender Tendenz. Also ist die Straße in den Stoßzeiten tatsächlich schon recht nahe am absoluten physikalischen Limit ausgelastet - unabhängig davon wie die Autofahrer sich verhalten.
Wenn sich die Statistik wie in Kalles Plot dargestellt fortsetzt, dann wird es wohl immer häufiger "Infarkt-Tage" geben, an denen mit vielen Stunden Verzögerung zu rechnen sein wird.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Lampi am 28. Sep 2016 - 21:40 Uhr
Damit Reißverschlussverfahren, Auf- und Abfahrten reibungslos funktionieren und "Ziehharmonika-Effekte" und Dichtewellen (sehr häufig auf der B179, bedingt durch die Morphologie der Straße) problemlos verkraftet werden, müsste theoretisch nach fast jedem Fahrzeug ein Platzhalter sein. Also alle 4 Sekunden ein Fahrzeug.
Also brauchen wir verbesserte Auffahrten, Kreuzungsverbote und Engpassbeseitigung (z.B. die Spitzkehre an der Fernpass- Südrampe)
Wir haben auch so einen Tunnel im Gegenverkehr. Bis 35000 Fahrzeuge pro Tag geht alles reibungslos.
Ich habe den Verdacht, dass relativ preisgünstige wirksame Maßnahmen (z.B. Scheiteltunnel) nur deshalb unterbleiben, dass der Leidensdruck groß genug wird, damit dann irgend wann die große Maßnahme gefordert wird.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: i mori am 02. Okt 2016 - 22:42 Uhr
Mehr oder bessere Strassen implizieren m.E. immer auch mehr Verkehr, so dass die Maßnahmen relativ schnell wieder hinfällig sind.
Zum Alpenplan...der wird halt so hingedreht wie man's braucht(im Europäischen Interesse). Siehe Balderschwang wo sich an sich die Diskussion schon verbietet. Da hilft schon gar keine grüne Mitregentschaft_siehe BaWü.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: Kristian am 27. Okt 2016 - 17:22 Uhr
Aus der Tiroler Zeitung:
http://www.tt.com/panorama/verkehr/12180714-91/fernpass-land-wirbt-an-staustrecke-mit-anreise-per-bahn.csp

Zitat
Alle paar Kilometer sind entlang der staugeplagten Fernpass-Strecke in den vergangenen Tagen Plakatwände aus dem Boden gewachsen: „In einem Zug nach Tirol“ steht da, oder „Bahn frei“.

Das Thema einer autofreien Anreise nach Tirol beschäftigt Politik, Wirtschaft, Tirol Werbung und Bahngesellschaften schon länger. Nun wurde das Projekt „Tirol auf Schiene“ auch in die Maßnahmen am Fernpass eingewoben. „Diese Werbemaßnahmen“, heißt es dazu aus dem Büro von LHStv. Ingrid Felipe, „sind tatsächlich Teil der Fernpass-Strategie.“


Der Witz ist gut ???:-)

 Pro Strecke 3 Std! Mehraufwand und dann steht man unten am Inn und latscht zu Fuß noch eine Std. um an den Ausgangspunkt für z.B die Platteinspitze, den Rauchberg, die Heiterwand zu gelangen. In den 2x3 =6 Std kann man die eine oder andere Tour machen. Mit der Bahnanreise kommt man abens gar nicht mehr zurück und das bei einer Distanz von unter 100 km.  Bei der  zuletzt vorgeschlagen Verbindung wäre man mit dem Fahrrad schneller.

Nehmen wir ein anderes Beispiel der breiten Masse, für das auch fleissig geworben wird: Einen Skitag im Oktober am Pitztaler Gletscher. Anfahrt- Skifahren-Abreise an einem Tag vom Allgäu aus  nicht möglich, bei einer Strecke, die je nach Wohnort um die 100 km. beträgt.

Soviel zu realistischen Lösungen. Die Realität ist, dass man sich in den nächsten Jahren damit arangieren muss. Die Ausweichstrecken, sofern vorhanden, sind in der Region ja bekannt. Im letzten Winter war das Hahntenjoch bis Mitte Jan. befahrbar. Für eine vorübergehende Entlastung der Fernpassroute wäre eine kurzer Scheiteltunnel am Hahntenjoch tauglich und schneller zu realisieren als  Gartnerwand- und Tschirganttunnel, die an Wochenenden auch nichts bringen würden

Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 27. Okt 2016 - 18:42 Uhr
Pro Strecke 3 Std! Mehraufwand und dann steht man unten am Inn und latscht zu Fuß noch eine Std. um an den Ausgangspunkt für z.B die Platteinspitze, den Rauchberg, die Heiterwand zu gelangen. In den 2x3 =6 Std kann man die eine oder andere Tour machen. Mit der Bahnanreise kommt man abens gar nicht mehr zurück und das bei einer Distanz von unter 100 km.  Bei der  zuletzt vorgeschlagen Verbindung wäre man mit dem Fahrrad schneller.

Dabei ist der Stress bei den gefühlten 50x Umsteigen noch gar nicht mit einbezogen...  :ohmann:
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: obadoba am 27. Okt 2016 - 19:42 Uhr
Na, große Touren mit Fahrradanreise sind doch in guter alter Bergsteiger-Tradition ;)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 26. Apr 2017 - 01:47 Uhr


1. Fort-Claudia-Tunnel (etwa 1 km; ca. 100 Millionen EUR) - möglicherweise Straßenbegradigungen von der Auffahrt Reutte Süd bis Tunnelportal (10 Mio.)

2. ordentliches Verkehrskreuz Bichlbach/West (5-10 Mio.)

3. südseitige Umfahrung Rautängerle (ca. 1 km möglicherweise im Galeriebau; 5-10 Mio.)

4. (nicht im Bild) der geplante Fernpass-Scheiteltunnel

Als Maßnahmenpaket erscheint mir das am sinnvollsten und günstigsten, die Einzellösung nur mit dem Fernpass-Scheiteltunnel bringt so gut wie gar nichts.

Vermutlich belaufen sich hier die Kosten (ohne Fernpass-Scheiteltunnel) auf ca. 125 Mio. EUR. Ich denke, dass könnte doch zu machen sein?

 ::)
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: jjoe am 19. Aug 2017 - 12:35 Uhr
Hallo Kalle,  interessante Rechnung.  Was würde denn dann der 6-spurige Brennerausbau (bis Trient oder Verona) kosten?  Und Ulm-Memmingen. Oder glaubst der zusätzliche Verkehr über einen 4-spurigen Fernpass löst sich im Inntal in Luft auf?  Zusätzliche Straßen verhindern nie einen Stau, sie verlagern ihn nur an andere Stellen, die dann stattdessen das schwächste Glied in der Kette werden.   Gibt es auch Planungen für 2-spurigen Ausbau, der besondere Schwachpunkte entlastet?  Z.B. Obsteig.  Und was würde Bahntunnel Ehrwald-Inn kosten?


Eine umfassende, aber die insgesamt teuerste Variante wäre die "Tauern-Gartnerwand-Tschirgant-Tunnel-Lösung".

in Mrd.
AB-Tunnel Füssen mit 2. Röhre0,180
AB-Strecke Lände-Planseebrücke (inkl. Brückenbau für 2. Fahrbahn)1,600
AB-Strecke Planseewerk-Plattenwald bei Lähn0,275
AB-Tunnel Tauern0,310
AB-Strecke Heiterwang-Bichlbach0,760
AB-Tunnel Gartnerwand-Fernsteinsee2,475
AB-Strecke Fernsteinsee-See-Eck (Nassereith)0,690
AB-Tunnel Tschirgant und Anschluss an Inntalautobahn1,200
Summe7,490

Als Berechnungsgrundlage habe ich andere Autobahnbauten mit Tunnellösungen herangezogen. Dabei entstand etwa folgendes Bild:

für 1 m Autobahntunnel EUR 300.000,-
für 1 m Autobahn EUR 137.500,-

Eine andere Variante würde "nur" einen Fernpass-Scheiteltunnel sowie den Tschirgant-Tunnel vorsehen, allerdings wären hier weitere neuralgische Staupunkte (Straßenverengung Grenztunnel Füssen, Industriepark Breitenwang mit Stegerberg, Auffahrt Reutte-Süd Richtung Katzenberg, Klause und Burgenwelt Ehrenberg, Ortszufahrt bzw. Ausfahrt Heiterwang-Südost sowie Bichlbach und Berwanger Tal, Ortsdurchfahrt Rautängerle, einröhriger Straßentunnel Lermoos) nicht berücksichtigt und würden nicht zu dem gewünschten Ergebnis der Staufreiheit und der Verhinderung des Verkehrskollaps (zumindest an normalen Tagen) führen.

Der Streckenausbau, wie in der ersten Variante beschrieben, müsste ja aber auch nicht zwangsläufig als Autobahn erfolgen. Aber mindestens als Schnellstraße mit durch Leitschienen getrennten Fahrspuren, da es auf der gesamten Strecke innerhalb des Außerferns immer wieder zu teils verheerenden Frontalzusammenstößen kommt (missglückte Überholmanöver!). Eine zusätzliche Bemautung/Vignettenpflicht würde auch die "Mautflüchtlinge" ausschließen.
Titel: Re: B179 - Wochenendstau
Beitrag von: kalle am 19. Aug 2017 - 13:21 Uhr
Hallo Kalle,  interessante Rechnung.  Was würde denn dann der 6-spurige Brennerausbau (bis Trient oder Verona) kosten?  Und Ulm-Memmingen. Oder glaubst der zusätzliche Verkehr über einen 4-spurigen Fernpass löst sich im Inntal in Luft auf?  Zusätzliche Straßen verhindern nie einen Stau, sie verlagern ihn nur an andere Stellen, die dann stattdessen das schwächste Glied in der Kette werden.   Gibt es auch Planungen für 2-spurigen Ausbau, der besondere Schwachpunkte entlastet?  Z.B. Obsteig.  Und was würde Bahntunnel Ehrwald-Inn kosten?

Servus jjoe

Meines Erachtens wäre dies nur eine Angleichung an das Straßennetz der umliegenden Regionen. Momentan ist nämlich die B179 das schwächste Glied dieser Kette und mangels Umfahrungsmöglichkeiten (so wie im Bereich Zwischentoren) legt sie eine ganze Region lahm und schränkt die dort lebenden Menschen enorm ein.

Im Gegenzug kann man ja auch sagen, dass die Außerferner Bevölkerung auch nicht gefragt wurde, als man die Autobahnen bis jeweils an die Zugänge zum Bezirk gebaut und man dieses für den Bezirk zu hohe Verkehrsaufkommen toleriert hat.

Es geht ja auch nicht in erster Linie darum wie viele Fahrspuren letztlich zur Verfügung stehen, sondern dass nicht an jedem Wochenende die Verkehrslage an dieser Durchzugsstrecke kollabiert und sich viele der Anrainer genötigt fühlen, ihr Wochenende besser zu Hause zu verbringen um nicht ständig im Stau stehen zu müssen. Nebenbei ist es sicher auch nicht so angenehm im Garten zu grillen, während gleich nebenan hinter der Lärmschutzwand die Autos im Stop-and-Go-Modus ihre Abgase hinaus blasen. Stehender oder stockender Verkehr erzeugt nun mal mehr Schadstoffe, als der fließende.

Dass eine Autobahn nicht als optimale Lösung angesehen werden kann, liegt selbstredend auf der Hand. Leider sind die von der Politik angebotenen "Scheinlösungen" aber auch alles andere als befriedigend bzw. zielführend. Bei den letzten "Maßnahmen" wurden lediglich Unsummen in Projekte gepumpt, die entweder nicht viel zur Problemlösung beigetragen oder gar noch mehr Probleme aufgeworfen haben.

Ich habe mich in meinen Beiträgen zu diesem Thema auch nicht allein auf eine Autobahn-Lösung versteift. Vielmehr wollte ich alle Lösungsansätze die mir eingefallen sind aufzeigen, als eine Art Ideenpool wenn man so will.
Titel: Scheiteltunnel: Platter kündigt Spatenstich für das Jahr 2021 an
Beitrag von: kalle am 11. Jan 2018 - 17:04 Uhr
Scheiteltunnel: Platter kündigt Spatenstich für das Jahr 2021 an (http://www.tt.com/politik/landespolitik/13872650-91/scheiteltunnel-platter-kündigt-spatenstich-für-das-jahr-2021-an.csp)

„Fertigstellung 2025!“ – Landeshauptmann Günther Platter legt sich in Sachen Fernpass-Scheiteltunnel fest.

Zitat
"...Bei einer Investitionssumme von circa 100 Millionen bedarf es einer umfangreichen qualitativen Vorbereitung..."
Ja, der Bedarf an Qualität wäre da. Er wird aber offensichtlich nicht bedient.

Zitat
"...Wir dürfen aber keine Zeit mehr verlieren, um die Bevölkerung entlang der B179 endlich zu entlasten..."
Richtig, nur mit dieser "Lösung" wird es nicht funktionieren. Was nützt der schönste Scheiteltunnel, wenn er sich weit entfernt von den Stauzonen befindet?
Wo sind die neuralgischen Staupunkte? - am Ende der Metallwerkbrücke in Fahrtrichtung Süden (beim 70er), Auffahrt Reutte Süd, Katzenberg (insbesondere die Zu- und Abfahrten zur Klause - und ganz speziell die ganzen Gaffer, die sich die Hälse verrenken um die tolle Hängebrücke zu bewundern und dabei komplett vergessen, dass sie eigentlich am Straßenverkehr teilnehmen), Ausfahrt Bichlbach (wohl einer der unfallträchtigsten Bereiche entlang der Strecke), ein haarsträubender "Fußgänger-Übergang" in der Au und dann noch das Nadelöhr am Rautängerle.

Wenn hier schon der Verkehr kollabiert, wird der Scheiteltunnel dem Außerferner wohl kaum eine Entlastung bringen können.