Bürgerentscheid Riedberger Horn  (gelesen 722 mal)

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Offline Andi

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Bürgerentscheid Riedberger Horn
« am: 18. Sep 2016 - 20:10 Uhr »
In Balderschwang (85%) und Obermaiselstein (68%) spricht sich eine breite Mehrheit für den Bau der Skischaukel aus:

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/riedberger-horn-buergerentscheid-100.html

Was sind eure Meinungen dazu?

 
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Offline Bergfex33

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #1 am: 18. Sep 2016 - 20:41 Uhr »
In Balderschwang (85%) und Obermaiselstein (68%) spricht sich eine breite Mehrheit für den Bau der Skischaukel aus:

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/riedberger-horn-buergerentscheid-100.html

Was sind eure Meinungen dazu?

Ja, das war nicht anders zu erwarten :down:. Denn die würden sonst wohl in Zukunft am Hungertuch nagen :pfeif:
Ich bin grundsätzlich gegen jeden Neubau einer Bahn in den Alpen.
Höchstens eine alte modernisieren.

In der Allgäuer Zeitung haben sich sogar einige Urlauber in Leserbriefen gegen die Bahn ausgesprochen. Sie wollen falls gebaut wird und wieder mal Natur zerstört wird, nicht wieder kommen. :-L)
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Offline Grimpeur

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #2 am: 18. Sep 2016 - 21:37 Uhr »
hab mich letztens auch gefragt wie das Ding eigentlich ausgegangen ist. Dachte eher es wurde abgelehnt. Bin jetzt doch etwas überrascht  :o :o

VG
Grimpeur

In Balderschwang (85%) und Obermaiselstein (68%) spricht sich eine breite Mehrheit für den Bau der Skischaukel aus:

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/riedberger-horn-buergerentscheid-100.html

Was sind eure Meinungen dazu?
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Offline FalscherHase

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #3 am: 18. Sep 2016 - 22:22 Uhr »
Es kann nicht angehen, dass zwei kleine Gemeinden geltendes Recht außer Kraft setzen und einen Präzedenzfall schaffen.

Andererseits ist das Ergebnis dieser Abstimmung sowieso nicht bindend.
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Offline Bergfex33

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #4 am: 18. Sep 2016 - 22:35 Uhr »
Es kann nicht angehen, dass zwei kleine Gemeinden geltendes Recht außer Kraft setzen und einen Präzedenzfall schaffen.

Andererseits ist das Ergebnis dieser Abstimmung sowieso nicht bindend.

Naja, dann wart mal ab was da unserem Söder und Seehofer wieder mal einfällt. ::)
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Offline Kauk

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #5 am: 19. Sep 2016 - 13:11 Uhr »


Es kann nicht angehen, dass zwei kleine Gemeinden geltendes Recht außer Kraft setzen und einen Präzedenzfall schaffen.

Andererseits ist das Ergebnis dieser Abstimmung sowieso nicht bindend.

Sehe ich genauso...wird nachher spannend zu sehen wie die Gerichte entscheiden, falls das zu Ungunsten des Alpenplans ausgehen sollte. Jedenfalls hoffe ich, dass sich dann eine Organisation findet, die dagegen klagt. Was dann kommt wird ein Präzidenzfall und zeigt was uns als Gesellschaft wertvoll erscheint: Natur(schutz) oder absoluter Kommerz (in einem Gebiet, das auf Grund seiner Höhe bei der aktuellen Klimaentwicklung als absolut schneeunsicher gelten muss.).

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Offline Andi

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #6 am: 19. Sep 2016 - 15:25 Uhr »
...in einem Gebiet, das auf Grund seiner Höhe bei der aktuellen Klimaentwicklung als absolut schneeunsicher gelten muss...

Nicht zu vergessen: Die südwestseitige Ausrichtung der geplanten Skipiste. Wer in dem Gebiet gerne Skitouren geht, der kennt den Unterschiede zwischen den Nordseiten und den sonnenexponierten Flächen dort. Die waren insbesondere in den letzten Jahren enorm.
Erhöht sich noch der Freqenz winterlicher Regenfälle (wie in den letzten Jahren im Gebirge klar zu beobachten war, insbesondere in der betreffenden Höhenlage), dann wird sich dort trotz überdurchschnittlichem Niederschlag immer seltener eine Unterlage zum Skifahren bilden. Der Bedarf am Kunstschnee wird also enorm sein.
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Offline Kristian

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #7 am: 21. Sep 2016 - 17:22 Uhr »
Ausgerechnet eine Zeitung aus Hamburg bringt einen wirklich guten Artikel zu dem Thema:

http://www.zeit.de/2016/02/allgaeu-balderschwang-obermaiselstein-birkhahn

Ich fürchte, dass egal wie es ausgeht, der Bergsteiger, Skitourengänger, Wanderer, Pilzsucher usw der Verlierer sein wird.  Zerrieben zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen.

Besonders eng wird es dort, wo sich Wirtschaft und Naturschutz irgendwie zusammenraufen und sich einigen. Das gibt dann ein "nachhaltiges Besucherlenkungskonzept" , das für individuelle Naturfreunde wenig Raum lässt. Der Gast als Träger möglichst hoher und nachhaltiger Wertschöpfung. Ein gelenkter Freizeitkonsument.

Herr Prof. Werner Bätzing hat mir in einem persönlichen Gepräch im Hindelang in diesem Jahr (ohne Bezug zum Riedberger Horn) diese Befürchtung bestätigt.


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Offline Kauk

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Re: Bürgerentscheid Riedberger Horn
« Antwort #8 am: 03. Feb 2017 - 11:39 Uhr »
Laut einem Rechtsgutachten hätten einige Gemeinderäte von Obermaiselstein gar nicht über den Zusammenschluss abstimmen dürfen, da sie Mitglieder der Handelsgesellschaft wären, die mit dem Zusammenschluss als Investor tätig werden sollte. Damit wären sie Mitglieder der Betreibergesellschaft, die (wirtschaftlich) von dem Zusammenschluss profitiert (profitieren will) und somit auch nicht stimmberechtigt. Deshalb wären bei der Abstimmung nur 4 der 9 Gemeinderatsmitglieder stimmberechtigt gewesen und somit der Gemeinderat wohl auch nicht beschlussfähig.

Link: Rechtsgutachten der CIPRA: Gemeinderatsbeschluss über Skischaukel am Riedbergerhorn unwirksam auf alpenverein.de

Der Gemeinderat hat aber natürlich zum Wohl der Gemeinde und der Mikroregion abgestimmt...ein Schelm wer böses dabei denkt  ;D.
Wie geht es weiter: Entweder es interessiert niemand oder man findet einen neuen Modus für die Investition, macht schnell eine neue Abstimmung und alles läuft weiter wie bisher.

Viel mehr würde mich allerdings tatsächlich die rechtliche Grundlage von Bürgerentscheid einer Gemeinde vs. Alpenplan interessieren.

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