Ökofaschistische Polemik????  (gelesen 775 mal)

0 User und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Kristian

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.496
Ökofaschistische Polemik????
« am: 20. Okt 2008 - 23:07 Uhr »
Ich mag es manchmal einfach nicht glauben, dass es manchen so schwer fällt die Verfassung des Freistaates Bayern zu akzeptieren.

Zitat
(3) Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Dabei ist jedermann verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen

 :-L)

Folgendes war heute in der Allgäuer Zeitung zu lesen:

Ein gutes Beispiel dafür, wie der Naturschutzgedanke mißbraucht werden kann.

Zitat
Das Oberallgäu ist dabei, seinen Ruf als Oase der Ruhe und Natur zu verspielen.» Mit diesen Worten warnte Ekkehard Voigt, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Oberallgäu, auf der traditionellen Herbst-Hegeschau seiner Organisation im Oberstdorf Haus vor einer ausufernden Naturnutzung durch Tourismus, Sport- und Freizeitaktivitäten.

Zitat
Der Jagdverband wolle einer ausartenden Naturnutzung Einhalt gebieten, um das Überleben des Rot- und des Birkwildes im Oberallgäu zu sichern.

Dieser Satz ist meiner Ansicht nach ökofaschistische Polemik der untersten Schublade.

In keinster Weise ist Rotwild irgendwo im Allgäu vom aussterben bedroht..
Im Gegenteil, würde es nicht bejagd werden, würde es sich ohne natürliche Feinde unbegrenzt vermehren.
Birkwild: Ist im Alpenraum zahlreich vorhanden. Im Oberallgäu gibt es stabile Populationen. Mit kleinräumigen Lenkungsmaßnahmen kann man diese Population gerade im Winter wirkungsvoll schützen

Der gesamte Bericht
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/immenstadt/Immenstadt-lok-hegeschau;art2763,419105


Sucht man ein bisschen im Alpenvereinsarchiv findet man unter anderen einen Schriftverkehr aus dem Jahre 1938. Der Kreisjägermeister hatte beim Landkreis und bei der Gauleitung Erfolg damit,  der ausufernde Naturnutzung Einhalt gebieten.

Große Teile des Ostrachtales waren als Jagdsprerrgebiet der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.
Der Alpenverein hatte dagegen vergeblich protestiert.

Das änderte sich erst, als die Gesetzgebung des 3. Reiches durch die Bayerische Verfassung abgelöst wurde.



Es darf doch nicht war sein, dass solche Ansinnen  aus dieser Zeit 70 Jahre später wieder diskutierbar sind.
Was sind das nur für Leute?

So was ärgert mich einfach. Die Natur ist für alle da!!!!

Nachfolgende Links einfach nur so, ohne Wertung und ohne Kommentar meinerseits.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ekkehard_Voigt
http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/die-republikaner-rep




« Letzte Änderung: 19. Okt 2011 - 17:04 Uhr von Kristian »
  • hilfreich

Tags: