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Wird die Lechschlucht bald für ein Kraftwerk genutzt?  (gelesen 1062 mal)

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Offline kalle

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Wird die Lechschlucht bald für ein Kraftwerk genutzt?
« am: 07. Jul 2006 - 06:33 Uhr »
Zitat
Kam es zum Stromausfall, war das ganze Lechtal dunkel. Immer wieder haben die betroffenen Bürgermeister kritisiert, dass ihre Gemeinden nur mit einer 25-KV-Stichleitung von Reutte aus versorgt sind.

Vor wenigen Tagen legte Landeshauptmann Herwig van Staa bei einer Versammlung in Reutte nach und mahnte die E-Werke scharf: "Wenn die Versorgung ins Lechtal nicht wesentlich verbessert wird, dann müssen das die Vorarlberger Illwerke in die Hand nehmen. Vorgespräche dazu gibt es bereits."

Leitung willkommen

EWR-Direktor Heinrich Schlichtherle will dahinter keine Drohung entdecken, ganz im Gegenteil: "Wir haben überhaupt nichts gegen eine zweite Einspeisung über Vorarlberg. Das würde die Versorgungssicherheit für den ganzen Bezirk anheben.

Bis jetzt gibt es nur eine Tiwag-Stichleitung über den Fernpass und eine Not­einspeisung von Deutschland aus. Eine zusätzliche 110-KV-Leitung wäre aber eine reine Angelegenheit der Tiwag und der Illwerke. Sie sind Übertragungsnetzbetreiber, wir nicht."

Schlichtherle versteht die Aufregung von van Staa aus mehreren Gründen nicht. Die E-Werke bauen gerade eine Natura-2000-gerechte unterirdische 110-KV-Leitung bis Elbigenalp. "Die Investition beträgt immerhin drei Millionen Euro.

Die weiteren 14 Kilometer nach Steeg lassen sich wirtschaftlich einfach durch nichts rechtfertigen. Die Tiwag hat selbst ja auch Stichleitungen wie etwa ins Sellraintal, aber da regt sich der Landeshauptmann Herwig van Staa nicht auf."

Kraft aus dem Lech

Der EWR-Chef weiß, "wie man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: "Wir bräuchten nur ein Kraftwerk in der Schlucht oberhalb Steegs am Lech errichten. Dann könnten wir auch von oben her sofort eine 110-KV-Leitung bis Elbigenalp errichten."

Heinrich Schlichtherle sieht in diversen Naturschutzbeschränkungen kein unüberwindbares Hindernis: "Unter Einhaltung aller Richtlinien müsste sogar im Natura-2000-Gebiet ein Wasserkraftwerk errichtet werden können."
Quelle: www.tirol.com

...wie der herr schlichtherle so ein kraftwerk in einem natura2000 gebiet "umweltgerecht" errichten will, würde mich jetzt aber schon interessieren... :spinner:
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Offline usch

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Re: Wird die Lechschlucht bald für ein Kraftwerk genutzt?
« Antwort #1 am: 07. Jul 2006 - 07:47 Uhr »
Da geht mir ja am frühen Morgen schon der Hut hoch!

Da kann man eine Weiterführung der Leitung bis Steeg wirtschaftlich nicht rechtfertigen ... klar, da hocken ja nur einfache Leute und keine Firmen, die als Großabnehmer lukrativ wären!
Wo bleibt denn da der Rechtsanspruch aller, auf Versorgungssicherheit?!
Mich würde das alles natürlich auch nicht interessieren, wenn ich eigentlich da oben ein Kraftwerk bauen wollte.

Da muaß amol wieder dr Bluatschink her !

... knurrt usch

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