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Außerferner und Allgäuer Geschichtsüberblick - 1800 bis heute



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1800
Im Juli ziehen französische Truppen plündernd und brandschatzend durch Vils und Pinswang. Ein Waffenstillstandsvertrag teilt das Außerfern in Besatzungszonen auf.
Die linke Seite des Lech fällt an die Franzosen, die rechte Seite wird von den Österreichern besetzt.

Am 22. Juli stoßen französische Truppen bis Elbigenalp vor, das sie für die folgenden sieben Monate belagern. An allen Lechbrücken werden Wachhäuser errichtet. Der Lechtaler Chronist Anton Falger berichtet: "Im Allgemeinen hatte man wenige Klagen über die Franzosen, sie waren lustige Leute, entwendeten wenig; was sie von den Bauern bekamen, wollten sie zwar gut und reinlich, aber nicht viel; den schönen Mädchen waren sie nicht feind, wenn die Mädchen auch auf dem rechten Lechufer waren. Manchmal waren die "Wachen an den Lechbrücken ziemlich streng und wollten Niemand passiren lassen... So zogen denn die fröhlichen Republikaner am 24. Februar 1801 ab; singen, springen und fechten war ihnen am liebsten, einfach und leicht ihre Kleider, der Haarzopf ist mit ihnen verschwunden und als alte Dummheit belacht... Ehe die Franzosen kamen, sahen die Thalbewohner gar häufig Pütze (Geister) und dergleichen Erscheinungen, aber mit Ankunft derselben vergass man darauf; bei den fortwährenden 'Kriegen führte man andere Gespräche', man vergass die Gespenstergeschichten und der Aberglaube nahm ab"

1801
Das gesamte damalige Außerfern wird vertraglich wieder an Österreich angegliedert

1803
Vils kommt zum Außerfern und damit zu Tirol. Allerdings ergeben sich durch das Machtgerangel zwischen Bayern und dem Hause Habsburg mehrfach Besitzänderungen in dieser Zeit. Erst 1816 gelangt Vils dann endgültig zu Tirol und somit auch zu Österreich

1805
Am 26. Dezember wird Tirol mitsamt dem Außerfern kampflos an die Bayern übergeben

1806
Die Bayern rücken in das Außerfern ein. In einem Umsturz im April 1809 wird die bayerische Verwaltung für kurze Zeit beseitigt. Kurz darauf kommt Tirol unter der Herrschaft Napoleons aber nochmals zu Bayern. 1814 wendet sich aber das Kriegsglück von Napoleon ab und das Außerfern, jedoch vorerst ohne das Gericht Vils, sowie das übrige Tirol werden wieder mit Österreich vereinigt

1809
Am 12. August entbrennt im Tannheimer Tal ein Gefecht zwischen den Franzosen und den Tannheimer Schützen. Die Franzosen müssen hier eine bittere Niederlage einstecken: 34 Tote und einen Verwundeten!
Die Tannheimer hingegen haben 'nur' 2 Tote und einen Verwundeten zu beklagen.
Aus dem Lechtal ziehen sieben Schützenkompanien in den Bereich von Reutte bis gegen Kempten, sowie in das Tannheimer Tal. Auch bei den Lechtalern wurde von 'nur' 2 Todesopfern berichtet

1810
Das Tannheimer Tal, wie auch das Lechtal wird für mehrere Monate von bayerischen Truppen besetzt

1811
Die politische Gemeinde Pfafflar entsteht

1812
Im Russlandfeldzug Napoleons fallen 24 Lechtaler als Soldaten der bairischen Armee

1813
Bereits am 8. September hält ein massiver Wintereinbruch die Außerferner Bevölkerung in Atem. Im Lechtal reißen mehrere Lawinen die Heuhütten (Biller) mitsamt dem Heu in die Tiefe

1816
Im ganzen Außerfern (und weit darüber hinaus) gibt es Missernten. Am Markt Reutte verdreifacht sich der Getreidepreis.

Heute weiß man, dass dies die Folge des Vulkanausbruches des indonesischen Tambora war, dessen Eruption aber bereits Mitte April 1815 stattfand. Die enorme Masse an Auswurfmaterial (bis zu 150km³) führte zu globalen Klimaveränderungen, welche sich als "Jahr ohne Sommer" auf Nordeuropa sowie auf Nordamerika niederschlugen.

Die Napoleonische Herrschaft endet. Vils wird im Zuge des Beschluss des Wiener Kongress wieder dem Außerfern und somit auch Tirol einverleibt

1817
Anfang Mai türmen sich immer noch die Schneemassen in Wiesen und Feldern. "Auf dem Joch" bei Schattwald soll am 24. April die "Gähwindè" immer noch 42 Schuh (fast 13m) an Höhe gemessen haben

1820
Der Lechaschauer Josef Anton Nauß besteigt (vermutlich) als erster im Rahmen von Vermessungsarbeiten die Zugspitze

1821
Ein schwerer Sturm legt zur Weihnachtszeit große Waldflächen um

1824
Der Ort Nesselwängle droht von einer Mure verschüttet zu werden

1825
In Reutte entsteht eine Leinenfaktorei

1830
Ein außergewöhnlich kalter Winter wird von einem ertragreichen Sommer abgelöst. Jedoch schneit es im Oktober schon wieder zu

1831
Ein Erdbeben erschüttert am 26. November das Lechtal

1832
Bei einem Großbrand in Zöblen werden 2 Häuser und die Kirche ein Raub der Flammen

Die Holzgauer Wetterspitze wird erstmals durch die Herren Falger und Knittl bestiegen

1833
Ein Brand zerstört die Kirche von Kaisers

1835
Zöblen kann sich von dem Verband mit Tannheim trennen und wird eine eigenständige Gemeinde

1840
Am 17. Februar ist im Lechtal ein Erdbeben spürbar.

In Hinterhornbach fällt ein Kind rund 25 Meter tief von einer Brücke und wird von den Wassermassen mitgerissen. Es wird daraufhin fast unverletzt geborgen

1841
In Elbigenalp kommt die kleine Anna Knittel zur Welt. Später einmal werden sie viele unter dem Namen 'Geierwally' kennen.

Starke Stürme schädigen am 18. Juli Waldflächen und decken ganze Dächer ab

1843
König Maximilian II. von Bayern besucht mit seiner Gattin Marie und seinen Söhnen Ludwig II. und Otto den Ort Berwang

1846
Eine Hungersnot droht. Die schlechte Witterung und Umweltkatastrophen suchen den ganzen Bezirk heim. Die Kartoffeln beginnen wegen der hohen Niederschläge bereits im Boden zu faulen. 1847 setzt sich die Misere fort. Noch einmal macht die Fäulnis die Kartoffelernte zunichte. Auch die Viehzucht bringt keinen Gewinn mehr

Großbrand in Reutte. Sieben Häuser, die Kirche und das Kloster liegen in Schutt und Asche

Kaiser Ferdinand I. 'der Gütige' verleiht den Weißenbachern das Recht an jedem 26. September einen Markt abzuhalten

1849
Die Bezirkshauptmannschaften werden in Österreich eingeführt. Das Landgericht Reutte gehört nun zu der Bezirkshauptmannschaft Imst, welche somit die Gerichtsbezirke Imst, Silz und Reutte umfasst

1850
Kaiser Franz Joseph I. kommt nach Reutte

1851
Wieder fällt die Kirche und der Pfarrhof von Kaisers den Flammen zum Opfer

1861
Die Postverbindung zwischen Reutte und dem Tannheimer Tal wird eingerichtet. Zunächst noch wöchentlich, wird aber ab dem Jahre 1881 täglich das Hochtal angefahren

1863
Ein verheerender Großbrand in Nesselwängle legt 42 Häuser in Schutt und Asche

1868
Die heute noch gültige Einteilung der Bezirkshauptmannschaft wird im Bezirk Reutte eingeführt

Der Zollanschlussvertrag zwischen Österreich und dem Königreich Bayern wird unterzeichnet

1875
Anselm Klotz aus Stockach bezwingt als erster die Parseierspitze von der Lechtaler Seite aus

Errichtung den Waltenbergerhauses

1879
König Ludwig II. und seine Mutter Maria besuchen das Tannheimer Tal

Die Muttekopfhütte in den Lechtaler Alpen wird errichtet

1880
Eine Feuersbrunst zerstört in der Gemeinde Elmen 13 Häuser

Vermutliche Errichtung einer Vorläuferin der Pfrontner Hütte (heute Bad-Kissinger-Hütte), zumindest wird in einer Urkunde vom 1. Oktober 1880 die Stadt Vils als Eigentümerin einer solchen angegeben

1881
Das Prinz-Luitpold-Haus wird im Gebiet des Hochvogels errichtet

1882
18 Häuser samt Kirche werden in Nesselwängle ein Raub der Flammen

1885
Die Rappenseehütte wird erbaut

1888
Der Gemeindename des vormaligen 'Lech in der Aschau' wird aufgrund von Verwechslungen in Lechaschau umgewandelt

1891
Am 16. August findet die Einweihung der Kemptner Hütte statt

1892
Die Tannheimer Hütte am Fuße des Gimpels wird vom Alpenverein erworben und großzügig ausgebaut

1894
Eine Telegraphenverbindung wird zwischen dem Tannheimer Tal und Reutte hergestellt

Die letzten Bewohner von Pfafflar ziehen nach Boden hinunter, danach wird Pfafflar nur noch als Sommersiedlung genutzt

1896
Am Aggenstein wird die Pfrontner Hütte (heute Bad-Kissinger-Hütte) errichtet

1899
Der 'Jubiläumsweg' wird anlässlich des 25jährigen Bestehens des Alpenvereines angelegt

1900
Die neue Jochpassstrasse von Hindelang nach Oberjoch und dem Tannheimer Tal wird feierlich eröffnet

1901
Das Elektrizitätswerk Reutte wird gegründet und es wird sogleich mit dem Bau des Kraftwerkes am Plansee begonnen. Die einstmals mächtigen Stuibenfälle werden dadurch aber zu einem großen Teil ihrer eindrucksvollen Kraft beraubt

Die Coburger Hütte, unweit des Sebensees in den Mieminger Bergen, wird erbaut

Als erste Außerferner Gemeinde erhält Jungholz ihren Anschluss an das elektrische Stromnetz

1902
Georg Schretter wird zum Alleineigentümer eines kleinen Ziegel- und Kalkwerkes. 1904 entdeckt Schretter dann im Falltal bei Vils ein Kalkmergelvorkommen. Schnell erwirbt er die Abbaurechte und beginnt bald darauf mit der Zementproduktion

Bei den Postämtern Biberwier, Ehrwald und Lermoos werden Telefonverbindungen nach Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und andere grenznahe Orte aufgebaut

1903
Das Elektrizitätswerk Reutte eröffnet das Kraftwerk Plansee feierlich. Dadurch kann auch die Region Reutte mit elektrischem Strom versorgt werden

Bis auf ein einziges Haus zerstört eine Feuerkatastrophe den gesamten Elmer Weiler Martinau

1904
In Reutte wird durch den Nesselwanger Johann Röck eine Brauerei gegründet

1905
Die Lokalbahn 'Reutte - Schönbichl' wird in Betrieb genommen

1907
Eine Steiganlage zum Thaneller wird in Planung gestellt, vorerst fehlen aber die finanziellen Mittel. Erst 1908 unternahm Werner Riezler die notwendigen Arbeiten um den Steig schaffen zu können. Er organisiert Arbeiter, besorgte das Material und erledigte die Markierung. Ende September 1908 erfolgte schließlich die Fertigstellung

1909
Der Plansee erhält sein erstes Dampfschiff

Der Bau der heutigen Gaichtpassstrasse (ausgenommen Gemstal) wird begonnen

Die ersten Postomnibusse verkehren im Sommer zwischen Imst und Reutte

1910
Hochwasserkatastrophe am Lech

1911
Am 20. August wird die Telefonverbindung von Imst nach Reutte in Betrieb genommen

1912
Wieder Hochwasseralarm am Lech

In den Räumlichkeiten des 'Gasthof zur Rose' errichtet Adolf Beck eine Brauerei

1913
Die Eisenbahnlinie von Garmisch nach Reutte wird eröffnet, die 'Außerfernbahn' ist somit fertiggestellt

1918
Der Betrieb der Baumwollspinnerei und Baumwollweberei wird an die Kleinmünchner Baumwollspinnereien verkauft

1920
Am 29. August wird die Mindelheimer Hütte eröffnet

1921
Am 21. Juni wird das Metallwerk Plansee gegründet

Die Pfrontner Hütte geht am 27. Dezember aufgrund von Unachtsamkeit in Flammen auf

1922
Der Vilsfall bei Schattwald wird zur Stromgewinnung genutzt und das neue E-Werk eröffnet. Im Tannheimer Tal (ausgenommen Jungholz) gibt es erstmals elektrisches Licht

Die Gimpelhütte wird erbaut

1925
Josef Fritz sen. und sein Sohn Josef Fritz jun. legen den Grundstein für das Unternehmen 'Holzindustrie Fritz' in Reutte

1926
Die Zugspitzbahn bei Ehrwald wird feierlich eröffnet

1927
Neubau der Brücke zwischen Reutte und Lechaschau

1929
Die Landsberger Hütte wird errichtet

1930
Das Luftschiff 'Graf Zeppelin' überfliegt am 10. September das Tannheimer Tal

Die Nebelhornbahn wird nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht

Am 8. Oktober ereignet sich ein Erdbeben der Stärke 5,3 nach der Richter-Skala. Das Epizentrum liegt bei Namlos. Beinahe alle Häuser des Ortes werden beschädigt

Gramais kommt in den Genuss von elektrischem Strom

1933
Die Tausend-Mark-Sperre des Hitler-Regimes bringt den gerade erst aufblühenden Fremdenverkehr gänzlich zum Erliegen

1934
Ein breiter Güterweg nach Kaisers wird angelegt

Mehrere Anschläge der Nationalsozialisten schädigen die heimische Wirtschaft und bedrohen Menschen aus der Zivilbevölkerung

1938
Die Fiderepasshütte wird errichtet, trägt zunächst aber den Namen 'Hermann-Schertl-Haus'

1944
Im Laufe des 22. Januars stürzte ein Bomber der Alliierten Luftstreitkräfte im Bereich des Kreuzkarsees (Hinterhornbach) ab. Eine Bergung der Mannschaft sowie der Maschine konnte in dem steilen Felsterrain nicht durchgeführt werden

Eine Maschine der Wehrmacht stürzt am 24. Juni im Bereich des Vilser Kegels vermutlich wegen dichtem Nebel ab

Am 3. August tobt ein Luftkampf über dem Ehrwalder Becken. Eine Maschine stürzt am Ortsrand von Lermoos in das Moos, 4 Maschinen gehen im Gemeindegebiet von Biberwier nieder (Wampeter Schrofen, Wannig, südöstlich von Biberwier, Brendlkar) und 1 Maschine zerschellt im Bereich der Ehrwalder Alm. Aus den Maschinen wurden insgesamt 16 lebende und 14 tote Besatzungsmitglieder geborgen. Aber auch auf deutscher Seite gab es zahlreiche Abstürze (Jagdflieger): Berwang, Ehenbichl, Grubigstein (Biberwier), Martinau (Elmen), Stanzach und Tuftlalm

Im Hotel Forelle und im Hotel Ammerwald werden Außenstellen des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet. Hier werden vorwiegend Häftlinge aus höheren Kreisen interniert

1945
Am 22. Februar wird Reutte von den Amerikanern bombardiert. Acht Opfer unter der Zivilbevölkerung sind zu beklagen

In Vils werden am 27. Februar 5 und in Tannheim 2 feindliche Piloten gefangen genommen. Ihre Maschinen stürzten bei Füssen (?) und Weißenbach ab

Ein einzelner amerikanischer Jäger startet am 20. April einen Angriff auf die Tiroler Zugspitzbahn

Am 28. April überschreiten amerikanische Soldaten die Grenze bei Vils

Am 29. April sprengen deutsche Truppen die Lechaschauer Brücke und die Gemstobelbrücke am Gaichtpass. Bei Grän wird ein erbitterter Kampf um das Engetal geführt. Die Amerikaner schießen den Ort Grän in Brand, woraufhin 15 Häuser den Flammen zum Opfer fallen. 23 Menschen finden den Tod und 5 kommen mit schweren Verletzungen davon

Am 1. Mai besetzen die Amerikaner die Fernpasshöhe

Am 2. Mai bricht um 16:45 Uhr der nationalsozialistische Widerstand im Außerfern zusammen

Am 8. Mai tritt der deutsche Raketenforscher Wernher von Braun und sein Team in Reutte zu den Amerikanern über

Im Gemeindegebiet von Vils zerschellt am 16. Juli - also bereits nach Kriegsende - eine amerikanische Fracht- oder Sanitätsmaschine (?) an einer Felswand. Alle sieben Besatzungsmitglieder finden den Tod, die Maschine (B-17 Flying Fortress) brennt teilweise aus. Die Absturzursache ist nicht bekannt (siehe dazu das Thema "der zweite Weltkrieg im Außerfern")

Eine Feuersbrunst zerstört fünf Häuser und die Kirche von Vorderhornbach

1948
Bei Grabungsarbeiten in Weißenbach wird ein Skelett gefunden. Nach den Untersuchungen stellt sich heraus, dass man hier auf ein spätrömisches Grabmal gestoßen ist

In Jungholz wird der erste Außerferner Skilift in Betrieb genommen

1949
Der erste Berwanger Skilift wird eröffnet

Die Gemeinde Berwang wird verkleinert. Namlos wird mit Kelmen zu einer eigenständigen Gemeinde erhoben

1950
Der Wiederaufbau der Gemeinde Grän wird feierlich abgeschlossen

1951
Bei einem Lawinenabgang bei Häselgehr werden 13 Hektar Wald vernichtet. Das Dorf selbst entging nur knapp einer Katastrophe

1953
Der erste Gräner Skilift wird gebaut

Der Segelflugverein Außerfern - Höfen wird gegründet

1956
Der hauptsächlich für Segelflieger errichtete Flugplatz in Höfen wird eröffnet

1957
Am 28. Juli wird die Kabinenbahn auf den Hahnenkamm in Betrieb genommen

1963
Der Traualpsee wird erstmals zur Stromgewinnung genutzt und das neue Kraftwerk ab 1965 in Betrieb genommen

1965
In Breitenwang finden die österreichischen Meisterschaften im nordischen Stil statt

1968
Das Bezirkskrankenhaus in Ehenbichl wird feierlich eröffnet

1969
Die neu erbaute Straße über das Hahntennjoch wird für den Verkehr freigegeben

1977
Erstmals findet im Tannheimer Tal die Europameisterschaft im Polarhunde-Schlittenrennen statt

1978
Im Nesselwängler Weiler Rauth fallen 4 Häuser einer Brandkatastrophe zum Opfer

1979
Die neue Gemstobel-Rundbogenbrücke wird eröffnet

1981
Die Reuttener St. Anna Kirche erhält wieder ihren zwiebelförmigen Turm. Nachdem im Jahr 1846 die Kirche zum wiederholten Mal abgebrannt war, wollen die Franziskaner den Turm nicht mehr errichten. Die Bürger von Reutte nehmen daraufhin den Aufbau trotz ihrer damaligen Armut auf sich, jedoch erhält der Turm aus Kostengründen nur noch ein sehr schlichtes Dach

1990
Am 28. Februar fegt ein Orkan über das Außerfern hinweg. Am schlimmsten betroffen ist das Tannheimer Tal. Im ganzen Tal werden mehrere tausend Festmeter Wald vernichtet

1991
Die Zugspitzbahn bei Ehrwald wird nach einem Komplettumbau wiedereröffnet

1993
Die Lechaschauer Brücke wird neu erbaut

Die neue Straße nach Gramais wird fertiggestellt

1994
In Breitenwang werden die nordischen Junioren-Weltmeisterschaften ausgetragen

1997
Der moderne Neubau des Bezirkskrankenhauses Reutte wird im Juli 1997 in Betrieb genommen

1999
Starke Regenfälle und die massiv einsetzende Schneeschmelze verursachen zu Pfingsten eine verheerende Hochwasserkatastrophe. Die Gemeinde Pflach ist davon im besonderen Maße betroffen

2002
Am 6. April um 22:00 Uhr konnte im Bereich zwischen Füssen und Garmisch der Niedergang eines Meteoriten beobachtet werden. Der Gesteinsbrocken, welcher in Folge den Namen Meteorit Neuschwanstein erhielt, zerbarst in einer Höhe von etwa 22 Kilometern und ging in Einzelteilen über ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet nieder. Drei Bruchstücke konnten im Bereich des Ochsenälpelekopfes und des Altenberges gefunden werden

2005
Tagelang anhaltende Starkregenfälle führen zu der schlimmsten Hochwasserkatastrophe, welche jemals im Außerfern registriert wurde. Speziell Gemeinden im oberen Lechtal und Pflach werden von den Wassermassen heimgesucht und Teile der Ortschaften verwüstet

2007
Ein schweres Busunglück ereignet sich am 21. Juni am Katzenberg (B179) und fordert einen Toten, sowie weitere schwer und leicht verletzte Personen. Sämtliche Einsatzkräfte der Rettung und Feuerwehr, sowie mehrere Rettungshubschrauber sind im Einsatz

2013
Nach anhaltendem Starkregen ist die Hochwasserlage an den ersten beiden Junitagen angespannt, insgesamt ist der Verlauf im Außerfern aber glimpflich abgegangen und die Schäden lediglich geringfügig

2015
Ende März hält das Sturmtief "Niklas" die Außerferner Einsatzkräfte der Feuerwehr in Atem. Glasfronten werden eingedrückt, ganze Dächer durch Böen abgedeckt (Gossenbrotstraße, Reutte), Isoliermaterial auf Straßen geweht und den Straßenverkehr durch dutzende auf die Fahrbahn gestürzter Bäume blockiert. Die Sachschäden der Forstflächen, an Gebäuden, Fahrzeugen und der Infrastruktur waren enorm. Menschen kamen aber nicht zu Schaden.

2017
Während des Sommeropenings auf Ehrenberg (highline179) kommt es am 25. Mai 2017 um etwa 14:20 Uhr zu einem gefährlichen Zwischenfall in Höfen. Eine Bell Cobra der RedBull-Staffel hatte ihre Showeinlage beendet und flog zurück zum Flugplatz in Höfen. Der Pilot Siegfried 'Blacky' Schwarz wollte für den Rückflug nach Salzburg noch die Maschine betanken. Beim Aufsetzen berührten die Rotorblätter das Vordach des Betankungs-Häuschens und flogen in Trümmern im unmittelbaren Umfeld des Helicopters umher, dabei wurde auch der Heckausleger der Bell abgerissen und die Turbine schwer beschädigt. Umstehende Schaulustige wurden wie durch ein Wunder nicht verletzt, ebenso blieb der Pilot unverletzt.




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