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Höfen

Region: Reutte Umgebung


erste urkundliche Erwähnung: -
Fläche: 8,35km²
Höhe: 868m
Ortsteile: Graben, Platten, Unterhornberg, Oberhornberg, Unterhöf, Oberhöf



der Ort Höfen - im Hintergrund der Tauern

die Aschau und die Furt über den Lech


Ursprünglich entwickelte sich Höfen aus der Großgemeinde Aschau, welche dem Stift Sankt Mang unterstellt war und sich vom heutigen Lechaschau bis hinauf nach Vorderhornbach ausdehnte. Der Name Höfen lässt sich vom alemannischen Hof ableiten, was einem Rast- und Weideplatz für das Vieh entspricht.
Als ältester Einzelhof wird der Hof auf der Platte angenommen, da er eine verkehrsgünstige Lage an der Furt über den Lech nach Ehenbichl inne hatte, welche bis 1464 auch für die Salztransporte und das Rodfuhrwesen genutzt wurde. Erst nach der Errichtung der neuen Brücke zwischen Reutte und Lechaschau verlor dieser Übergang über den Fluss an Bedeutung.

Flachsanbau


Im 16. und 17. Jahrhundert wurde in Höfen der Anbau von Lein bzw. Flachs in größerem Umfang betrieben, woran noch heute die gelbe Blüte im Wappen der Gemeinde erinnert. 1642 wird dafür eine Flachsrösterei sowie Flachsbrechlerei errichtet. Dieser Betrieb gilt als die Keimzelle der späteren Reuttener Textilwerke.

Muren


Die größte Bedrohung für den Ort waren und sind noch immer die Muren, welche zu teilweise enormen Schäden geführt haben. So gibt es viele urkundliche Einträge bzw. bekannte Jahreszahlen für die Ereignisse der verheerenden Naturgewalt rund um den kleinen Hornberg: 1867, 1876, 1898, 1901, 1967, 1975, 1982, 1983, 1986 und 1988.

Lawinenunfälle


Am 25. Februar 1829 wird ein Mann aus Höfen von einer Lawine bei den Hinterjochmähdern erfasst und getötet.


die Kabinenbahn am Hahnenkamm war von 1957 bis 2010 in Betrieb

Flugplatz


1956 wird in der Lechau bei Höfen der Flugplatz - der einzige im Außerfern - errichtet. Zunächst nur für Segelflugzeuge zugelassen, konnten bald auch kleine Motorflugzeuge die Start- und Landebahn nutzen. Erst im Jahr 2016 wird die vormalige Graspiste auf ein asphaltiertes Rollfeld ausgebaut.

Reuttener Bergbahn


Am 28. Juli 1957 wird am Hahnenkamm die Reuttener Bergbahn in Form einer 2-Kabinen-Bahn offiziell in Betrieb genommen. Die Baukosten beliefen sich in Summe auf 8,7 Mio. Schillinge bei einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr.


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