»    Kultur & Geschichte    »    Joseph Anton Koch


Joseph Anton Koch








der Künstler Joseph Anton Koch
Geboren: 27. Juli 1768 in Obergiblen bei Elbigenalp
Gestorben: 12. Januar 1839 in Rom
Beruf: Maler von Landschafts- und Historienbildern

Joseph Anton Koch kam als eines von 11 Kindern eines armen Hirten und Kleinhäuslers - einem Zitronenhändler aus Lermoos - zur Welt. Früh bemerkte man die Begabung des Jungen, der sich die ersten künstlerischen Schritte als Autodidakt aneignete und bereits mit 9 Jahren bei der Landvermessung durch Blasius Hueber (Atlas Tyrolensis) assistierte und sich als fleißiger Gehilfe hervortat. Er verließ bereits als 15-jähriger das Lechtal, studierte erst in Dillingen und begann dann eine Bildschnitzerlehre in Augsburg, besuchte ab 1785 die Karlsschule in Stuttgart, nachdem er zu seiner Firmung ein Stipendium vom Augsburger Fürstbischof Clemens Wenzeslaus von Sachsen erhielt. Gegen die allzu gestrenge Führung und die elitäre Erziehung an dieser Schule lehnte er sich aber bald auf und sympathisierte mit den Ansichten, sowie politischen Ideen der Französischen Revolution, was ihm umgehend Probleme einbrachte. Eine kurzzeitige Inhaftierung bewog ihn 1791 zur Flucht nach Straßburg. In den nächsten Jahren hielt sich Koch zumeist für ausgedehnte Wanderungen durch die Alpentäler in der Schweiz auf. Ab 1793 im Umkreis von Basel und 1795 wanderte er schließlich mit einem Wegbegleiter über den Gotthardpass nach Italien und zuletzt nach Rom, wo er sich für eine Weile niederließ.

Ab 1797 betätigte sich Koch als Zeichner und beschäftigte sich eingehend mit der Radierung, worauf er unter anderem auch Werke von William Shakespeare illustrierte. Um 1803 widmete sich Koch vermehrt der Ölmalerei, um im Anschluss zahlreiche Landschaften rund um Rom in Öl auf die Leinwand zu bannen. 1806 trat er mit Cassandra Ranaldi von Olevano in den Stand der Ehe ein, die Geschehnisse der Zeit um 1809 setzten ihm aber immer mehr zu. Das alles gipfelte in der Hinrichtung seines Landsmannes Andreas Hofer und 1812 beschloss er dann Rom zu verlassen um mit seiner Familie nach Wien zu ziehen. Bis 1815 war er dort tätig, seinem Schaffen war jedoch in der Residenzstadt kein Erfolg beschieden und er kehrte abermals nach Rom zurück.
Als inzwischen geachteter Künstler schuf er romantische Werke mit heroischen Landschaften und tat sich bald auch als Führer der deutschen Künstlerkolonie, den sogenannten 'Deutschrömern', hervor.
Mit ihm ging aus dem Außerfern ein Künstler hervor, welcher zu seiner Zeit Weltruhm erlangte und einen ausgezeichneten Ruf bei Kunstkennern genoss. Trotz des Erfolgs lebte Koch und seine Familie stets in eher ärmlichen Verhältnissen.

Werke



Aufrufe: 95