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Musau


Bezirk Reutte

Region: Reutte Umgebung


erste urkundliche Erwähnung: 1218 - Mosseowe
Fläche: 20,66km²
Höhe: 821m
Ortsteile: Roßschläg, Brandstatt, Höllmühle, Saba, Leite, Hofstatt, Riedle, Platte


Musau (im Bild vorne) und über dem Lech Pinswang

Münzfunde


Einen Beleg für die Existenz einer römischen Verbindungsstraße nach Kempten - heute als Via Camboduna bezeichnet - geben zahlreich aufgefundene Münzen jener Zeit im Bereich der heutigen Roßschläg.
Darüber hinaus wird in der so genannten Leite gar eine römische Ansiedlung vermutet, da auf einer begrenzten Fläche eine größere Anzahl an Funden aus der römischen Kaiserzeit geborgen wurden. Neben mehreren Münzen, Fibeln, Beschlägen und Messern fanden sich auch ein Fingerring und eine Hipposandale (Hufschuh).

Kloster St. Mang - Füssen


Das Gebiet von Musau stand bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung in enger Verbindung mit dem Kloster St. Mang zu Füssen. Als weiterer Grundherr trat das Stift Stams auf den Plan, wobei zwischen den beiden Grundeigentümern immer wieder Konflikte schwelten.

die alte Straße im Ranzental


Bis zum Jahr 1780 führte die alte Straße von Musau durch das westlich gelegene Ranzental, wo die Herren von Hohenegg ein Straßenzollamt unterhielten und dort Nutzungsgebühren einhoben. Ab 1770 wurde mit dem Bau der Straßentrasse mit ihrer heutigen Linienführung - nördlich des Ranzens - begonnen. Der Bau der Ulrichsbrücke über den Lech erfolgte gar erst 1914, jedoch wird schon im 16. Jahrhundert von einem kleinen Steg - in der Nähe des heutigen Gewerbegebiets Stegen bei Vils - berichtet.

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