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Pfafflar

Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1284 (Pavelaers)
Fläche: 33,62km²
Höhe: 1314m
Ortsteile: Bschlabs, Boden, Aschlen, Sack, Windegg, Mitterhof, Taschach, Egg, Zwieslen, Brandegg, Unterhaus, Pfafflar, Ebele


Namensherkunft


Der Ortsname von Pfafflar leitet sich vom rätoromanischen pabulariu (Futterstadel) ab.

Rätoromanischer Einfluss und die bayerische Besiedelung


Das Volk der Rätoromanen stammt ursprünglich aus dem Bereich des Unterengadin und breitete sich in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends nach Christus gegen Norden hin bis in das Vorarlberger Montafon und im Oberinntal sowie

das alte Bauernhaus in Pfafflar wird heute nur noch als Ferienhaus genutzt
über den Landecker Raum hinaus aus.

Vermutlich schon vor Ende des 13. Jahrhunderts kamen sie über das Hahntennjoch (früher als Hohentennen bezeichnet) in das obere Gebiet des Lechtaler Seitentales um dieses als Alpgebiet zu nutzen.

Die romanisierten Räter waren auf Grund ihrer Herkunft aus der heutigen Ostschweiz Experten auf dem Gebiet der Alp- und Milchwirtschaft. Dieses Wissen gaben sie später an die bayerischen und alemannischen Siedler weiter, in dem vermutlich die rätoromanischen Volksgruppen im Laufe der Zeit aufgingen.

Der rätoromanische Einfluss zeigt sich speziell in den rechtsseitigen Seitentälern des Lechtales, bis hinab nach Fallerschein und spiegelt sich in den Ortsnamen wieder.

Bergbau


Auch in der Gemeinde Pfafflar wurde Bergbau betrieben, etwa am über Boden aufragenden Rötkopf, wo noch heute Stollen zu finden sein sollen. Gefördert wurde wohl vorwiegend Galmei und Blei. Mehr zum Thema Bergbau im Außerfern.

Lawinen


Speziell über das schon vorgeschichtlich begangene Hahntennjoch kam es immer wieder zu Unfällen mit Lawinen und Muren, welche eine große Anzahl an Leben forderten. Lawinenabgänge auf den Ort selbst wurden in den Jahren 1935 und 1984 in der Dorfchronik festgehalten.

Aufgelassen


1894 endete die Nutzung von Pfafflar als Dauersiedlung und die letzten Bewohner zogen in das weiter unten liegende Dorf Boden.

Straßenverbindung


1930 begann der Bau der Zufahrtsstraße aus dem Lechtal bis nach Bschlabs. 1935 erfolgte der Beginn des Ausbaues einer Verbindungsstraße zwischen Bschlabs und Boden.
1937 fuhr dann der erste Personenkraftwagen über die schmale Straße nach Bschlabs.

Erst 1969 wurde die Hahntennjochstraße eröffnet und fortan in den Sommermonaten als Ausflugsstrecke und als schnelle Verbindung zwischen dem Lechtal und Imst genutzt.


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