Geboren: um 699 in St. Gallen
Gestorben: am 6. Sept. 772 in Füssen
Geboren in der Nähe des schweizerischen St. Gallen, wo er einige
Zeit als Abt tätig war, wurde er
dann
um 725 in das Allgäu entsandt (Apostel des Allgäu).
Als Missionar war er mit seinen Begleitern Theodor und Tozzo (ab
772 Bischof von Augsburg) zuerst im Gebiet des Bodensee
unterwegs und kam dann in das schon von den Römern genutzte
Kempten (Cambodunum), das von "Schlangen und Gewürm verseucht
ist".
Magnus "reinigt" Kempten von dem "Ungeziefer" und lässt
daraufhin Theodor an diesem Ort zurück, um selbst nach Füssen
weiter zu ziehen.
Mit seinem Gefährten Tozzo zieht er nun weiter und trifft in
Roßhaupten auf einen "Drachen" den er tötet.
In Waltenhofen bei Schwangau errichtet er eine Zelle, wobei er
hier Tozzo zurück lässt. Alleine zieht er in die Wildnis um das
Füssener Land vor. Dort vertreibt er die "Lechgeister" und
begründet eine Klosterzelle, die dem göttlichen Erlöser geweiht
wurde und aus der später das Benediktinerkloster St. Mang bei
Füssen hervorgeht.
Im Auftrag von Bischof Wikterp (erster Bischof von Augsburg) war
er also im Allgäu (Ostallgäu) tätig, wobei er aber auch des
Öfteren in das Gebiet von Reutte und Lechaschau gekommen war.
So besagt eine Legende, dass der heilige Magnus am Fuße des
Säulings, im Gebiet des heutigen Pflach, einem Bären sein
letztes Stück Brot gegeben habe. Daraufhin scharrte der Bär aus
Dankbarkeit mit seiner Pranke auf dem Waldboden und legte somit
das blanke Erz frei.
Tatsächlich finden sich noch heute einige Bergwerksstollen im
Bereich des Säuling, deren Herkunft bis dato noch ungeklärt ist.
Wie bereits erwähnt, vermutet man auch im Gemeindegebiet von
Lechaschau die Anwesenheit des Füssener Heiligen. So findet sich
zwischen Lechaschau und dem Pflacher Ortsteil Oberletzen das so
genannte "Mange-Sessele", eine sitzartige Einbuchtung im Felsen.
Der Sage nach, soll hier der hl. Magnus auf seinen
beschwerlichen Missionsreisen ins Außerfern Rast gemacht haben.
Was jedoch der Wahrheit entspricht ist, daß dies die einzige
bisher bekannte heidnische Opferstätte im gesamten Außerfern
darstellt.
Die sterblichen Überreste des heiligen Magnus liegen heute in
der Kirche St. Mang in Füssen. |
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