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Reutte Umgebung und Gemeinden

Kurzübersicht

Breitenwang

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Lechaschau

Musau

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Reutte

Vils

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Weißenbach

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Vermieter Reutte Umgebung

 

 

Kurzübersicht

 

Die Region bildet das Zentrum des Außerfern. Sind hier doch Industriebetriebe und der Handel die größte Wirtschaftskraft. Die Landwirtschaft spielt ebenso wie der Fremdenverkehr nur eine untergeordnete Rolle.

Bei den Industriebetrieben stellt das Metallwerk Plansee eindeutig den größten Arbeitgeber des gesamten Bezirkes dar. Viele Arbeiter und Angestellte kommen oftmals aus den weitest entfernten Regionen um hier ihrer Arbeit nachzugehen. Die Produkte, die bei Plansee gefertigt werden, werden meist für die Automobilindustrie (Beleuchtung, Motorenkomponenten), der Luftfahrt (Triebwerksteile), der Elektronik und Telekommunikationsindustrie (elektronische Bauteile), Beleuchtungsindustrie (Wolframglühfaden, etc.) und der Raumfahrt (Hitzeschilde) geliefert.

Ein weiteres großes Unternehmen stellt die Firma Multivac in Lechaschau dar. Hier werden vor allem Anlagen für die Verpackungsindustrie gefertigt.

Im Segment Baustoffe ist die Zementfabrik Schretter & Cie seit über 100 Jahren eine wirtschaftliche Stütze der Region und ebenfalls einer der großen Arbeitgeber im Bezirk.

Als kulturelles Zentrum agiert der Bezirkshauptort Reutte mit zahlreichen Events und einigen Galerien, sowie einem Museum in dessen Marktkern. Alle wichtigen Ämter und Behörden sind ebenfalls im Ort zu finden.

Auf einer Erhebung im Süden des Talkessel stehen noch heute die ruinösen Reste des einstmals größten Festungsensembles Nordtirols: Ehrenberg. Die Klause wird heute restauriert und als Europäisches Burgenmuseum ausgebaut.

Die Region setzt sich aus der Stadt Vils (die einzige im Bezirk und die zweitkleinste Stadt Tirols), dem Markt Reutte (Bezirkshauptort) und den Gemeinden Weißenbach, Höfen, Wängle, Lechaschau, Ehenbichl, Breitenwang, Pflach, Musau und Pinswang zusammen.

 

 
Gemeinden
 

Breitenwang

Ortsteile: Lähn, Mühl, Neumühle, Plansee

 

Ortsbezeichnung: 1094 "Breitinwanc" = breite Grasfläche bzw. Wiese

Daten

Einwohner: 1628
Fläche: 18,9 km²
Seehöhe: 850 m

Geschichte

Breitenwang war einst größer und bedeutender als Reutte (heutiger Bezirkshauptort), allerdings änderte sich dies als der Verlauf der Straße begradigt wurde. Ab diesem Zeitpunkt verlor Breitenwang im Gegensatz zu Reutte immer mehr an Bedeutung.
Erstmals erwähnt wurde "Breitinwanc" im Jahre 1094.

Man schrieb das Jahr 1137 als Kaiser Lothar III. von einem Italienfeldzug heimkehren wollte, aber in Breitenwang verstarb.

Ab dem 21. Juni 1921 beginnt die Erfolgsgeschichte des Plansee Unternehmens.

 

 

 

Ehenbichl

Ortsteile: Rieden

 

Ortsbezeichnung: 1404 "Ehenpühel" = vermutlich durch den Namen eines Bürgers, öhin, Öheim, Öhen Bühel

Daten

Einwohner: 738
Fläche: 7,8 km²
Seehöhe: 862 m

Geschichte

Ehenbichl wurde 1404 erstmals urkundlich erwähnt.
Direkt unter dem Schloßberg auf dem die Burg Ehrenberg prangte, war nicht nur die Siedlung Ehenbichl, sondern auch ein großer "Hirschanger" für das Wild des Landesfürsten angelegt.

1968 wurde in Ehenbichl das Bezirkskrankenhaus erbaut.

 

 

 

Höfen

Ortsteile: Hornberg, Platten

 

Ortsbezeichnung: vom alemannischen Wort "Hof" abgeleitet; Weideplatz, Rastplatz für Vieh

Daten

Einwohner: 1249
Fläche: 8,3 km²
Seehöhe: 868 m

Geschichte

Höfen, 1427 erstmalig erwähnt, gehört zu den jüngsten Ansiedlungen des Außerferns. Vor dem Bau der Brücke von Reutte nach Lechaschau spielte Höfen beim Salztransport und auch beim Flößen des Holzes auf dem Lech eine wichtige Rolle, da zwischen Höfen und Ehenbichl die alte Furt bestand, auf der die Güter über den Lech befördert wurden.
Am Anfang des 17. Jahrhunderts bot der Flachsanbau eine Erwerbsquelle. Aus dem kleinen Flachs verarbeitenden Handwerksbetrieb ging nach der Verlegung in den Bezirkshauptort, das Reuttener Textilwerk hervor.

Der Flugplatz, der einzige im Außerfern, wurde 1956 errichtet.

1957 wurde die Reuttener Bergbahn feierlich eröffnet und somit der Fremdenverkehr angekurbelt.

 

Freizeit

Reuttener Seilbahnen GmbH & Co KG - Bergbahnstraße 18, Tel: 05672-624200; www.reuttener-seilbahnen.at

 

 

 

Lechaschau

Ortsteile: ---


Ortsbezeichnung: 1219 Aschowe = eschenbewachsene Au

Daten

Einwohner: 1924
Fläche: 6,1 km²
Seehöhe: 846 m

Geschichte

Lechaschau (1218 erstmals erwähnt) hieß bis zum Jahre 1888 "Lech", danach wurde daraus Lechaschau um Verwechslungen mit Lech am Arlberg zu vermeiden.
Lechaschaus Aufschwung war, als die Brücke nach Reutte 1464 fertiggestellt wurde und die Händler, Salztransporter und andere Reisende den Lech nun so bequem und trockenen Fußes überqueren konnten.

Sankt Magnus (St. Mang): Mange-Sessele ist ein frühchristlicher, heidnischer Opferplatz auf dem Gemeindegebiet von Lechaschau; der Sage nach hat sich der heilige Magnus auf seinen Missionsreisen in dieser Felseinbuchtung sitzend erholt.

 

 

 

Musau

Ortsteile: Brandstadt, Saba, Roßschläg, Leite, Platte, Hufstadt, Riedle

 

Ortsbezeichnung: 1218 Muosowe, 1310 Mussowe = ?, vielleicht vom althochdt. muessa "sumpfiges Land"

Daten

Einwohner: 378
Fläche: 20,6 km²
Seehöhe: 821 m

Geschichte

Musau (1218 erstmals erwähnt) teilt sich seine Geschichte bis zum Jahre 1816 mit Vils, da Musau bis dahin zu dieser Stadt gehörte.

Auf dem heutigen Musauer Gemeindegebiet befanden sich zwei Vorwerke der Festung Ehrenberg. Der heutige Ortsteil Roßschläg war einstmals eine befestigte Schanze, deren Gegenstück auf der anderen Lechseite, die auf dem Kniepaß befindliche "Lechschanze" darstellt.

 

 

 

Pflach

Ortsteile: Unterletzen, Oberletzen, Wiesbichl, Hüttenmühle


Ortsbezeichnung: 1275 Plech = mittelhochdeutsch vlach "Ebene"

Daten

Einwohner: 1084
Fläche: 13,7 km²
Seehöhe: 840 m

Geschichte

Pflach (1275 erstmalig erwähnt), auf dessen Gemeindegebiet schon im 15. Jahrhundert Bergbau betrieben wurde, hatte zu damaliger Zeit das bedeutendste Messingwerk in Westösterreich. Neben Messing wurde aber auch nach Eisenerz geschürft. Mehrere Stollen am Fuße des Säulings (2.049 m) belegen dies. So befand sich dort auf 1.200 m Seehöhe ein Eisenbergwerk samt Schmelzhütte, das der Augsburger Patrizierfamilie der Hoechstetter gehörte.

Der Sage nach war es der hl. Magnus der das Erzvorkommen durch einen Bären, dem er sein letztes Stück Brot gab um ihm das Leben zu retten, gefunden hatte.

Von 1814 bis 1816 agierte Pflach als Grenzort. Als Vils (mit Musau) 1816 zu Österreich kam, verlor es diesen Status wieder.

 

 

 

Pinswang

Ortsteile: Oberpinswang, Unterpinswang, Weiler, Weißhaus

 

Ortsbezeichnung: Pinuz (althochdeutsch) = Binse, Grasfläche mit Binsen

Daten

Einwohner: 412
Fläche: 9,4 km²
Seehöhe: 824 m

Geschichte

Pinswang (1095 erstmalig erwähnt) ist eine der ältesten Siedlungen im Außerfern.

Am Burgschrofen befindet sich etwas weiter oberhalb das "Schloss im Loch", eine einstige Höhlenburg. Diese Burg wurde um 1250 n. Chr. von den Herren von Vils, damals noch bayrisch, errichtet und um 1315 von den Tirolern im Kampfe erobert. Die Höhlenburg stellte von nun an einen Vorposten der Festung Ehrenberg dar, wurde aber schlussendlich dem Verfall preisgegeben.

Aber auch die Römerstraße "Via Claudia Augusta" führte über das Pinswanger Gemeindegebiet.

Auch die Pinswanger Nachbarschaft ist geschichtlich interessant. Direkt hinter dem Schwarzenberg befinden sich die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

 

 

 

Reutte

Ortsteile: ---

 

Ortsbezeichnung: wird abgeleitet von "roden", also eine Fläche die durch Rodung entstanden ist

Daten

Einwohner: 5600
Fläche: 100,9 km²
Seehöhe: 850 m

Geschichte
Der Ortsname Reutte kommt von Rodung, also das Abholzen des Waldes für den Bau einer Ansiedlung.

Erstmals erwähnt wurde Reutte im Jahre 1278. Am Anfang der Gemeindegeschichte war Reutte aber noch nicht sonderlich bedeutend, da die Hauptverbindungsstraße noch über die Gemeinde Breitenwang führte. Erst dem Umstand einer Straßenbegradigung hat Reutte seinen Aufstieg zu verdanken.

Reutte war bis zum Jahre 1440 noch bei Breitenwang eingemeindet, ab diesem Jahr wird der Ort dann eine eigenständige Gemeinde. Mit dem Bau einer Brücke über den Lech (1464), auf welcher die Reuttener einen Wegezoll einheben durften, war auch die Blütezeit des Ortes eingeläutet.

Kurz darauf (1471) bekam Reutte das Recht, eine Lagerstätte zu errichten in der die Waren zwischengelagert werden mussten.

Am 5. Juni 1489 wurde "Reutti" von Erzherzog Sigmund "dem Münzreichen" zum Markt erhoben. 1605 verlegte der Pfleger von Ehrenberg seinen Sitz von der Burg nach Reutte, wodurch Reutte zum Gerichtssitz wurde.1868 wurde der Ort dann durch die Einführung der Bezirkshauptmannschaften zum Bezirkshauptort.

An Gelegenheiten zur Stadt erhoben zu werden hatte es Reutte nicht gefehlt, allerdings wurden diese immer abgewehrt, da die Erhebung auch mit einer finanziellen Mehrbelastung verbunden gewesen wäre und der Markt zu dieser Zeit (1741) nicht über die nötigen Gelder verfügte.

Trotz allem Widerstand wurde Reutte sieben Jahre lang unter dem Regime der Nationalsozialisten zur Stadt erklärt. 1945 wurde der Ort dann aber doch wieder zum Markt.

 

 

 

Vils

Ortsteile: ---

 

Ortsbezeichnung: 1200 Filis = ?

Daten

Einwohner: 1530
Fläche: 30,7 km²
Seehöhe: 826 m

Geschichte

Am Anfang der Geschichte von Vils steht die Burg (heute Ruine) Vilsegg, die schon 1263 erstmals erwähnt wurde. Am Fuße der Burg hatten die ersten Ansiedlungen stattgefunden, allerdings wurde die Siedlungstätigkeit aufgrund der häufig vorkommenden Überschwemmungen durch die Vils auf die andere Talseite verlegt. Man schrieb das Jahr 1300 als die Hohenegger Vils zum Lehen erhielten.


1327 wurde die Siedlung Vils dann zur Stadt erhoben. Ein besonderes Recht das die Stadt Vils inne hatte, war das Freiungsrecht, das den Verfolgten innerhalb der Stadtmauern Schutz gewährte. Allerdings war Vils selbst aufgrund seiner Grenznähe alles andere als sicher. Immer wieder wurde es in Kriegshandlungen verstrickt und dadurch oft stark in Mitleidenschaft gezogen. Ab 1408 kam Vils, das damals noch zu Bayern gehörte, verstärkt mit Tirol in Verbindung. Die Angliederung an Tirol fand aber erst im Jahre 1816 statt. Bis dahin war es ein regelrechtes Tauziehen zwischen der Fürstabtei Kempten und den Habsburgern um die kleine Stadtgemeinde.

 

 

 

Wängle

Ortsteile: Hinterbichl, Holz, Niederwängle, Winkl

 

Ortsbezeichnung: 1278 Wengelin = kleine Grasfläche

Daten

Einwohner: 880
Fläche: 9,3 km²
Seehöhe: 882 m

Geschichte

Das Kirchdorf Wängle (1278 erstmals urkundlich erwähnt) war mit seinem Gotteshaus, das dem hl. Martin geweiht ist, lange Zeit das geistliche Zentrum der Pfarre Aschau, welches sich bis nach Vorderhornbach erstreckte.
Für manchen Skisport-Fan vielleicht auch ein Begriff, da der Abfahrtsweltmeister 1982 Harti Weirather aus diesem Ort stammt.

 

 

 

Weißenbach am Lech

Ortsteile: Gaicht

 

Ortsbezeichnung: ---

Daten

Einwohner: 1350
Fläche: 81,9 km²
Seehöhe: 885 m

Geschichte

Weißenbach (1200 erstmalig erwähnt) spielte zur Zeit der Salztransporte eine große Rolle. Hier wurde ein "Wetterstadl" errichtet, in dem die Salzfuhren vorübergehend untergebracht werden konnten, wenn die Strecke über den Gaichtpass einmal nicht zu passieren war.
1948 wurde bei Grabungsarbeiten ein Skelett freigelegt. Untersuchungen ergaben, dass es sich hierbei um einen der ersten Siedler im Gebiet des Außerferns gehandelt haben dürfte.

Heute haben die Weißenbacher durch die Ansiedlung eines kleinen Gewerbegebietes und dem Fremdenverkehr eine Erwerbsquelle innerhalb des Gemeindegebietes geschaffen.