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Kurzübersicht
Grän
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Schattwald
Tannheim
Zöblen |
nützliche Links:
Vermieter
Tannheimer Tal
Literatur |
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Kurzübersicht
Das Laut Ludwig
Steub, einem Reiseschriftsteller der das Tal im Jahre 1846
besuchte, das "schönste Hochtal Europas"...
...allerdings ist das Tannheimer Tal eher eine ausgedehnte
Passlandschaft. Eingegrenzt durch den Jochpass im Westen und
dem Gaichtpass im Osten, welcher den einzigen Zugang zum
restlichen Außerfern darstellt. Über den Jochpass hingegen
gelangt man in das benachbarte Allgäu und über die Enge bei
Grän nach Pfronten ins Ostallgäu.
Die alte Gaichtpassstraße war zu früheren Zeiten der
wichtigste Wirtschaftsfaktor des Tales. Die von Hallstatt aus
kommenden Salzfuhren gelangten über den Pass durch das
Tannheimer Tal und von hier aus weiter in das Bodensee Gebiet
und ins Breisgau.
Die so genannten Rodfuhrleute waren für den Transport der
Güter durch das Tal zuständig. Das Rodfuhrwesen legte
fest, dass bestimmte Bauern die Güter mit ihren
Ochsengespannen und Pferdefuhrwerken bis zur nächsten
Rodstation weiter führen musste.
Das Tal setzt sich aus den Gebieten der Gemeinden
Nesselwängle, Grän, Tannheim, Zöblen, Schattwald und Jungholz
zusammen.
Aufgrund der Höhe des Tales, war es in früheren Zeiten nicht
einfach dem kargen Boden die lebensnotwendigen Lebensmittel
abzuringen. Daher war das Leben im Tal ein Beschwerliches.
Heute lebt die Region größtenteils vom Fremdenverkehr, der im
Sommer wie im Winter für eine enorme Besucherzahl sorgt.
Wintersportfreunde werden von den 6 Liftanlagen des Tales in
die Höhe befördert. Man muss aber nicht zwingend in die
höheren Gefilde! Für die Langlauffreunde sind über 80km
präparierte Loipen zu erkunden. Aber wem das alles zu stressig
ist, der kann auch ganz einfach einen Spaziergang machen oder
sich beim Ápres Ski vergnügen.
Vielleicht möchte man aber auch höher hinaus? Dann kann man ja
das alljährliche Ballonfestival besuchen... |
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| Gemeinden |
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Grän
Ortsteile:
Haldensee, Lumberg, Enge
Ortsbezeichnung:
1427 Grun, geröne = Baumstumpf, viele umgeworfene Bäume eines
Windwurfes |
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Daten
Einwohner: 575
Fläche: 20,9 km²
Seehöhe: 1.138 m |
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Geschichte
Erstmals 1427
urkundlich erwähnt.
Grän erlebte eigentlich ein ruhiges Dasein in der Geschichte
des Außerferns. Aber nur bis zum Jahr 1945, als es unter dem
Regime der Nationalsozialisten von allen Gemeinden des
Bezirkes am meisten zu leiden hatte. Fünf Jahre dauerte der
Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Gemeinde.
Heute lebt Grän vorwiegend vom Fremdenverkehr, hat es doch
eine der größten Touristenattraktionen des Tales auf seinem
Gemeindegebiet: den Haldensee.
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Jungholz
Ortsteile: --- |
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Daten
Einwohner: 322
Fläche: 7 km²
Seehöhe: 1.054 m |
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Geschichte
1342 verkaufte ein
Wertacher einem Tiroler namens Heinz Lochpihler das Gut
"Jungholz", dadurch wurde das ehemals bayrische Gebiet nun zu
tirolischem Territorium.
Im 19. Jahrhundert waren die wichtigsten Einnahmequellen von
Jungholz eine Nagelschmiede und die Herstellung von Loden und
Leinwand.
Ab 1901 wurde die Gemeinde als erste im Außerfern mit Strom
versorgt.
Auch der erste Skilift des Bezirkes wurde 1948 in Jungholz
errichtet.
Rein geographisch nimmt die Gemeinde Jungholz einen
Sonderstatus ein. Sie ist nämlich nur an einem einzigen Punkt
mit dem "übrigen Österreich" verbunden: dem Gipfel des
Sorgschrofens (1.636 m). Das Gemeindegebiet von Jungholz ist
nur über deutsches Staatsgebiet erreichbar.
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Nesselwängle
Ortsteile: Haller,
Rauth, Schmitte
Ortsbezeichnung:
kleine Grasfläche mit Brennesseln |
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Daten
Einwohner: 516
Fläche: 23 km²
Seehöhe: 1.137 m |
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Geschichte
Nesselwängle (1434
erstmals urkundlich erwähnt) wurde von der Provinz Aschau aus
besiedelt.
In den Jahren 1863 und 1882 wüteten zwei Großbrände in
Nesselwängle. Beim ersten fielen 42 und beim zweiten 18 Häuser
den Flammen zum Opfer. Aber Nesselwängle wurde nicht nur vom
Feuer, sondern auch von den Wildbächen bedroht. Immer wieder
kam es zu schweren Murenabgängen.
Die Salztransporte führten auch in Nesselwängle zu einem
gewissen Wohlstand.
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Schattwald
Ortsteile: Kappl,
Fricken, Rehbach, Wies, Steig
Ortsbezeichnung:
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Daten
Einwohner: 418
Fläche: 16,1 km²
Seehöhe: 1.080 m |
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Geschichte
Noch im 17.
Jahrhundert war Schattwald als Bade- und Kurort für seine
Mineral- und Schwefelquellen bekannt. Ab 1916 zählte das
Heilbad dann aber immer weniger Besucher und wurde bald nach
dem Ersten Weltkrieg stillgelegt.
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Tannheim
Ortsteile: Berg,
Bogen, Gschwend, Kienzen, Schmieden
Ortsbezeichnung:
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Daten
Einwohner: 1030
Fläche: 51,3 km²
Seehöhe: 1.097 m |
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Geschichte
Tannheim (1342
erstmals urkundlich erwähnt), der Hauptort des Tales, wurde
aus dem Gebiet um Sonthofen zuerst als Weidefläche genutzt und
später von den Hirten auch den Winter über besiedelt.
Der auf Tannheimer Gemeindegebiet gelegene Vilsalpsee und der
darüberliegende Traualpsee zogen schon damals aufgrund ihres
Fischreichtums die Aufmerksamkeit
Kaiser Maximilians auf sich,
welcher ein passionierter Fischer und Jäger war.
Bis zum Jahre 1485 war das Tal größtenteils im Besitz der
Grafen von Montfort zu Rotenfels. Im selben Jahr wurden diese
Besitzungen an Erzherzog Sigmund von Österreich übergeben.
Immer wieder wird in der Pfarrchronik des 16. Jahrhunderts von
Hunger und Elend berichtet. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde
dem entgegengewirkt, da sich viele Mitglieder der männlichen
Bevölkerung in größere Städte, etwa in die deutschen Gebiete
begaben, um hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Gerste, Hafer, Erdäpfel (Kartoffel) und Flachs waren die
einzigen Feldfrüchte die hier aufkamen, außer wenn ein früher
Kälteeinbruch wieder die Ernte vernichtete.
In der Zeit, in der die Salzfrächterei im Tannheimer Tal
aufblühte, entwickelte sich auch ein gewisser Wohlstand im Tal
und den Gemeinden. Dies war von Mitte des 16. Jahrhunderts bis
zum Niedergang des Salzfuhrwesens Ende des 18. Jahrhunderts
so. Allerdings ebbte das Transportwesen durch das Tal nicht
gänzlich mit dem Bau der Arlbergstraße (1782 - 85) ab, denn
die italienischen Kaufleute zogen es vor, ihre Waren für die
westlich gelegenen Länder auch weiterhin über den Gaichtpass
zu schicken.
Ansonsten war die Landwirtschaft mit Viehzucht lange Zeit
hindurch die einzige Existenzgrundlage. Heute stellt die
Landwirtschaft zwar auch noch eine Erwerbsquelle für einige
der Bürger dar, aber diese wird durch den Fremdenverkehr immer
mehr abgelöst.
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Zöblen
Ortsteile:
Katzensteig, Untere Halde, Obere Halde
Ortsbezeichnung:
(siehe "Geschichte des Ortes") |
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Daten
Einwohner: 245
Fläche: 8,7 km²
Seehöhe: 1.087 m |
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Geschichte
Zöblen (1425
erstmalig erwähnt) dessen Name von der hier erstansässigen
Familie Zobl ableitet, ist ein kleines Haufendorf am Fuße der
Halde.
Auf dieser Halde befindet sich noch heute eine kleine Kapelle,
welche früher als Wallfahrtsort genutzt wurde.
Heute lebt die Bevölkerung zum Großteil vom Fremdenverkehr und
der Landwirtschaft.
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