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Zwischentoren und Gemeinden

Kurzübersicht

Berwang

Biberwier

Bichlbach

Ehrwald

Heiterwang

Lermoos

nützliche Links:

Vermieter Zwischentoren

(Zugspitzarena)

Kurzübersicht

 

Die Bezeichnung "Zwischentoren" resultiert daraus, das sich der Bereich zwischen den Toren von Schloss Fernstein, am Fuße des Fernpass, zum einen und den Toren von Ehrenberg zum anderen befindet.

Fernstein ist der Abschluss gegen das Inntal, die eigentliche Grenze aber befindet sich heute auf Höhe des Fernpass selbst.

Zur Region gehören die Gemeinden Biberwier, Ehrwald, Lermoos, Bichlbach, Heiterwang und Berwang, das im gleichnamigen Tal gelegen ist, welches ein Seitental des Zwischentoren darstellt.

Ehrwald ist der Hauptort und eines der drei sogenannten Zugspitzdörfer: Ehrwald, Biberwier und Lermoos.

Im Bereich des Ehrwalder Beckens wurden in der Vergangenheit zahlreiche Funde der römischen Zeit gemacht, so sind einige Ausgrabungen in der Nähe von Biberwier getätigt worden.

Im Bereich der Region befindet sich auch der zweitgrößte See des Bezirks, der Heiterwanger See. Der See war besonders bei Kaiser Maximilian sehr beliebt, da er hier sehr oft seiner Passion, der Jagd und dem Fischfang nachging.

Die ursprüngliche Besiedlung dieses Bereiches ist nicht wie im übrigen Außerfern vom benachbarten Allgäu aus vorgenommen worden, sondern hier kamen die ersten Bewohner aus dem Inntal und dem Stanzer Tal. Dies drückt sich vor allem in der Mundart sehr stark aus.

Der Fremdenverkehr ist hier im Vergleich zu den anderen Außerferner Regionen am Stärksten.

Auch durch diese Region führt die einzige Außerferner Eisenbahnstrecke, die "Außerfernbahn".

Gemeinden

Berwang

Ortsteile: Brand, Bichlbächle, Gröben, Kleinstockach, Mitteregg, Rinnen, Tal

 

Ortsbezeichnung: ber (Bären), wang (Wiese) = "Bärenwiese"

Daten
Einwohner: 646
Fläche: 42,7 km²
Seehöhe: 1342 m

Geschichte

Berwang, der höchstgelegene Ort im Zugspitzgebiet, wurde aus dem Raum Imst besiedelt. 1266 kam Berwang zwar zu Tirol, blieb verwaltungsmäßig aber noch bei Imst. Erst ab 1430 unterstand es gänzlich dem Gericht Ehrenberg.

Auch Berwang war, wie so viele Außerferner Gemeinden auch, sehr arm. Die Menschen litten oft Hunger, da der Boden fast nichts her gab. Aufschwung brachte hier erst der Tourismus. Anders als in anderen Fremdenverkehrsorten des Bezirks, wandelte sich die Struktur der Gemeinde fast gänzlich. So findet man heute im Berwanger Tal fast keine Landwirtschaftstreibenden mehr. Das einstige Bergbauerndorf entwickelte sich zur Fremdenverkehrsmetropole.

 

Freizeit
Panoramabahn Rastkopf GmbH & Co KG, Tel: 05674-8276

 

Biberwier

Ortsteile: ---

 

Ortsbezeichnung: 1286 Piperwure = Biberdamm

Daten

Einwohner: 612
Fläche: 29,4 km²
Seehöhe: 989 m

Geschichte

Funde aus der Römerzeit und Geleisrillen der römischen Wagen belegen die Existenz der "Via Claudia Augusta" im Gemeindegebiet Biberwiers.
Biberwier ist eine alte Bergbausiedlung. Im größten Bergbaubetrieb des alten Außerfern wurde nach Galmei-, Blei- und Zinnerz geschürft (1511). Über 400 Jahre war dieses Bergwerk in Betrieb und bot in seinen Glanzzeiten bis zu 150 Beschäftigten Arbeit.

Im Gemeindegebiet von Biberwier waren nachweislich bis ins Jahr 1800 Biber anzutreffen, von denen der Ort den Namen erhalten hat.

 

Freizeit
Skilift Biberwier, Berglifte Giselher Langes GmbH & Co KG, (auch Sommerrodelbahn), Marienberglift, Tel: 05673-2111

 

Bichlbach

Ortsteile: Lähn, Wengle

 

Ortsbezeichnung: ---

Daten

Einwohner: 902
Fläche: 30,6 km²
Seehöhe: 1079 m

Geschichte

Die Besiedlung Bichlbachs erfolgte aus dem Allgäu. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1300 n. Chr. als "Puechelpach", was aus dem mittelhochdeutschen stammt und soviel bedeutet, wie "von Buchen umstandener Bach".
Auch in Bichlbach wurde nach Erzen gegraben (siehe Biberwier). Im Gebiet der Bleispitze wurde Blei- und Galmeierz abgebaut (ab ca. 1300 bis ins 17. Jahrhundert).

Der Weiler Lähn hatte früher den Namen Mittewald. Mittewald war älter als Bichlbach selbst. 1456 wurde Mittewald aber durch eine Lawine zerstört. Die Überlebenden (5 von 27 Bewohnern) bauten den Ort unter dem Namen Lähn (Lähn = Lawine) an einer anderen Stelle wieder auf, doch auch dieser neue Siedlungsplatz entpuppte sich als Lawinenfalle. 21 Menschen starben diesmal und 25 überlebten die Katastrophe.

 

Freizeit
Bichlbacher Bergbahnen GmbH & Co KG, Tel: 05674-5350

 

Ehrwald

Ortsteile: ---

 

Ortsbezeichnung: eriro oder erro wald (althochdeutsch) "Anfang des Waldes", eventuell Gegenstück zum 1456 zerstörten Mittewald?

Daten

Einwohner: 2597

Fläche: 49,4 km²

Seehöhe: 994 m

Geschichte

Die Besiedlung Ehrwalds, das 1275 erstmals erwähnt wurde, erfolgte wie auch bei den beiden anderen Zugspitzorten Biberwier und Lermoos von Imst aus. Diese Imster Siedler kamen also über den Fernpass, aber nicht nur um hier eine Bleibe zu schaffen, sondern wie auch die Biberwierer um Bergbau zu betreiben.
Um 1500 wird von einem Bergbaugebiet nahe des Seebensees berichtet, das bis ins Jahr 1735 Erz freigab, dann aber nicht mehr rentabel war.

Auch die Ehrwalder profitierten von den Salztransporten. Nicht nur, dass einige von ihnen das Rodfuhrrecht inne hatten, sondern weil sie auch die Fassdauben für die Salzfässer nach Schwaz lieferten. Auch als diese Einnahmequelle versiegte, wussten sich die Ehrwalder zu helfen.

Sie wurden zu Kamm-, Pfeifen- und Tabakdosenmachern sowie Pfeifenspitzdreher. Die Produktion der Pfeifenspitzdreher war so enorm, dass sie den gesamten östereichisch-ungarischen Markt belieferten.

 

Freizeit
Tiroler Zugspitzbahn GesmbH - Obermoos 1, Tel: 05673-2309
www.zugspitze.com

 

Heiterwang

Ortsteile: ---

 

Ortsbezeichnung: 1286 Ayterwanch = (mittelhochdeutsch) eiternezzel, Brennessel, demnach ein Feld mit vielen Brennesseln

Daten

Einwohner: 532

Fläche: 35,7 km²

Seehöhe: 994 m

Geschichte

Der Ort Heiterwang, 1288 erstmals urkundlich erwähnt, erlangte und genoss den Zuspruch bis in die allerhöchsten Kreise aufgrund seines Sees, dem Heiterwanger See, der für seinen Fischreichtum weit und breit bekannt war.
Zuerst im Besitz des Stifts Steingaden, dann verkauft an das Stift Stams wollte später der Landesfürst Sigmund "der Münzreiche" selbst in den Besitz dieses Sees kommen, was ihm ab 1453 immer mehr gelang. Er kaufte von den heimischen Bauern die Fischereirechte ab und vergrößerte so immer mehr seinen Einfluss.

Auch Kaiser Maximilian war oft am Heiterwanger- u. am Plansee um dem Fischen und der Jagd nachzugehen.

Aber auch der Ort Heiterwang selbst hatte seinen festen Platz in der Geschichte des Außerferns. Gab es doch hier ein "Ballhaus", also ein Warenlagerhaus das als Warenumschlagsplatz diente.

Doch auch in Heiterwang kehrte eines Tages die Armut ein. Auch der kurzzeitige Aufschwung durch eine kleine Gewerbeansiedlung im 18. Jahrhundert brachte nicht den ersehnten Wohlstand.

 

Freizeit
Liftgesellschaft Heiterwang, Karlift, Tel: 05674-5435

 

Lermoos

Ortsteile: Gries, Obergarten, Untergarten

 

Ortsbezeichnung: Larinmoos = leeres, ungenutztes Moos

Daten

Einwohner: 945

Fläche: 56,4 km²

Seehöhe: 994 m

Geschichte

Lermoos (im Jahre 1020 erstmals als "Larinmoos" genannt) ist der älteste Ort des Bezirkes. Wahrscheinlich erfolgte die früheste Ansiedlung im Ortsteil Obergarten.
Durch seine Lage an der Fernpassstrecke war Lermoos wirtschaftlich sehr erfolgreich, führte doch hier die wichtige Handelsroute zwischen Venedig und Brüssel durch. Auch die Salztransporte von Hall in den Bodenseeraum passierten den Ort. Um 1500 wurde die Warenniederlage, die sich ursprünglich in Fernstein befand, nach Lermoos verlegt.

Selbst Kaiser Maximilian befand sich des öfteren zur Jagd in Lermoos.

Durch den Bau der Arlbergstraße und später der Bahnstrecke fand die Blütezeit von Lermoos ihr Ende. Es blieb wirtschaftlich still in der Gemeinde bis der Fremdenverkehr einsetzte.

 

Freizeit
Langes Berglifte GmbH & Co KG - Mösle 5, Tel: 05673-2114