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Höhlenburg Schloss Loch



unter dem Felsüberhang
Die Höhlenburg, früher auch Geyerburg genannt, entstand wohl um das Jahr 1250 und wurde von den Herren von Hohenegg erbaut. Um 1315 wurde die Festung, nachdem die Hohenegger plündernd in Tirol eingefallen waren, von den Tiroler Landesfürsten erobert (die Hohenegger waren der Fürstabtei Kempten zugehörig). Damit war das Schloss Loch ein vorgeschobener Außenposten von Ehrenberg geworden und gleichgestellt mit den Vorwerken am Kniepass und in der Roßschlög (Roßschläg). 1328 dürften die Hohenegger nochmals einen Rückeroberungsversuch unternommen haben, welcher aber nicht zum gewünschten Ergebnis führte. Nachdem sich die Grenzen verschoben und die veste ze dem Loche bei Fuezen an strategischer Bedeutung verlor, verfiel sie zusehends.

Unterhalb der Höhlenburg befindet sich noch heute eine markanten Wallanlage. Diese wurde schon als keltischen Ursprungs vermutet. Jedoch legte eine dendrochronologische Untersuchung den Schluss nahe, dass es sich vielmehr um eine Vorburg von Schloss Loch gehandelt haben dürfte, da der aus der Analyse hervorgegangene Zeitpunkt der Schlägerung des Holzes mit jenem der Burggründung zusammenfällt. Sehr wahrscheinlich geht diese Vorburg auf eine Straßenstation an der römischen Via Claudia Augusta zurück, welche bis in das Mittelalter für den Warentransport von Salz und anderen Handelsgütern genutzt wurde.

Im westlichen Teil der Höhlenburg wurde man auf eingearbeitete Vertiefungen und Felsritzungen aufmerksam, welche häufig für Schalensteine gehalten werden, über deren Zweck die Wissenschaft bis zum heutigen Tage aber nur spekulieren kann.







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