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Ruine Sigmundsburg



ein gotischer Fensterbogen
viel mehr ist von der Sigmundsburg nicht erhalten
Die Sigmundsburg ließ Herzog Sigmund für seine erste Frau Eleonore von Schottland - welche er 1449 geehelicht hatte - errichten. Die Empfänge und Menschenmassen in der Innsbrucker Hofburg missfielen ihr zunehmend, sie schätzte die Stille auf der Burg inmitten des Fernsteinsees. 1463 bot sie gar eine sichere Zuflucht vor einer grassierenden Seuche.

Nach der Übergabe der Regierungsangelegenheiten an seinen Nachfolger Maximilian I. 1490, dürfte Sigmund häufig auf der Burg anzutreffen gewesen sein. Auch Maximilian nützte nach Sigmunds Tod die Burg als Stützpunkt für seine häufigen Jagdausflüge in das Außerfern. Als aber auch er 1519 verstarb, scheint niemand mehr ein großes Interesse an der Burg gehabt zu haben. Bereits 1703 wird der Bau als "öd" bezeichnet. Heute ist von dem einstigen Schloss lediglich ein gotischer Fensterbogen erhalten.

Die Sage berichtet von "...einem Schatz in den tiefen Kellergewölben der Ruine. Ein zotteliger schwarzer bissiger Hund bewacht diesen jedoch. Nachts streift das Untier durch den Wald der kleinen Insel, im Mondschein kann man dabei den Schlüssel in seinem zähnestarrenden Maul erkennen, welcher den Zugang zum Schatz freigibt. Bisher hat es aber noch niemand gewagt, sich der Kreatur zu nähern. So ruht der sagenhafte Schatz noch immer unberührt unter der Ruine Sigmundsburg..."

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