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Drachenweg


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Drachenweg
   der steinerne Drache an der B16

Anspruch

T1-2 - Bergwandern
Charakter
Durchgängiger Pfad. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen
Anforderung
Etwas Trittsicherheit ratsam. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen

Gruppe
Sagen und Mythen
Höhe
810 m
Talort(e)
Roßhaupten

 



KOORDINATEN   47.64366 • 10.72557 | WETTER | WEBCAMS | TOURENKARTE | ANFAHRT (GoogleMaps)


T O U R E N I N F O


Mit dem Roßhauptener Drachenweg möchte man dem Besucher die älteste Geschichte des Ortes näher bringen, speziell Kinder finden den Weg spannend und es wird unterwegs stets nach einem schimmernden Schuppenpanzer oder auch einer Höhle als mögliche Behausung des Fabelwesens Ausschau gehalten. Schon vor 2000 Jahren befand sich am Ausgang des Tiefentals, heute stünde man am Grund des aufgestauten Forggensees, eine Handelsstation und wohl auch eine mansio an der römischen Staatsstraße Via Claudia Augusta. Im Bereich dieser antiken Stätte befand sich überdies eine Brandopferstätte, welche vermutlich die römischen Reisenden, aber auch die lokale keltoromanische Bevölkerungsschicht genutzt haben dürfte.

"...Magnus steckte geweihtes Brot in seinen Ranzen und nahm Pech und Harz in die Hand und auch den Krummstab des heiligen Gallus, hängte sich das Kreuz um den Hals [...]. Kaum hatte der Drache ihn erblickt, da richtete er sich sogleich auf und stürzte sich auf ihn. Jener aber schleuderte ihm das Pech und das Harz, das er in der Hand hielt, in den Rachen und sprach: 'Hilf mir, Herr, mein Gott!' Kaum hatte er dies ausgesprochen, da begann der Drache unverzüglich zu brennen, zerbarst und verendete..."
Man befindet sich hier also an dem Platz, wo der hl. Magnus mit dem Drachen symbolisch das Heidentum erledigt und somit diese Gegend im 8. Jahrhundert christianisiert haben soll.
Infotafel am Weg


Spätestens ab dem 6. Jahrhundert besiedelten die Alemannen das Gebiet um Roßhaupten und für die Mitte des 8. Jahrhunderts wird in der Sage berichtet, dass der heilige Magnus an dem Ort "caput equi" einen Drachen tötete. In der Übersetzung dieses genannten Namens wird daraus "das Haupt des Pferdes", was sich in der ersten urkundlichen Nennung als "Roshoubet" im Jahr 1206 niederschlägt. Die Tiefentalschlucht gilt landläufig als Schauplatz des Drachenkampfes. Als Kern dieser Legende dürfte ein einstiger Kultplatz herangezogen werden, an welchem den heidnischen Göttern geopfert wurde. Als Opfergaben dürften dabei auch Pferde eine Rolle gespielt haben, wie es aus archäologischen Ausgrabungen andernorts durchaus als kultische Handlung überliefert ist.



Der Weg

Eine kostenfreie Parkmöglichkeit bietet sich an dem kleinen Rast- und Parkplatz an der neuen Tiefentalbrücke. Der Brücke zugewandt, führt links eine Straße in Richtung Camping Tiefental hinab. Auf dieser Straße unterhalb der Brücke hindurch und über eine Treppe rechts hinauf zum Beginn der Brücke. Ein breiter Rad- und Gehweg ermöglicht ein sicheres Überqueren der hohen Bogenbrücke und gewährt beeindruckende Ausblicke hinab zum Wasserspiegel des Forggensees. Am nördlichen Ende der Brücke angekommen posiert ein steinerner Drache aus Tuffstein. Hier beginnt der Drachenweg und unterhalb der Brückentrasse hindurch gelangt man zu einer Weggabelung. Der linke Weg (als schwierigere Variante bezeichnet) leitet in die Schlucht hinab, wobei man unterwegs einige Details der Rundbogenbrücke studieren kann. In den Weg eingelassene "Drachenspuren" gelten als Hinweis, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.



Am Grund des Tiefentals auf kleinem Steig hin zu einer Rastbank, Schau- sowie Infotafeln und lustigen Baumstock-Gesichtern. Über Stufen wieder aus der Schlucht heraus und später auf einem Fahrweg zum Drachenbrünnele. Kurz danach vom Fahrweg rechts ab und leicht steigend auf den Höhenrücken des Gabis. Erneut folgt man einem Fahrweg, diesmal allerdings in östliche Richtung, vorüber an Funkmasten und einer kleinen St.-Andreas-Kapelle, später hinab in das Waldgebiet und zuletzt zu der kleinen Tiefentalkapelle und der Straßenbrücke. Auf bekanntem Weg wieder zurück über die Brücke zum Parkplatz an der B16.


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