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Gottesackerwände

Obere und Untere


Die Oberen Gottesackerwände bilden die Begrenzung der Karstfläche des Gottesackers gegen Norden aus. Der Rosskopf und das Hirscheck stellen dabei die westlichen Nebengipfel im Verlauf der Gottesackerwand dar und sind weglos entlang des Grates von der Oberen Gottesackerwand aus erreichbar

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Gottesackerwände
Blick in die Oberen Gottesackerwände - © Kauk

Schwierigkeitsgrad




T4 - Alpinwandern


Charakter
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen
Anforderung
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden



Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
2033 m
Hütte(n)
Mahdtalhaus
Talort(e)
Schwende

     


T O U R E N I N F O




*** Karstlandschaft mit teils steilen Hängen. Abwechslungsreich. Im Gipfelbereich Trittsicherheit notwendig. Landschaftlich eindrucksvoll.

Der Name der Wände ist von den darüberliegenden großen Karstflächen 'hinab gewandert'. Solche oftmals vermeintlich monoton wirkenden Gesteinsflächen wie eben der Gottesacker, werden im Forumsgebiet häufiger derart bezeichnet. Man vergleiche dazu die Flurnamen 'Wilder Freithof und Beinländle' an der Ostschulter der Hochplatte, welche ebenfalls durch Karrenfelder gebildet werden.
Allgäuer Bergnamen, Thaddäus Steiner



Ausgangspunkt ist der Parkplatz des Mahdtalhauses (1100 m) und zu Beginn gehts erstmal ein Stück zurück nach Schwende, bevor dann nach links ein Fahrweg ins Mahdtal abbiegt. Diesem folgt man bis zur Höfelealpe (1190 m) und danach weiter auf einem Steig. Er führt vorbei am 76 Meter tiefen Eingangsschacht des Hölloch (Deutschlands zweitlängste Höhle) zur Mahdtalalpe (1497 m). Hier verlässt man den Wald und hat einen herrlichen Blick über die freien Flächen zum Torkopf. Immer weiter auf dem Steig geht es bis kurz unter den Windecksattel (1751 m).

An der Gabelung nach rechts in Richtung Rohrmoos abbiegen und dem Weg bis kurz unter den Grat der Unteren Gottesackerwände folgen. Nun nach links pfadlos vom Weg ab, etwas hinauf und auf freier Fläche unterhalb des Grats weiterqueren, bis man auf einen Riegel aus Fels und Latschen trifft. Jetzt bietet sich die Möglichkeit, rechts über steiles Gras (hier sind recht wenig Latschen) zum Grat zu steigen und von dort schnell zum überraschend steinigen Gipfel zu gelangen.



Rückweg wie Aufstieg zum Windecksattel und in den Sattel zwischen Torkopf und Mitteleck hindurch und die Hänge vom Mitteleck querend in den Torkopfsattel, hier steht ein Wegweiser. Diesem Richtung Torkopfscharte folgen. In der Scharte dann den Weg verlassen und pfadlos querend hinaufsteigen, bis man auf eine geröllige Rinne trifft. Diese lässt sich problemlos aufsteigen und man steht unter einem Graskopf. Hier dann zum Grat aufsteigen und an den Abbrüchen der Wände entlang auf den Graskopf und diesen überschreiten bis an den Gipfelaufbau. Hier wird es dann kurz luftig an einer Kraxel-Stelle (I), da die guten Trittmöglichkeit in den Abgrund weisen. Man kann den Gipfelaufbau auch unterhalb umrunden und auf der anderen Seite hinauf, hier geht es zwar nicht in den direkten Abgrund, doch das brüchige Gestein dort machte auch nicht so einen tollen Eindruck. Jedenfalls befindet man sich am Ende mit beiden Varianten am schmalen Gipfel wieder.
Autor: Kauk

  • Untere und Obere Gottesackerwände; von Kauk
  • Schneeschuhtour zur Unteren Gottesackerwand; von Graddler
  • Toreck als Skitour; von Kristian
  • Obere Gottesackerwände ab Mahdtalhaus; von Kauk
  • Obere Gottesackerwände zum Rosskopf und Plessigkopf ab Sibratsgfäll/Grenzbrücke Fugenbach; von Kauk








  • Früher ging es arg wild zu im Gebiet der Gottesackerwände. Sieben schreckliche Drachen sollen dort gehaust und weder Mensch noch Vieh in ihrer Nähe geduldet haben. Doch eines Tages kamen die Venediger in die Gegend um nach Gold und anderen Erzen zu suchen, was den Drachen freilich arg missfiel. Waren doch die Lindwürmer selbst gierig nach dem edlen Metall, nur wussten sie im Gegensatz zu den Venedigern nicht wo sie danach zu suchen hatten. Da schickte der Venedigerkönig nun die sieben größten "Lügenschüppel" aus seinen Reihen als Abgesandte zu den Drachen.

    Eine Woche lang dauerten die Gespräche. Dabei wurden die Venedigermännlein nicht müde von dem im Überfluss lebenden Volk des Landes Arabia zu schwärmen und in den schönsten Farben auszumalen. Perlen, Gold und blitzende Edelsteine gäbe es dort zuhauf und warteten nur darauf gefunden zu werden, logen die kleinwüchsigen Bergleute. Das Gesagte tat dann auch seine gewünschte Wirkung und die Drachen waren schon ganz aufgeregt, als sie sich diese Reichtümer in ihrer Fantasie ausmalten. Da erhoben sich die Ungetüme und begannen mit den Flügeln zu schlagen, dass der nahe Wald umgedrückt wurde und ganze Bergflanken nachgaben und in die Tiefe rutschten.

    Nun kann bekanntlich ein Drache nur solange in sein Nest zurückkehren, solange wenigstens auch nur die kleinste Schuppe desselben darin liegen bleibt. Als sich aber nun wirklich alle sieben in die Luft erhoben hatten, da stand fest, dass sie die große Reise angetreten hatten und dass das Land für immer von ihnen befreit sein würde.

    Da machten sich die Venediger daran, die Bodenschätze zu heben bis kein einziges Körnchen Gold mehr zu finden war. Erst dann zogen die Bergleute weiter. Die Wände im Gottesackergebiet sehen aber bis zum heutigen Tag wie uralte Drachenhorste aus.








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