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Illertal


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Illertal
unterwegs an der Iller

Gruppe
Allgäu
Höhe
786 m
Talort(e)

 


T O U R E N I N F O



Die Iller - ihr lateinischer Name war Hilaria oder auch Hilara. Die Bezeichnung ist keltischen Ursprungs und stammt von dem Wort ilara für ‚eilig‘. Der 147 Kilometer lange Fluss mündet bei Ulm in die Donau. Gemessen an seinem Einzugsgebiet von 2152 km² ist der Abfluss des Gebirgsflusses groß. Seine Wasserführung von 70,9 m³/s übertrifft die der Donau deutlich, die am Zusammenfluss nur 53 m³/s heranführt und damit hydrologisch eigentlich als Nebenfluss der Iller gelten könnte. Vom späten 3. Jahrhundert bis etwa 488 n. Chr. war sie Bestandteil des römischen Verteidigungssystems Donau-Iller-Rhein-Limes. Schon in der Römerzeit befuhr man die Iller ab Kempten, damals Cambodunum genannt, mit Flößen.
Quelle: Wikipedia - Iller

Die Iller wird am sogenannten Illerursprung knapp nördlich von Oberstdorf durch drei an diesem Ort zusammenfließende Gebirgsbäche gebildet. Der östliche Bach ist die Trettach, welche nahe dem eindrucksvollen Felshorn - welches den selben Namen trägt wie der Bach selbst - entspringt. Der in der Mitte zufließende Bach ist die Stillach, die nahe dem südlichsten Punkt Deutschlands - dem Haldenwanger Eck am Gehrner Berg - entspringt und zunächst als Haldenwanger Bach, bald als Rappenalpenbach daherkommt und ab dem Weiler Einödsbach dann Stillach genannt wird. Den westlichen Zulauf bildet die Breitach, deren Quellgebiet wiederum im hintersten Kleinwalsertal liegt und als Architekt der berühmten Breitachklamm über die Jahrtausende ein imposantes Naturschaustück geschaffen hat.

Von November 1944 bis April 1945 befand sich dort im Auwald nahe Fischen ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Aus einer älteren Textilfabrik ging eine Produktionsstätte für kriegswichtige Teile hervor. Die Rüstungsindustrie benötigte Arbeitskräfte und begann schon 1942 damit, Inhaftierte aus verschiedenen Konzentrationslagern zu Rüstungszwecken heran zu ziehen.

Rund 300 Häftlinge lebten hier nahe Fischen neben den Bahngeleisen in Baracken unter der scharfen Bewachung der SS. Hunger, Gewalt und fehlende Hygiene waren an der Tagesordnung, Exekutionen wurden den Aufzeichnungen zufolge aber nicht durchgeführt.
Vom Illerursprung an abwärts, lässt sich die Iller zunächst beidseitig am sogenannten Illerdamm-Radweg befahren. Ab Höhe Rubi ist nur noch die linke Uferseite befahrbar. Bald zweigt vom Radweg ein Zufahrtsweg in Richtung Naturpark Weidach ab. Auf breitem Weg geht es durch den schönen Auwald - in welchem offenbar bis etwa zum Beginn des 19. Jahrhunderts ein Schwefelbad mit einer Gaststätte angelegt war - hin zu dem Baumpark, welcher durch das "Tor der Vielfalt" beschritten wird. Sämtliche heimische Bäume und Sträucher werden ihrem Aussehen und ihrem Nutzen nach beschrieben. Dazwischen ist eine Stele auszumachen, die ganz offensichtlich nicht zu dem Park gehört. Es handelt sich um ein Mahnmal, als Erinnerung an das KZ-Außenlager Dachau, welches hier während der letzten Kriegsmonate errichtet wurde (siehe Infoblock rechts).

Durch den Eichhörnchen-Wald gelangt man nach Fischen, wo Parkanlagen und zahlreiche Gasthöfe und Restaurants zum Einkehren einladen. Ab hier führen auch wieder beiderseits der Iller Radwege entlang der Dämme. Bei Altstädten, westlich der Bahnlinie, wurden in den vergangenen Jahrzehnten Reihengräber aus der Alamannenzeit entdeckt und erforscht. Heute erinnert noch eine schön gearbeitete Stele nahe der Bahntrasse daran. Weiter dem Flusslauf folgend gelangt man später in der südwestlichen Ecke von Sonthofen in den Bereich des Illerstadions. Im Westen von Sonthofen weiter bis zu der Brücke über die Ostrach, am Ortwanger See bietet sich dann auch eine Badegelegenheit. Auf Höhe Blaichach wieder auf die linke Illerseite und entlang einer Schrebergartensiedlung und einem weiteren Badesee vorüber zum Wasserskilift Allgäu. Im Osten von Immenstadt in den Auwald und abermals auf die rechte Seite der Iller, hin zu den Rauhenzeller Seen.

im Weidach bei FischenSchöllanger Burgkapelle und RubihornIller





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