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Kronburg


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Kronburg
   das nördliche Burgtor und der Wohnturm

Anspruch

T2 - Bergwandern
Charakter
Durchgängiger Pfad. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen
Anforderung
Etwas Trittsicherheit ratsam. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen

Gruppe
historische Bauten
Höhe
1066 m
Hütte(n)
Gasthof Kronburg
Talort(e)
Schönwies, Zams

 



KOORDINATEN   47.17800 • 10.62329 | WETTER | WEBCAMS | TOURENKARTE | ANFAHRT (GoogleMaps)


T O U R E N I N F O



das nördliche Burgtor und der Wohnturm
Man vermutet, dass auf dem Felsen der KRONBURG einmal das antike Castello IRCAVIO gestanden haben mag. Bei Ausgrabungen vor Jahrzehnten hat man auch antike Funde gemacht. Sicher ist, das Herzog LEOPOLD III. von Österreich, der im Jahre 1386 in der Schlacht bei SEMPACH gefallen ist, im Jahre 1380 Hans von STARKENBERG und seinen Erben gestattete auf dem "PURKSTALL" bei ZAMS, das von alters her "CIRKAFE" genannt war und nun "CHRONENBURG" heißen soll eine Burg zu bauen.
(Quelle: Folder KRONBURG - Burg, Kloster und Wallfahrtskirche von Emmerich Steinwender)

1423 fällt die Kronburg an den Landesfürsten Herzog Leopold IV. und 1502 vergab Maximilian I. die Burg an seinen Rat Hans Fieger zum Lehen. Im Besitz der Fieger erfährt die Burganlage und deren Umfeld einen umfassenden Ausbau. Am Beginn des 19. Jahrhunderts starb jedoch das Geschlecht der Fieger aus und die bereits im Verfall begriffene Burg gelangte während der Zeit Napoleons in den Besitz der bayerischen Regierung.

1845 errichtete man am Sattel unterhalb der Burg ein Kloster, das letztlich als einziger Teil des Kronburg-Anwesens überdauerte.

Schönwies als Rundtour

Von Schönwies (Ortszentrum) aus gelangt man über eine kleine Fahrstraße an den Fuß des die Kronburg tragenden Burgfelsens. Dort stehen lediglich wenige Parkplätze (kostenlos) zur Verfügung. Ab hier über die in kräftiger Steigung hinaufziehende Straße in den Sattel mit Kapelle, Gasthof und kleinem Klosterbau. Zwischen den Häusern gegen Norden hin an den Burgschrofen und über einen kleinen, schmalen Steig gegen Osten hinaus auf die ausgeprägte Felsrippe. Über diese ansteigend auf Fels und Schrofen zu den verbliebenen Mauern der Vorburg und im ausholenden Bogen gegen Nordwesten zu einer weiteren, höher gelegenen Geländekante. Kurz gegen Westen hin zum Burgtor der Kernburg, welche direkt dahinter als hoher Wohnturm in Erscheinung tritt.

Die eindrucksvollen baulichen Reste sollten vorsichtig erkundet werden, da sich immer wieder Steine aus den hohen Mauern lösen. Der östliche Teil des Wohnturmes ist dabei schon stark in Mitleidenschaft gezogen und viele Bauteile hängen nur noch lose über dem Abgrund.

Nach der Besichtigung der Burg empfiehlt es sich noch ein kurzes Stück gegen Westen auf die Felsschneide hinaus zu steigen. Ein eindrucksvolles Gewirr von Felstürmchen und knorrigen Föhren bietet einen urwüchsigen Ausblick hinab nach Zams und Landeck.

Der Abstieg verfolgt zunächst die Aufstiegsroute bis hinab in den Sattel, hin zum Gasthaus und dem kleinen Kloster mit Kapelle. Rechts ab auf einem Wirtschaftsweg hinunter und in die waldreiche Flanke des Lahnbacher Waldes. Bald zweigt ein kleiner Steig rechts ab und führt den Wanderer hinab zu den Wiesenfluren bei Patscheid und rechtshaltend wieder an den Wandfuß des Burgfelsens der Kronburg. Man befindet sich hier auf einem Teilstück der historischen Via Claudia Augusta, welche stellenweise noch als Trasse mit Karrengeleisen auszumachen ist und direkt zu einem Rastplatz leitet. Der asphaltierte Radweg führt dann wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Der Kronburger Toblgeist


In Zams bei Landeck hat einst ein Mann gelebt, der sich vielerlei zu Schulden kommen ließ und nach seinem Tod so sehr rumorte, dass weder das Ansprechen noch für ihn beten ihn erlösen konnte. Da wurde er in den Kronburger Tobel gebannt und in dieser Schlucht steht jener Sünder und weint und wimmert als Klamm-Mann und stöhnt: "Ach! Wie muss ich leiden! Helft mir doch!"
Seit nunmehr 400 Jahren steht dieser unselige Geist leidend und klappernd am Wildbach. Sichtbar wird er dabei nur an gewissen Freitagen, kommt man ihm aber näher, so heult er laut auf und verschwindet.


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