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Pfrontner Berg

(Vorderer Kienberg)


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Pfrontner Berg
Blick vom Lehngipfel zur vorgelagerten Gipfelkuppe des Pfrontner Berges (Kienberg-Schulter)

Schwierigkeitsgrad




T4-5 - anspruchsvolles Alpinwandern


Charakter
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr
Anforderung
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil



Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
1286 m
Hütte(n)
keine od. saisonal nicht bewirtschaftet
Talort(e)
Pfronten

 


T O U R E N I N F O




*** Beim Direktanstieg über den Milchhäusle-Steig teils sehr steiles Gelände und Absturzgefahr, bei Nässe sehr gefährlich!

Pfronten

Aufstieg Pfrontner Berg - Milchhäuslesteig
Aufstieg Pfrontner Berg - Milchhäuslesteig - die obere Rampe
Pfrontner Berg - Gipfelblick von Snowfinchen
2. Gipfel - Pfrontner Berg von Kauk
Gipfel des Schnalskopfes von Kauk
am Gipfel des Kienbergs von Snowfinchen
Anstieg vom Himmelreich hinauf zum Kienberg von Bergfex33
Skizze mit den Flurnamen am Kienberg und Pfrontner Berg
In alten Karten überspannte einst ein ganzes Netzwerk an Steigen den langgezogenen Rücken des Kienbergs, ganz vorne in prominenter Stellung zeigt sich der zwar nur 1286 Meter hohe Pfrontner Berg (Pfronter Berg), welcher es aber anstiegstechnisch in sich hat. Der eigentlich schwerste der damaligen Anstiege ist letztlich übrig geblieben und wird noch gegenwärtig in einigen Karten dargestellt.

Ein echtes Abenteuer wartet dort auf diesem unscheinbaren und scheinbar dicht bewaldeten Bergzug. Allerdings zeigt sich an diesem Berg wieder einmal, dass man eine vergleichsweise „kleine“ Berggestalt keineswegs unterschätzen und auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Die Frage, wo man sein Gefährt am Besten abstellt, ist eine schwierige. Wer lieber vor der eigentlichen Bergtour den Talhatscher zurücklegen möchte, parkt im Bereich der Fallmühle (kleiner Parkplatz auch an der Straße Richtung Tannheimer Tal etwa 200 Meter nach dem Gasthof Fallmühle). Wer hingegen nichts gegen einen Auflockerungsspaziergang nach der Tour hat, der macht es eben umgekehrt und parkt draußen in Pfronten.

Von dort geht es erst einmal vom Ortsteil Pfronten-Steinach hinauf zu dem kleinen Gasthaus, dem Milchhäusle. An diesem linkerhand vorbei zu einer Wegverzweigung, an welcher wir dem rechten Steig folgen. In kurzen Kehren steigt dieser nun stark an und überwindet eine sehr steile Waldflanke. Hin und wieder kann man an Bäumen oder Steinen am Wegesrand rote Markierungen sehen und bald erreicht man eine kurze Schrofenpassage, die mit einem wenig vertrauenserweckenden Stahlseil „gesichert“ ist.
Man tut gut daran, dieser „Sicherung“ nicht allzu viel Vertrauen entgegen zu bringen und sich lieber an den vorhanden Wurzeln, welche einem wie Haltegriffe entgegenprangen, festzuhalten und über das Schrofenband empor zu ziehen. Ist dies absolviert, geht es daran eine äußerst steile Grasflanke leicht ansteigend und etwas ausgesetzt zu queren um im weiteren Verlauf zur nächsten und längeren seilgesicherten Passage zu gelangen.

Am diesmal etwas besseren Seil also über eine wiederum sehr steile Schrofenrampe empor und über das ganz kleine Steiglein nun wieder unschwierig in einem Bogen hinauf zum Kreuz (1286m) mit Buch und einer netten kleinen Bank.



Pfronten Komplettüberschreitung Kienberg

Die Anstiege über das sogenannte 'Wagner Wegele' und den Steig über das 'Krenge' kenne ich bisher noch nicht.

Als lohnende Variante gilt jedoch der Übergang zum Kienberg-Hauptgipfel. Vom Kreuz des Pfrontner Berges also weiter über eine zunächst flache Kuppe und wieder kurz hinab in einen Sattel, danach weiter über einen recht scharfen Grat und einige Felsköpfe, welche aber unschwierig zu passieren sind wenn man trittsicher und schwindelfrei ist. Bald wieder an einigen Felsköpfen rechts vorbei und an erdigen Tritten zum nächsten Kopf empor. Wer einigermaßen Aufmerksam den Verlauf des Pfades verfolgt, folgt stets der idealen Linie und wird mit keinen gröberen Schwierigkeiten konfrontiert.

Am dritten und höchsten Kopf des Pfrontner Berges (1383m) angelangt, geht es daran eine große und zum Teil schon von einigen Stämmen befreite Windwurffläche hin zum einsehbaren Sattel abzusteigen. Man muss sich hier den besten Weg suchen, was aber kein großes Problem darstellt. Gegenüber der Fläche wieder bergan und über einen mit einigen Windwürfen querverlegten Kamm hinauf zum Schnalskopf, welcher mit einer wenig aus den abgestorbenen Bäumen herausragenden Felskrone besetzt ist.

Diese kann man entweder links unterhalb der Felswände umgehen oder über eine kleine, gutgestufte Wand (II) erklettern und am sehr scharfen Grat (1455m) beinahe horizontal über einige Meter hinweg überschreiten. Auf der anderen Seite dann über nicht allzu steile Schrofen wieder hinab zum grasigen Rücken und weiter über den bewaldeten Kamm etwas abwärts und kurz vor der Senke an einigen Schrofen wieder links vorbei in eine auffällige Einschartung. Durch diese über erdige Tritte hinab und dicht unterhalb der Felswände hindurch (Felsenfenster).

Über einen licht bewaldeten Rücken eine ganze Weile empor, bis der Rücken sich zusammenschnürt und ein gestufter Graslatz zum Kreuz des Kienberges (1535m) emporzieht. Vom Kreuz hat man dann einen schönen Ausblick hinunter nach Pfronten und in das Vils-, sowie das Achtal. Auch die bereits überschrittenen Kuppen des Schnalskopfes und der Erhebungen des Pfrontner Berges sind einsehbar. Das Buch von 2002 ist bereits in einem ziemlich lädierten Zustand und auffällig ist, dass diesen Gipfel meist immer dieselben Personen aufsuchen. Oft kommen die Leute vom Himmelreich herauf, selten jedoch über die hier beschriebene Anstiegsroute.

Hinter dem Gipfelkreuz nochmal kurz aufwärts und dann über einen etwas luftigen Gratabschnitt weiter, bis sich dieser absenkt und über gut gestuftes Gelände an Höhe verliert. An einem wieder von Windwürfen verlegten Gratstück heißt es sich von den neu angebrachten Markierungen durch das Gewirr leiten zu lassen. Hat man diese Passage bewältigt fällt das Gelände noch einmal recht steil ab und man steigt direkt über eine recht steile, schrofige Flanke und über einige etwas erdige Tritte hinab. Unten erwartet einen dann zum letzten Mal für diesen Tag ein weiterer Windwurfhang, auch hier können die Markierungen als zuverlässige Wegweiser herangezogen werden. Hat man dies geschafft, erreicht man kurze Zeit später den Fahrweg, welcher aus dem Vilstal kommend ins Himmelreich heraufführt. An einem Gatter übersteigt man den Stacheldraht und marschiert auf dem teils groben Fahrweg gegen Süden hinunter in Richtung Fallmühle und der Engetalstraße.





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