Bergsport und Corona?
START     »     Touren & Ziele     »    Ammergauer Alpen    »    Säuling


Säuling


Unzählig die Abbildungen mit dem Schloss Neuschwanstein und dem unmittelbar dahinter aufragenden Säuling. Schon im Frühmittelalter trat der Säuling als Erzlieferant in das Blickfeld der Menschen und wurde als 'siulunch' bezeichnet.

 ANSICHTEN   TOURENKARTE gesamt   SUCHE IM TOURENARCHIV



Säuling
Gipfelblick vom Säuling zu den über dem Lech aufragenden Tannheimer Bergen

Schwierigkeitsgrad




T4 - Alpinwandern


Charakter
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen
Anforderung
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden



Gruppe
Ammergauer Alpen
Höhe
2047 m
Hütte(n)
Säulinghaus, Bleckenau (Königshaus)
Talort(e)
Pflach, Hohenschwangau

   


T O U R E N I N F O




*** Fahrwege, ordentliche Steige; in der Gipfelregion schmale Steige in sehr steilem Gelände; zum Teil kettengesichert; in der Nordseite eine ganz kurze Eisenleiter




das Säulinghaus und das Reuttener Becken


Blick vom Säuling hinab in den Talkessel von Reutte


Gipfelblick vom Säuling hin zu der Zugspitze
Pflach Säulinghaus

Vom Säulinghaus-Parkplatz (kostenlos) zunächst auf kleiner, asphaltierter Straße und nach etwa 300 Metern rechts, dem Abzweig folgend auf den Fußweg. Durch schöne Fichten- und Buchenwälder hinauf unter die Felsen des Brunstgrates und an dessen nordwestlichem Fuß hinauf zum Säulinghaus. Rechts vorüber am Säulinghaus führt der Weg bald in schrofiges (am Einstieg teils brüchiges) Gelände. Weiter oben helfen Kettensicherungen über die zumeist schon recht abgetretenen und speckigen Steine sowie Felsplatten. Von der Sattelfläche der Gamswiese über Schotter und zum Schluss einige Schrofen zum vorgeschobenen Gipfelkreuz. Der höchste Punkt liegt aber weiter östlich und ist unschwierig und schnell über den schmalen Grat erreichbar.

Rundtour über Wildsulzhütte und Älpeleschrofensattel

Um die Tour als Rundtour zu absolvieren, steigt man zurück in die Gamswiese ab und folgt einem ausgeprägten Geländerücken in die Nordflanke hinaus. Mäßig steil auf Geröll durch Latschengassen und über Grasmatten, eine kurze Leiter hilft über eine Felsstufe hinab. Danach über den leicht fallenden Steig (211) gegen Westen hinaus und bald in eine nördlich der Zwölf Apostel eingelagerte Geländemulde und zu der Wildsulzhütte. Ab der Hütte gilt es einen kurzen Gegenanstieg hinter sich zu bringen um dann über den Älpeleschrofensattel und unterhalb der Pilgerschrofen-Nordwand hindurch zu der nächsten Geländekante zu gelangen. Über diese verläuft auch die Staatsgrenze, welche eine weiß-blaue Markierungsstange anzeigt. Von hier aus könnte man über einen kurzen Abstecher den Gipfel des Pilgerschrofens "mitnehmen".

Südseitig, unterhalb des Pilgerschrofens durch den Wald. Dort trifft man einige Marterl und Wegkreuze an, die als ein mahnender Hinweis auf die Schwierigkeiten am Apostelgrat gedeutet werden können und wohl auch sollen. Zu viele kletterbegeisterte Bergfexen verloren dort ihr Leben, um den Grat nicht mit respektvollem Blick zu betrachten.
Leicht steigend und durch ein grobblockiges Schuttfeld ansteigend, erreicht man auch bald wieder das Säulinghaus, von welchem der Abstieg über den zuvor genannten Aufstiegsweg erfolgt.

Erweiterungsmöglichkeiten


Säulinghaus
Pilgerschrofen
Koflerjoch

  • Rundtour Pflach - Säulinghaus - Südflanke - Gämswiese - Säuling - Gämswiese - Nordflanke - Wildsulzhütte - Älpeleskopfsattel - um den Gipfelblock des Pilgerschrofen - Säulinghaus - Pflach
  • Hohenschwangau - Eingang Pöllattal - Säuling Nordflanke - Gämswiese - Säuling
  • Hohenschwangau - Bleckenau - Rotmoos - Säuling Nordflanke - Gämswiese - Säuling
  • Pflach Säulinghaus Parkplatz - Säulinghaus - Südflanke - Gämswiese - Säuling
anspruchsvolle Touren mit Kletterei
  • Säuling Ostgrat (Beschreibung)
  • Zustieg über Pilgerschrofen und dem 12-Apostel-Grat?







Der Säuling ist der ältestbelegte Berg des Forumsgebietes und eine Art "Wahrzeichen" für das Füssener Land sowie das Ostallgäu. Bereits zum Ende des 9. Jahrhunderts findet der Bergrücken als "Siulinch" Eingang in die Vita Sancti Magni (Sankt Magnus, Sankt Mang, Maginold, Magnus von Füssen). Wahrscheinlich abgeleitet von dem althochdeutschen siule bedeutet er wohl so viel wie: "Berg, mit dem Aussehen einer Säule", was seiner tatsächlichen Erscheinung durchaus gerecht wird, gerade wenn man ihn von Musau oder Pflach aus betrachtet.

Literatur
  • Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen - AVF - Dieter Seibert
  • Allgäuer Bergnamen - Thaddäus Steiner
  • Erlebnis Außerfern - Hannes Gasser (Leopold Stocker Verlag, 1978)
  • Sagenhaftes Außerfern - Peter Linser
  • Sagensammlung








weitere Ergebnisse für Säuling auf alpic.net

Suchergebnisse für Infos und Tourenbeschreibungen zum Begriff Säuling im Forum
Treffer in der Bildersuche für den Begriff Säuling aufrufen




ANSICHTEN













Aufrufe: 962

aktuell online
Bilder • 36.974
Themen •   5.553
Beiträge • 50.604


IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
FAQ

(V.14.15) © alpic.net und Autoren 2001 - 2020 nach oben