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Scheibum

und die Schleierfälle im Ammertal


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Scheibum
   Ammerdurchbruch Scheibum

Anspruch

T2 - Bergwandern
Charakter
Durchgängiger Pfad. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen
Anforderung
Etwas Trittsicherheit ratsam. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen

Gruppe
Ammergauer Alpen
Höhe
795 m
Hütte(n)
keine od. saisonal nicht bewirtschaftet
Talort(e)
Peustelsau

 



KOORDINATEN   47.66558 • 10.98691 | WETTER | WEBCAMS | TOURENKARTE | ANFAHRT (GoogleMaps)


T O U R E N I N F O


Bei recht nasser Witterung ging es gestern (19.03.17) von Peustelsau aus hinein in die Ammerschlucht im Bereich des Durchbruches bei der sogenannten Scheibum.

Peustelsau - Wiesenweg - E-Werk Kammerl - Scheibum - Ammerleite - Schleierfälle - Höhle - Peustelsau

Parkmöglichkeiten finden sich entlang dem Verbindungssträßchen zwischen Morgenbach und Altenau für gewöhnlich in absolut ausreichendem Maße. Auf der Zufahrtsstraße gegen Osten durch den Weiler Peustelsau, vorbei an Bauernhöfen zu dem Viehgatter. Dort leitet gegen Südosten am Zaun entlang ein Wiesenweg hinüber an den Rand der Ammerschlucht. Über einen mit Betonziegeln ausgelegten Weg hinab und über mehrere Stege zum nahen E-Werk Kammerl.

Auf der Brücke der Versorgungsstraße gegen Norden über die Ammer und gleich linkerhand am Lauf derer durch Wald und kurz darauf zum Aussichtspunkt an der Scheibum. Die Aussichtskanzel selbst  thront dabei direkt auf der durch die Gebirgsfaltung senkrecht aufgestellten Sandsteinplatte, die einst durch die Wasser der Ammer durchbrochen worden war und so die uns heute bekannte Scheibum entstehen ließ.



Auf selbem Weg für etwa hundert Meter zurück gegen Süden, beginnt hangseitig ein stufendurchsetzter Anstieg durch recht steiles Gelände. Dort empor zur Geländekante und orografisch links einen Bogen beschreibend auf kleinem Steig zu der oberen Aussichtskanzel. Eine höhere und weitaus mächtigere zweite Sandsteinplatte ragt hier in das Innere der Schlucht hinein. Letztlich schnürt sich die Platte auf etwa die Breite eines Fußes zusammen und fällt zuglich beiderseits senkrecht in die Tiefe. Am äußersten Ende der leicht fallenden Trittkante wächst ein knorriges Fichtenbäumchen, geziert mit einem hellen Briefkasten - wohl als "Gipfelbuch"-Kassetten-Ersatz. Überflüssig zu sagen, dass sich wohl nur absolut Schwindelfreie diesem Kasten nähern sollten.



Zurück am E-Werk Kammerl und wieder an die Hangkante der Ammerleite auf Seite der Peustelsau angestiegen, gilt es die rund 2,5 Kilometer im Auf und Ab geradewegs gegen Norden zu wandern. Kurzzeitig einem Fahrweg folgend steigt man abermals in die Schlucht der Ammer hinab um sich am Fluss angekommen an der Weggabelung nach rechts unterhalb mehrerer Tuffstein-Kanzeln zu den eindrucksvollen Schleierfällen zu begeben.
Das stark kalkhaltige Wasser fällt über eine der Tuffsteingesimse und an dem Bewuchs in diesem Bereich bildet sich durch die Kalkausfällung Sinter. Über die Zeit entsteht dabei Quelltuff, der zum Teil recht bizarre Formen annimmt und ein faszinierendes Werk der Natur abbildet.

Am Rückweg kann man noch einer Höhle in diesem Tuffgestein einen Besuch abstatten. Am Höhleneingang ist die Bearbeitung durch Menschen erkennbar, welche den Höhlenschacht auf Körpergröße - zumindest im Eingangsbereich - erweitert haben. Der Höhlengang im Innern fällt dabei gleich senkrecht ab. Wie weit? Das bleibt mir, da ich nur einen kurzen Blick in die Öffnung werfe, verborgen.
Wieder hinauf zu dem oberen Geländeniveau und auf breitem Schotterweg zurück zu der kleinen Ansiedlung Peustelsau und zum Auto.

Fazit: gerade bei etwas schlechteren Wetterbedingungen eine wunderbare Alternative zur Bergwanderung. Die Stimmung in der Schlucht ist dabei überaus urig und wild. Die Felsformationen können sich in dem ansonsten dicht bewaldeten Gebiet optimal in Szene setzen. Das absolute Highlight bildet nicht zuletzt der eindrucksvolle Schleierfall, etwas weiter flussabwärts.
Insgesamt eine großteils recht spannende Wanderung in die Tiefen der Ammerschlucht.

Gehzeit: rund 3 Stunden
Gesamtanstiege: ca. 300 Höhenmeter
Strecke: etwa 6 Kilometer


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