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Vorderhornbach

Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1218
Fläche: 17,26km²
Höhe: 974m
Ortsteile: Unterdorf, Oberdorf, Bichl, Leite, Roggenland, Schröfle, Spießemühl



die Gemeinde Vorderhornbach
am Ausgang des Hornbachtales

Aschau


Bereits die erste Nennung Vorderhornbachs bezieht sich auf die Aschau, welche vom "Hof Musau" bis eben nach Vorderhornbach reichte. 1333 kommt es zum Verkauf des Besitzes des Heinrich von Rettenberg an das Stiftskloster St. Magnus in Füssen.

1610 veräußert das Kloster St. Magnus das Gericht Aschau an Erzherzog Maximilian III. den Deutschmeister - dem Regenten von Oberösterreich, wie Tirol und seine Vorlanden zu dieser Zeit von den Habsburgern bezeichnet wurde.

der Kirchgang - einst ein Gewaltmarsch


Durch die Zugehörigkeit von Vorderhornbach zu dem Gericht Aschau ergab es sich, dass die Hornbacher für den Besuch der heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen bis nach Wängle - der Mutterpfarre der Aschau - wandern mussten. Das entspricht einer Strecke von rund 20 Kilometern - einfach!

Der Verlauf des sogenannten 'alten Pfarrwegs' führte linksseitig des Lechs über das Feldele und das vordere Schwarzwassergebiet hinab nach Weißenbach, Höfen und hin zu dem Kirchdorf Wängle. Die Johannesbrücke bei Forchach wurde in ihrer heutigen Form erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Somit trennte der Lech die beiden Talseiten bis hinauf nach Häselgehr, wo der erste Steg über den Lech führte.

Da verwundert es nicht, dass die Vorderhornbacher Leute bald von einem eigenen Gotteshaus in ihrer Nähe zu träumen begannen. Bereits 1460 soll eine erste Kapelle entstanden sein. Die endgültige Abspaltung von der Mutterpfarre Wängle vollzog sich allerdings erst im Jahr 1675. Sieben Jahre später wurde dann auch das Recht auf einen eigenen Gottesacker (Friedhof) gewährt.

Bergmähder


Auch bei Vorderhornbach wurden einst die steilen Grasflanken in den nahen Bergen für die Gewinnung von Bergheu genutzt. Die Stallmähder, Scheffelgras und Durrach wurden teilweise gerodet und Heuhütten für die Lagerung und als zeitweilige Unterkunft während der Heuernte errichtet. Heute sind nur noch wenige dieser Hütten erhalten.


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